Alle Artikel mit dem Tag Wirtschaftskrise

Jobsuche in Deutschland jetzt noch einfacher

16. Januar 2011

Trotz des kräftigen Wintereinbruchs zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt im Dezember 2010 sehr stabil. Dies zeigten die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit. Dazu erklärt Karl Schiewerling, arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

Der Arbeitsmarkt zeigt sich dank der von der Koalition durchführenden Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik weiterhin gestärkt und stabil. Denn noch nie hatten so viele Menschen (40,37 Mio. Erwerbstätige) in Deutschland einen Job wie am Ende der größten wirtschaftlichen Krise. Das ist eine wunderbare Situation, um Langzeitarbeitslosen und älteren Arbeitnehmern einen erfolgreichen und perspektivischen Weg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Die deutschen Betriebe und Unternehmen werden in den Zeiten des sich immer stärker abzeichnenden Fachkräftemangels auf diese zwei wichtige Gruppen besonders stark angewiesen sein.

Daher wird die berufliche Förderung für Langzeitarbeitslose verstärkt werden müssen. Dies würde nach Meinung von CDU und CSU nur durch eine konsequente Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente gehen. Das Förder-Instrumentarium ist genauer für die betroffenen Menschen zu gestalten und an den lokalen Gegebenheiten auszurichten. Erfahrung und Sachkenntnis der neuen Jobzentren werden dabei eine wichtige Rolle für den Erfolg übernehmen. Nach Ansicht der Union sollte über Zielvereinbarungen dieses kompetenten Potenzials vor Ort genutzt werden. Daher werden CDU und CSU sehr engagiert die neue Ausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente 2011 forcieren.

Die Union wird noch intensiver die Leistungsfähigkeit, das Erfahrungs- und Wissensniveau der älteren Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft herausstellen. Der Fachkräftewandel und Demografiewandel werden ältere Arbeitnehmer zu stärker gefragten Arbeitern machen. Die Zahl der Erwerbstätigen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren ist im Dezember angestiegen.

Kategorien: Arbeitnehmer

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Neue Arbeitsplätze in der Arbeitnehmerüberlassung

16. Januar 2011

In Berlin wurde der millionste Zeitarbeitsvertrag des Jahres 2010 unterschrieben: Britta Steffen, die Literaturwissenschaftlerin und PR-Fachfrau, wird als Mitarbeiterin des Personaldienstleisters Manpower tätig sein. “Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Personaldienstleister wichtige Türen öffnen kann, um an eine Stelle zu kommen, die man selbst so nicht erreicht. Und bei Manpower wurde mein Potenzial erkannt”, freut sich Frau Steffen über den Erfolg.

Im Jahr 2010 entstand jeder zweite neue Arbeitsplatz in der Arbeitnehmerüberlassung. Die Branche ist damit wieder der Jobmotor für Deutschland wie schon in den Jahren 2006 und 2007. “Der unbefristete Arbeitsvertrag mit Frau Steffen, den wir symbolisch als den millionsten Arbeitsvertrag 2010 unterzeichnet haben, macht deutlich, dass die Zeitarbeit boomt. Die dringend benötigte internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen am Standort Deutschland wird zu einem Großteil durch die Flexibilität geschaffen, die das Modell Zeitarbeit bietet”, sagt Kerstin Hattar, Mitglied der Manpower Geschäftsleitung.

Die Zahl von einer Million Arbeitsverträgen wurde schneller erreicht als ursprünglich erwartet. Die Branche wächst seit dem 2. Vierteljahr 2009 wieder kontinuierlich. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) gab es im Oktober 2010 923.000 Zeitarbeitnehmer in Deutschland. Das entspricht einem Anstieg von 40% seit Jahresanfang 2010 beziehungsweise einem durchschnittlichen monatlichen Zuwachs von rund 4%. Für 2011 erwartet die Branche weiterhin ein großes Wachstum.

Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat durch Personaldienstleister an Flexibilität gewonnen. Ein weiteres Plus der Zeitarbeit zeigte sich während der Wirtschaftskrise: Die schützende Wirkung für die Stammmitarbeiter in den Kundenunternehmen.

“2010 haben bei Manpower ca. 35.000 Menschen einen neuen Job erhalten. Je nach Qualifikation werden zwischen 20 und 30 Prozent später vom Kundenunternehmen übernommen”, so Kerstin Hattar weiter. Aktuell sucht Manpower bundesweit über 1.600 Bewerber – für nahezu alle Branchen und Qualifikationsniveaus. Der Vertrag mit Britta Steffen symbolisiert auch einen Wandel der Arbeitnehmerüberlassung. Im Vergleich zu früheren Jahren “nimmt der Anteil der Spezialisten, Akademiker und Fachkräfte deutlich zu”, kommentiert Thomas Koch, Niederlassungsleiter von Manpower in Berlin.

Auf Zeitarbeit kommen in Deutschland weniger als 2% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse. Der europäische durchschnittliche Wert liegt von über 2,5%. In Großbritannien sind rund 5% der Beschäftigten in der Arbeitnehmerüberlassung tätig, in Belgien, Frankreich und den Niederlanden liegt der Anteil über 2%. “Manpower ist in der Lage, in regulierten wie stark deregulierten Märkten Modelle anzubieten, die eine notwendige Flexibilität bieten. Für Frankreich gibt es mit dem sog. Agenturmodell eine komplett andere Lösung als in Deutschland”, legt Hattar dar.

Kategorien: Arbeitsmarkt, Branchen, Jobs, Uncategorized, Unternehmen in Deutschland, Zeitarbeit

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Mehr Jobs für Arbeiter aus Mittel-und Osteuropa

14. Januar 2011

Zum Bericht der Arbeitslosenzahlen kommentiert Max Straubinger, arbeitsmarktpolitischer Sprecher der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag:

Das vergangene Jahr war für Deutschland erfolgreich. Es hatte so viel wirtschaftliche Stärke und Arbeit wie seit der Wiedervereinigung nicht mehr. Trotz der schweren Wirtschafts- und Finanzkrise gab es ende des Jahres seit über 80 Jahren weniger Arbeitslose in Deutschland als 1992. Die Arbeitslosenmarke fiel auf drei Mio. Über 41 Mio. Menschen in Deutschland haben einen Job. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung liegt bei über 28 Mio. Menschen. Bayern hat die niedrigste Arbeitslosenrate im Land.

Die Forscher erwarten im neuen Jahr mehr Wachstum, mehr Arbeit. Deutschland hat die Krise hinter sich.

Die Wirtschaft klagt über Personalmangel. Außer den Zuwanderern gibt es viel freie einheimische Fachkräfte, deren Potenzial man nutzen muss. Bei gut qualifizierten deutschen Bürgern mit Migrationshintergrund, klugen Frauen und hoch motivierten älteren Arbeitnehmern sind die Erwerbsquoten zu niedrig. Man könnte sie steigern, indem man ihnen den Einstieg ins Erwerbsleben erleichtert.

Ab Mai 2011 wird den Menschen aus Mittel- und Osteuropa der deutsche Arbeitsmarkt offen stehen. Im Jahr 2009 waren in der EU ca. 226 Mio. Menschen erwerbstätig oder haben aktiv nach Arbeit gesucht, davon 42 Mio. in Deutschland.

Kategorien: Arbeitsmarkt

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Kurzarbeit während der Wirtschaftskrise

30. Oktober 2010

Das Wachstum in der Wirtschaft, besonders auf dem Arbeitsmarkt ist keine Spontaneität. Es hat viele Unternehmer, die investieren, neue Geschäftsfelder erkunden und Jobs schaffen. Eine große Zahl an Firmen in Deutschland hat während der Wirtschaftskrise die Möglichkeiten der Kurzarbeit genutzt. Heute zahlt es sich aus, da Belegschaften in vielen Unternehmen relativ stabil gehalten werden konnten. Eine große Welle von Entlassungen der Mitarbeiter und eine Kaufzurückhaltung der Verbraucher hat es nicht gegeben. Darauf kann heute aufgebaut werden.

Kategorien: Arbeitsmarkt, Jobs, Kurzarbeit

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Gehalt und Einkommen in Deutschland. Gehaltstabelle

30. April 2010

Mit Geld kann man viel Freude kaufen! Das schon. Aber wie viel Freude kann der oder jene Arbeitende für sein Gehalt kaufen? Der Unterschied zwischen den Gehalten in Deutschland ist gewaltig. Eine Übersicht über die Höhe des Entgelts verschafft die Gehaltsliste.

Die Liste gibt an, welche Bruttoeinkommen im Durchschnitt im entsprechenden Beruf erreicht wurden.

Das Einkommen hängt natürlich vom Geschlecht, vom Bundesland, von der Größe des Betriebes ab. Die Erfahrung im Beruf hat soeben Einfluss darauf. Männer verdienen um ein Viertel mehr als ihre Arbeitskolleginnen. Die Arbeiter im östlichen Teil Deutschlands, im Gegenteil von denen des Westteils, müssen sich mit einem Abschlag von 20% zufriedengeben. Beschäftigte in Großunternehmen haben mehr Vorteile als die, die in kleineren Betrieben arbeiten.

In der Liste sind Berufe von A bis Z präsentiert. Freie und selbstständige Berufe sind nicht dabei, da ein ausgebildeter Fachmann auch Sänger sein kann.

Den meisten ist bekannt, dass die Unternehmen von der Wirtschaftskrise profitieren. Die Vorgesetzten rufen auf, mit Schwung an die Arbeit zu gehen, aber mehr Geld ist dafür nicht zu erwarten. Das bezieht sich auf körperliche Arbeit.

Gut ausgebildete Kopfarbeiter ziehen vom Aufschwung einen großen Vorteil. Schon am Anfang ihrer Tätigkeit verdienen sie um 50% mehr als die Handwerker mit langjähriger Erfahrung.

Lange Jahre war der Unterschied zwischen den Einkommen geringer als in anderen Staaten, was sich nun ändert. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat festgestellt, dass sich die Lohnschere in den letzten zehn Jahren so schnell geöffnet hat, wie es in keinem anderen Industrieland zu beobachten war.

Das durchschnittliche Einkommen (brutto) eines vollzeitbeschäftigten Arbeiters beträgt 3077 Euro im Monat. Die Gehaltstabelle wurde im Jahr 2006 vom Statistischen Bundesamt zusammengestellt. In der Tabelle sind nicht alle Berufe enthalten. Die angeführten Beschäftigten sind im öffentlichen Dienst tätig.

(Summe in Euro)

Piloten 6927
Geschäftsführer 6106
Abgeordnete (Landtag, BW) 5824
Rechtsanwälte 5506
Unternehmensberater 5250
Maschinenbauingenieure 5201
Physiker 5163
Mathematiker 5163
Elektroingenieure 5160
Amtsleiter 5109
Leitende Verwaltungsfachleute 5109
Richter 5043
Staatsanwälte 5043
Lehrer (Schule) 4959
Informatiker 4583
Meteorologe 4483
Bauingenieure 4349
Pfarrer 4346
Industriemechaniker 4150
Lehrer (Erwachsenenbildung) 4959
Feuerwehrmänner 4053
Übersetzer 4053
Werbefachleute 3882
Versicherungsfachleute 3881
Flugzeugmechaniker 3791
Grafiker/Designer 3680
Bankfachwirte 3628
Fotografen 3616
Feinmechaniker 3567
Sozialarbeiter 3470
Buchhalter 3427
Groß- u. Außenhandelskf.leute 3409
Museumspädagogen 3386
Zahntechniker 3384
Redakteure 3283
Verlagskaufleute 3269
Kapitänleutnant 3188
Arbeitsvermittler 3187
Erzieher 3180
Verbraucherberater 3137
Technische Zeichner 3135
Fleischer 3092
Bürokaufleute 3087

DURCHSCHNITTSLOHN
3077

Ärzte (Krankenhaus) 3040
Köche 2980
Maschinenschlosser 2859
Finanzbeamte 2852
Feinwerkmechaniker 2828
Baumaschinenführer 2780
Lokführer 2762
Kellner 2762
Reiseleiter 2723
Chemikanten 2715
Augenoptiker 2697
Kranführer 2665
Postboten 2650
Elektriker 2633
Warenprüfer 2592
Zugbegleiter 2577
Straßenbauer 2567
Bergleute2562
Fliesenleger 2557
Kommissare 2534
Altenpfleger 2533
Maurer 2533
Physiotherapeuten 2493
Busfahrer 2493
Kfz-Mechaniker 2482
Immobilienkaufleute 2480
Lastwagenfahrer 2465
Reisebürokaufleute 2418
Krankenpfleger 2405
Werkspförtner 2385
Polizisten 2375
Dachdecker2368
Klempner 2355
Tischler 2342
Maler 2339
Kunststoffverarbeiter 2292
Diätassistenten 2292
Elektrogerätemontierer 2264
Lagerarbeiter 2226
Konditor 2182
Bäcker 2164
Möbelpacker 2146
Zahnarzthelfer 2068
Buchhändler (Einzelhandel) 2006
Gärtner2005
Müllwerker 1995
Arzthelfer 1963
Unteroffiziere 1907
Apothekenhelfer 1905
Floristen 1871
Gebäudereiniger 1863
Verkäufer 1841
Schneider 1722
Hotelfachleute 1519
Zimmermädchen 1487
Friseure 1178

Quelle: http://asset1.stern.de/media/pdf/gehaltsliste_01.pdf

http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/karriere/stern-gehaltsreport-wer-verdient-wie-viel-in-deutschland-593547.html

Kategorien: Arbeitsmarkt, Baubranche, Branchen, Gehalt in Osteuropa, Jobs, News, Stellenangebot

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Das Ende der Krise. Die Industrie in Deutschland

16. Februar 2010

Kann es sein, dass die Krise vorbei ist? Der so genannte Index des geschäftlichen Klimas, der von dem Wirtschaftsinstitut in München bestimmt wird, hat zum ersten Mal seit Juli 2008 die höchste Ebene erreicht. Ende 2009 haben die Unternehmen, die an der Forschung teilgenommen haben, praktisch eigenstimmig mitgeteilt, dass sich ihre wirtschaftliche Lage auch verbessert hat und sie schauen in das Jahr 2010 mit Optimismus. Im Dezember ist der Index des geschäftlichen Klimas von 93,9 auf 94,7 Punkte hinaufgestiegen, was die Erwartungen der Analytiker übertroffen hat. Der industrielle Sektor, der Handel und der Bau können jetzt auch freier atmen. Die Industrie setzt große Hoffnungen auf den Export.

Kategorien: Arbeitsmarkt, Baubranche, Jobs, News, Unternehmen in Deutschland

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Schwarzarbeiter und körperliche Arbeit

27. Januar 2010

Die illegale Beschäftigung in Deutschland für das vergangene Krisenjahr, nach den Berechnungen der Ökonomen, ist erheblich gewachsen. Und im Jahr 2010 wird diese das neue Rekordniveau erreichen, es vermutet der Experte der schattigen Wirtschaft.
Im Jahr 2009 fingen die Deutschen mehr schwarzzuarbeiten, so meint der Professor der Universität Linz, Experte der Schattenwirtschaft Friedrich Schneider. Nach seinen Berechnungen, der Gesamtbetrag illegal verdienter Mittel ist auf 5-6 Milliarden Euro zugestiegen, im vorigen Jahr waren es 253 Milliarden. Und das Jahr 2010 wird Rekordjahr nach dem Umfang der illegalen Beschäftigung in Deutschland. So Schneider, viele Bewohner Deutschlands während der Wirtschaftskrise fingen an, wegen der erzwungenen Unterbeschäftigung auf dem Hauptarbeitsplatz weniger zu verdienen und waren erzwungen, die zusätzliche Quelle der Einkünfte zu suchen. Außerdem hat nach Schneiders Meinung, die egoistische Mentalität vieler Bankiers und der Top-Manager den negativen Einfluss auf die Steuermoral der deutschen Bürger geleistet.
Außerdem sehen die Forscher in der Vergrößerung der illegalen Beschäftigung die Gegenreaktion auf die heftige Erhöhung der Mehrwertsteuer. Der führende Experte nach den Problemen der illegalen Beschäftigung an der Universität in Linz Friedrich Schneider bewertet die Einkünfte der Arbeiter und die Kosten die Materialien in der Schattenwirtschaft in 349 Milliarden Euro im Jahr. Es entspricht 15 Prozenten des Bruttoinlandsproduktes Deutschlands und stellt sich fast dem Wirtschaftspotenzial des Bundeslandes Baden-Württemberg gleich. Und das Institut der deutschen Wirtschaft in Kiel hat aufgrund der soziologischen Umfragen die Zahl der Stunden, die von den Deutschen illegal durchgearbeitet sind, berechnet, und hat die Einkünfte von illegaler Arbeit in 158 Milliarden Euro bewertet. In Zahlen ausgedruckt entspricht es fast drei Millionen vollwertiger Arbeitsplätze, aus denen man, nach Meinung der Experten, ein Drittel ohne Probleme legalisieren könnte. Bis jetzt aber verliert der Staat fünf Milliarden Euro in Form von der Lohnsteuer und 12 Milliarden in Form von den Beiträgen zu den Kassen der Sozialversicherung jährlich.
Die illegale Beschäftigung ist ein Massenphänomen. Er blüht immer dort, wo die körperliche Arbeit gefordert wird: Die illegalen Arbeiter werden im Eis-Cafe, in den Restaurants und den Hotels verwendet. Die illegalen Krankenpflegerinnen aus Polen erleichtern das Leben den Familien, in denen es die Schwerkranken und die Alten gibt. Die Armeen der namenlosen Putzfrauen für die Barzahlung putzen in den Wohnungen der unbekannten Menschen. Und die Bundesregierung, scheint so, hat sich seit Langem damit abgefunden. Noch bei der Zusammenstellung des koalierten Abkommens erklärten die regierenden Parteien, dass sie die illegale Beschäftigung für keinen harmlosen Verstoß halten, und versprachen konsequent, mit ihnen zu kämpfen. Aber davon, wenn dem speziellen Bericht des föderalen Rechnungshofs zu glauben, seit Langem keine Reden ist.

Kategorien: Arbeitnehmer, Jobs, News

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Entwicklung der Wirtschaft in den deutschen Bundesländern

07. Dezember 2009

Die Initiative “Neue soziale Marktwirtschaft” untersuchte wieder die wirtschaftliche Entwicklung aller Bundesländer in Deutschland. Daraus resultiert, dass besonders die ostdeutschen Bundesländer mit Sachsen-Anhalt an der Spitze deutlich zugenommen haben. Doch in Bezug auf die Wirtschaftsproduktivität und den Wohlstand führen unbestreitbar zwei süddeutsche Bundesländer.
Die ostdeutschen Bundesländer haben am meisten bei dem Wirtschaftsaufstieg von 2005 bis 2008 gewonnen. Fünf neue Bundesländer und Berlin haben sich im Laufe von den vergangenen Jahren in die am meisten sich stark entwickelnden Regionen in Deutschland entwickelt. Jedoch sind die Führer auf dem Gebiet der Wirtschaftsmacht und dem Wohlstandsniveau mit einem großen Abstand Bayern und Baden-Württemberg.
Das dynamischste Bundesland war im Laufe von drei untersuchten Jahren Sachsen-Anhalt. Das Bundesland war auf den wichtigen Gebieten vor anderen Bundesländern: der Koeffizient der Arbeitslosigkeit ist in der betrachteten Periode auf 6,2 % herabgefallen – zusammen mit Mecklenburg-Vorpommern steht Sachsen-Anhalt an der Spitze. Deutschlandweit ist der Koeffizient der Arbeitslosigkeit in der betrachteten Periode ungefähr auf 3,9 % herabgefallen. Auch bei der Entwicklung der Steuerkraft und der Produktivität hat Sachsen-Anhalt alle anderen Regionen überholt.
Sachsen-Anhalt hat vor allem davon gewonnen, dass viele der Unternehmen aus der Branche erneuerbare Energie gerade in diesem Bundesland vor allem um Bitterfeld angesiedelt wurden.
Das Rating der Bundesländer wurde auf den wirtschaftlichen und strukturellen Indikatoren wie die Wirtschaftsproduktivität, die Kaufkraft und der Koeffizient der Investition gegründet.
Insgesamt hat sich Ostdeutschland in den Jahren des Booms in die leitende Wachstumsregion ausgebildet. Besonders sichtbar ist es bei der Entwicklung der Beschäftigung: im Laufe von drei untersuchten Jahren waren 246.000 zusätzliche Arbeitsstellen in den ostdeutschen Bundesländern entstanden. In den ostdeutschen Bundesländern und in Berlin nahm der Koeffizient der Arbeitslosigkeit rasch ab “In der verarbeitenden Industrie und zusammen mit den mit ihr verbundenen Dienstleistungen war der Aufschwung besonders stark“, sagte Maks Höfer, Leiter der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft.
Natürlich muss Ostdeutschland ungeachtet den Erfolgen auch mit den Problemen kämpfen: Der Koeffizient der Arbeitslosigkeit befindet sich mit 14,1 % in 2008 noch deutlich unter dem Bundesdurchschnitt von 7,8 % und ein zur Verfügung gestandenes Einkommen in allen neuen Bundesländern ist immer noch niedriger als in den westlichen Bundesländern.
Im Vergleich zur Wirtschaftsmacht, dem Wohlstand und anderen Faktoren bilden jedoch auch weiterhin Bayern und Baden-Württemberg die Spitze der Bundesländer. Die Wirtschaftskraft scheint auch der Staatshaushalt zu festigen: Die Verschuldung des öffentlichen Budgets in Bayern von 3000 Euro pro Bewohner ist so wie nirgends mehr niedrig.
In den Jahren des Booms gewannen die süddeutschen Bundesländer vor allem aus ihren starken für den Export ausgerichteten Industrien. Jedoch wurde während der Wirtschaftskrise diese Exportorientierung zum Bumerang: Das süddeutsche Gespann gehört zu den Bundesländern, die von der Finanzkrise besonders stark berührt sind. Besonders gelitten haben, außerdem Rheinland-Pfalz, Thüringen, Nordrhein-Westfalen und Saarland.
Um die Handlung der Krise zu messen, beobachteten die Forscher, wie sich die Wirtschaftsproduktivität, die Zahl der Arbeiter und der Koeffizienten der Arbeitslosigkeit zwischen dem Juni 2008 und dem Juni 2009 entwickelten. Besonders gut haben die Krise Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein und Hamburg überlebt.
Die Stadtstaaten haben offenbar Gewinn davon gemacht, dass ihre industriellen Dienstleistungen nicht so stark vom Export abhängig sind. Es ist offenbar so, dass beide Nordländer die Krise weniger stark gefühlt haben, da die Landwirtschaft dort den größten Teil der Wirtschaftsproduktivität bildet.

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Die Sozialkasse. Die Beiträge zur Sozialversicherung

14. Oktober 2009

Ende September fanden Bundestagswahlen statt und schon hat die neue Regierung Probleme und mit ihr auch die deutschen Arbeitnehmer. Die Wirtschaftskrise hat auch Sozialkassen beeinflusst. In der ersten Hälfte des Jahres haben Sozialkassen um neun Milliarden Euro Minus gemacht. Vor allem ging es die Bundesagentur für Arbeit an. Die Kurzarbeit, die immer steigende Arbeitslosigkeit und die davon gefolgten Einnahmeausfälle trugen dazu bei, dass der Fehlbetrag in die Höhe geschossen ist.
Die gesetzliche Sozialversicherung erwies in erster Hälfte 2009 ein Defizit von 9,2 Milliarden Euro, was 7,1 Milliarden Euro mehr ist als in der ersten Hälfte des Jahres 2008. Diese Zahlen zeugen davon, dass die Weltkrise erst vor Kurzem die Sozialkassen erreicht hat. Diese Daten sind für neue Bundesregierung sehr unerfreulich. Denn ein Minus in den Sozialkassen bedeutet, dass die Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer steigen oder der Staat müsse dann Zuschüsse erhöhen.
Während die Arbeitslosenversicherung ein Defizit erwirtschaftet hat, haben Kranken- und Pflegeversicherungen einen Überschuss. Sie sind im Vergleich zur selben Periode des vorhergehenden Jahres um 19,2 % gewachsen, was vor allem an der verkürzten von den Krisen bedingten Arbeitszeit und der höheren Kosten für die Arbeitslosenunterstützung lag. Gleichzeitig fielen die Einkünfte um 30,6 % herab. Hauptgrund dafür ist die Herabsetzung der Mitgliedsbeiträge zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 % am Anfang des Jahres. Insgesamt wuchsen die Einkünfte der gesetzlichen Sozialversicherung im Laufe von den ersten 6 Monaten des Jahres im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2008 um 1,7 % auf 238,8 Milliarden Euro. Stärker noch wuchsen die Kosten mit + 4,7 % auf 248,0 Milliarden Euro.

Im Vergleich zur Bundesagentur für Arbeit erwiesen die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung einen Finanzüberfluss. Die Rentenversicherung hatte nur ein leichtes Defizit.

Kategorien: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Arbeitsmarkt, Kurzarbeit, Minijob, News

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Leiharbeit und Zeitarbeit im Hafen

31. August 2009

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht die Wirtschaftskrise. An erste Stelle sind die Leiharbeiter und Zeitarbeiter bertroffen. Aber nicht die Arbeiter im Hamburger Hafen, wo es ein besonderes Modell der Vermittlung gibt. Sie haben keine Angst, dass sie ihren Job verlieren können.
Es ist Weihnachtszeit und das ist in diesem Jahr keine gute Zeit. In Deutschland schicken Unternehmen die Leiharbeiter und Zeitarbeiter in diesen Tagen nach Hause. 500 Kölner Motorenhersteller Deutz beispielsweise, 400 bei Ford, genauso in der Domstadt. Allein im badischen Rastatt sind in kürzester Zeit 1000 von ihnen ohne Job.

Die Zeitarbeitsbranche ist wie ein schwankendes Schiff. Wenn die Wirtschaft kräftig brummt, dann sind die Arbeiter ein Teil der festen Belegschaft. Die Krise trifft zunächst die Leiharbeiter und Zeitarbeiter. Sie werden in den Unternehmen nicht mehr benötigt und später von ihren Verleihfirmen entlassen. In Deutschland gibt es über 700.000 Leiharbeiter sie sind die modernen Wanderarbeiter oder Gastarbeiter. Aber es ist nicht überall so. Im Hamburger Hafen haben sich die Unternehmen, die Gewerkschaften und die Politik zusammengeschlossen und eine eigene Vermittlung des Personals gegründet. Der Hamburger Hafen-Arbeitgeber vermittelt solche großen Hafenbetriebe wie HHLA oder Eurogate Containerbrücken- Fahrer, Lademeister, Packer oder Decksleute schnell und flexibel. Von den rund 5000 Arbeitern in Hamburg sind 1100 bei der GHB (Gesamthafenbetriebs Gesellschaft) beschäftigt. An guten Tagen werden die komplett vermittelt. Diese Tage im Dezember kann man fast alle als schlecht bezeichnen, da sind es im Schnitt nur rund 200 Arbeiter, die angefragt werden. Aber die GHB ist eine besondere Zeitarbeitsfirma ihr geht es nicht um Kommerz, sondern um Beschäftigung undArbeit. Sie darf  keinen Gewinn machen. Wer im Hamburger Hafen Arbeiter braucht, darf diese ausschließlich hier ausleihen. Es geht darum, die Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter endlich zu verbessern.
Um dieses Modell finanzieren zu können, zahlen die Hafenbetriebe einen Aufschlag von 66% auf jeden Arbeitslohn an die GHB. In der kommerziellen Zeitarbeit ist ein Plus zwischen zehn und vierzig Prozent normal. Zusätzlich zahlen die Betriebe hier eine Art Umsatzsteuer von 1,5 Prozent, die in einen Garantie-Lohnfonds fließt. Wenn weniger Arbeit da ist, bekommt jeder GHB-Arbeiter ein Gehalt: rund 100 Euro am Tag. Das entspricht 75 Prozent eines Facharbeitergehalts.

In den vergangenen Monaten legte die Gesellschaft der Hafenarbeiter Geld beiseite. Zwei Jahre wird dieser Puffer vermutlich reichen. Übliche Zeitarbeitsfirmen zahlen bei Nichtvermittlung auch ein Gehalt. Aber ist keine Arbeit da, entlassen sie schneller. Bei der GHB ist man stolz darauf, keinem kündigen zu müssen. Bislang konnten lediglich 51 Zeitverträge nicht verlängert werden.

Die Hamburger haben das System nicht erfunden: Ähnliche Modelle gibt es auch in den Häfen der Westküste der USA, Barcelona und Antwerpen. Aber nicht nur in Häfen: Auch in der deutschen Chemieindustrie findet sich dieses Modell zum Teil. Dieses, findet Experte Claudia Weinkopf vom InstitutArbeit und Qualifikation in Essen, habe einen Modellcharakter. Beide Seiten, die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer hätten Vorteile.
Denn die Arbeiter im Hamburger Hafen verdienen viel besser als andere Zeitarbeiter. Sie werden nach dem Tarif der deutschen Seehäfen bezahlt und bekommen damit genauso viel wie die übrigen Hafenarbeiter. Im Durchschnitt sind die Arbeiter mindestens 25 Jahre beschäftigt.
Das sichert Verlässlichkeit bei den Hafenbetrieben: einige Leiharbeiter kommen seit 20 Jahren in denselben Betrieb. Bei der kommerziellen Leiharbeit ist es nicht ungewöhnlich, dass eine arbeit nach wenigen Monaten zu Ende geht. Zwischen 50 und 60 Prozent Arbeitsverhältnisse werden nach drei Monaten beendet.
Aber es gibt ein Gegenmodell. Im Hamburger Hafen haben sich die Wirtschaftsunternehmen, die Gewerkschaften und die Politik zusammengeschlossen und eine eigene Personalvermittlung gegründet. In guten Zeiten legt diese Geld zurück, in schlechten kann sie davon die Leiharbeiter bezahlen und wird keinem kündigen müssen. Das hat Modellcharakter – auch für andere Branchen. Ein Unternehmer hat in Zeiten wegbrechender Aufträge verschiedene Möglichkeiten, die er der Reihe nach nutzen kann. Nicht alles tut zunächst weh, aber schmerzhaft sind alle irgendwann. Die Firmen bauen etwa Arbeitszeitkonten ab. Das sind Stunden, die ein Beschäftigter aufgebaut, und die über die Anzahl hinausgehen, die er dem Unternehmen schuldet. Daneben reduzieren die Betriebe die Arbeitszeit, verordnen Urlaub und beantragen Kurzarbeit.

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