Alle Artikel mit dem Tag Verdienst
Lohnerhöhungen
Für Arbeitnehmer, die in allen wichtigen Branchen tätig sind, wird es Lohnerhöhungen geben.
Mehr ins Portemonnaie werden Beschäftigte, Ruheständler und Stütze-Empfänger bekommen.
Für Beamte wird ein Plus erwartet. Ab Juli 2012 werden Rentner im westlichen Teil Deutschlands mehr Geld kriegen, im Osten wird es das größte Plus seit drei Jahren sein.
Die Sozialhilfe steigt ab Januar dieses Jahres.
Minijobber werden im Monat mehr verdienen (ein Plus seit neun Jahren). Die Verdienstgrenze für Minijobber wird um das 5-Fache steigen.
Der Verdienst der Geringverdiener wird ebenfalls steigen. Der Mindestlohn für Gebäudereiniger für die Stunde wird steigen. Im Jahresverlauf werden Zeitarbeiter mehr Lohn bekommen. Dachdecker werden künftig auch mehr kriegen.
Erstmals seit dem Jahr 2009 wird das Monatsgehalt der Abgeordneten steigen.
Kategorien: Minijob
Normalverdienst in Deutschland
Der Niedriglohnsektor ist für sehr viele Menschen in Deutschland der Einstieg in eine Beschäftigung, die besser bezahlt wird.
Pro Jahr steigen über 24,% aller Geringverdiener in den Status der Normalverdiener auf. Niedrige Löhne sind in Deutschland für Millionen Menschen vor allem Einstiegslöhne.
Der Niedriglohnsektor schützt vor Armut. Nur unter 17% der Menschen in diesem Beschäftigungsbereich befinden sich an der Armutsgrenze. Die Arbeitslosen sind mehr armutsgefährdet als die Geringverdiener, da die Jobs im Niedriglohnsektor häufig zusätzliche Verdienste zum Haushaltseinkommen sind.
In den vergangenen Jahren ist der Niedriglohnsektor größer geworden, aber nicht auf die Kosten der Normalverdiener. Zu den Normalverdienern gehören Beschäftigte mit einem Stundenlohn oberhalb der Niedriglohnschwelle von 9 Euro. Der Sektor der Normalverdiener blieb relativ konstant bei ca. über 44% der Erwerbsbevölkerung. In den letzten Jahren ist dieser Sektor leicht angestiegen.
Dies ist das Ergebnis des Gutachtens “Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe”, welches das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat.
Kategorien: Arbeitnehmer
Beschäftigung in der Werbeagentur
Die Serviceplan Gruppe (Werbeagenturgruppe) hat das Geschäftsjahr 2010/2011 mit einer Umsatzsteigerung abgeschlossen. Das Honorarvolumen liegt bei über 170 Millionen Euro. Wachstumstreiber waren integrierte Kampagnen, die digitale Kommunikation und die Mediaplanung.
Die Serviceplan Gruppe erzielte ein Gross Income (Honorare und Provisionen) um über 30 Millionen Euro mehr als 2009/2010 (über 170 Mio. Euro und über 137 Mio. Euro entsprechend). Die Billings (Volumen der betreuten Werbeetats ohne Mediaeinkaufsvolumen) stiegen von übeer 915 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2009/2010 auf über 1,12 Mrd. Euro. Das Personal wurde im letzten Geschäftsjahr auf über 160 Mitarbeiter aufgestockt: Heute sind in der Agentur über 1.150 Mitarbeiter beschäftigt. Im Jahr zuvor beschäftigte die Agentur über 1.000 Mitarbeiter. Der Pro-Kopf-Umsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr um über 6,4% erhöht und liegt aktuell bei über 145.000 Euro.
Quelle: Serviceplan Gruppe
Kategorien: News
Tarifverdienste in Deutschland
Im Zeitraum April 2010 – April 2011 sind die tariflichen Monatsverdienste der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen in Deutschland um über 1,4 Prozent gestiegen.
In der Privatwirtschaft stiegen die Tarifverdienste im April 2011 gegenüber dem Jahr 2010 überdurchschnittlich (über 2,0%). Diese Steigerung ist vor allem auf die Erhöhungen der Tarife in der Metallindustrie und in der Chemischen Industrie zurückzuführen, die im April laufenden Jahres wirksam geworden sind. Die überdurchschnittlichen Tariferhöhungen in den Wirtschaftszweigen “Gastgewerbe” und “Sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen” gehen auf bereits länger zurückliegende Erhöhungen der Tarife zurück.
Der durchschnittliche Anstieg der Tarifverdienste in den Bereichen Öffentliche Verwaltung, Erziehung, Unterricht und Gesundheitswesen lag bei über 0,5 Prozent.
Kategorien: News
Reale Lohnerhöhung in Deutschland
Die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer (Reallöhne) stiegen in Deutschland im Jahr 2010 zum Vorjahresvergleich um durchschnittlich 1,4 Prozent. Im Jahr 2009 waren sie um 0,4 Prozent gesunken, im Jahr 2008 um 0,4 Prozent gestiegen. Die Nominallöhne stiegen im Jahr 2010 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 1,1 Prozent.
Der Auf- und Abbau der Kurzarbeit hat die Veränderungsraten der Nominallöhne in den Jahren 2009 und 2010 beeinflusst. Kurzarbeit verringert die Anzahl der bezahlten Arbeitsstunden und reduziert somit die monatlichen Bruttoverdienste der Arbeitnehmer. Das staatliche Transferkurzarbeitergeld wird bei der Darstellung der Bruttoverdienste nicht erfasst. Während der wirtschaftlichen Krise nahm die Anzahl der Kurzarbeiter zu. Die Verdienstzuwächse verringerten sich. Im zweiten Vierteljahr 2009 waren die Verdienste um 1,0 Prozent kleiner als im Vorjahresquartal. Der schrittweise Abbau der Kurzarbeit führte in den folgenden Quartalen wieder zu einem Anstieg der bezahlten Arbeitszeit. Die monatlichen Bruttoverdienste hatten einen deutlichen Anstieg. Die letzten drei Quartale 2010 erreichten Verdienstzuwächse zwischen 2,5% und 3,4%.
Die nominale Entwicklung der monatlichen Bruttoverdienste im Jahr 2010 fiel nach Wirtschaftsbranchen unterschiedlich aus: Im Erziehungs- und Unterrichtsbereich (plus 0,7%), Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (plus 0,8%), Energieversorgung (plus 1,0%) waren die Zuwächse bei den Verdiensten am geringsten und konnten die Steigerung der Verbraucherpreise nicht ausgleichen. In allen anderen Branchen wuchsen die Verdienste stärker als die Preise. Im Verarbeitenden Gewerbe erhöhten sie sich um 4,4%. Wegen des Rückgangs der Kurzarbeit stieg die bezahlte Wochenarbeitszeit im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr von 36,7 auf 37,7 Stunden (plus 2,7%). In Banken und Versicherungen bekamen die Beschäftigten um 4,2% mehr Gehalt. Ein Arbeitnehmer mit Vollzeitbeschäftigung verdiente im Jahr 2010 durchschnittlich 42.535 Euro brutto. Den höchsten jährlichen Bruttoverdienst hatten die Beschäftigten in Banken und Versicherungen (60.963 Euro) und in der Energieversorgung (59.516 Euro). Den kleinsten Bruttojahresverdienst erzielten Beschäftigte im Gastgewerbe (24.012 Euro).
Kategorien: Kurzarbeit
Aktuelle Jobs und Dienstleistungen in der Haushaltshilfe
Heute besetzen die IT- und die EDV-Dienstleistungen die ersten Plätze in den Jobangeboten Deutschlands. Jahr für Jahr entstehen 250 000 neue Single-Haushalte. Auch in gut funktionierenden Beziehungen übernehmen Frauen seltener ihre klassische Hausfrauenrolle. Über 13 Millionen arbeiten außer Haus. Die Dienstleister privater Haushalte reagieren darauf mit Beratungsgesprächen nach Feierabend oder am Wochenende sowie genauen Terminabsprachen.
Das Hotel- und Gaststättengewerbe nimmt zu einem Beschäftigtenplus zu. Dort arbeiten heute um 62 Prozent mehr Menschen als vor 15 Jahren. Weitere beliebte und gefragte Jobs sind in dem Gesundheitsbereich. Rund 800 000 zusätzliche Ärzte, Krankenschwestern und sonstige Medizinarbeiter fanden hier in den letzten 20 Jahren eine Stelle. Das Heer der in der Medizin Beschäftigten summiert sich somit auf 3,6 Millionen.
Dazu wächst der Pflegebedarf. Seit einer Woche stellen Pflegeversicherungen Beiträge an jeden aus, der fremder Hilfe bedarf. 310 000 zusätzliche Kräfte benötigen die Pflegedienste. Nach Angaben des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung und den Ergebnissen einer neuen Arbeitsmarktstudie wurde festgestellt, dass es großen Mangel an persönlichen Dienstleistungen gibt.
IMMOBILIENMAKLER München, Köln, Hamburg, sogenannter HELFER FÜR BEIDE SEITEN, sind auch gebraucht als Marktkenner. Da die meisten Menschen nur wenige Male im Leben ihre Häuser oder Wohnungen wechseln, suchen sie anstrengend nach Profi-Rat. Die zunehmende Förderung der Mobilität verschafft Maklern ein großes Betätigungsfeld und erfolgreiche Karriere.
FACHVERKÄUFER /FACHVERKÄUFERIN- neben der Beratung haben die Fachkräfte ein Auge auf die Warenregale, bestellen fehlende Waren oder informieren sich über Neuheiten. Gute Verkäufer haben immer Erfolg und Geld.
KRANKENPFLEGE. Neben der Patientenpflege sind Assistenten der Klinikärzte und erledigen Verwaltungsarbeiten. Eine qualitative Krankenpflege ist auch wichtig zu haben.
HEIMSERVICE. Rund um die 37. Millionen Privathaushalte in Deutschland entstehen immer mehr neue Jobs. Die zunehmende Zahl von Senioren- und Single-Haushalten, sowie der wachsende Anteil erwerbstätiger Frauen steigert die Nachfrage nach Dienstleistern, die den Service zu Hause anbieten. Auch Bauherren profitieren von den neuen Angeboten für Privatpersonen. Ihnen bieten Handwerker Komplettpakete bei Neubau oder Renovierung an.
HAUSHALTSHELFER- putzt keine Fenster und ist keine Reinigungskraft. Es geht um die Aufsicht der Hausarbeiten und den Tierarztbesuch, ebenso auch die Organisation einer Dinnerparty und das Holen eines diversen Handwerkers für Renovierungsarbeiten. Dieser Job hat solche Vorteile, wie Abwechslung, Verantwortung und freie Gestaltungsmöglichkeiten. Professionelle Haushalthilfe war und ist immer brauchbar.
ALTENBETREUER / Altenpfleger sind HELFENDE HAND FÜR SENIOREN. Altenbetreuer helfen ihren Kunden in allen Lebenslagen. Sie kommen in die Wohnung der Senioren und begleiten diese auch einmal beim täglichen Spaziergang. Ein Job für diejenigen, die soziale Arbeit vorziehen. Die Pflegeversicherung unterstützt jetzt jeden, der fremder Hilfe bedarf. Der Markt boomt.
TEAMWORKER- Keinen Ärger erleben die Menschen mit Handwerkern und Bauteams beim Hausbau oder Renovierung. Der Kunde hat nur einen Ansprechpartner, der die einzelnen selbstständigen Handwerker beim Bau organisiert – von Maler bis zum Zimmermann.
SERVICEMANN- Waschmaschinen, defekte Herdplatten oder kaputte Rasenmäher reparieren Servicekräfte direkt vor Ort. Nur bei größeren Schäden nehmen sie das Gerät mit und ziehen einen Spezialisten heran. Die handwerklichen Arbeiter stehen auf Abruf bereit – sogar am Wochenende, wenn man sie braucht. Die Geräte in privaten Haushalten werden immer mehr. Mit modernster Technik sind Heimwerker überfordert.
SYSTEMGASTRONOM- schnelle Bedienung und moderate Preise zeichnen die Restaurants von Systemgastronomen aus. Die Manager vor Ort kümmern sich um Organisation, Einkauf und besonders intensiv um ihr Personal. Viel Arbeit, aber auch kein schlechter Verdienst!
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Information für Freiberufler. Freiberufliche Tätigkeit
Freiberufler sind oft Einzelkämpfer und wissen nicht, wie hoch ihr Gehalt im nächsten Monat ist. Trotzdem sind Freiberufler glückliche Menschen. Denn ihnen sitzt kein nerviger Chef im Nacken. Und die Zahl von Freiberuflern steigt immer.
Nach einer repräsentativen Umfrage der Gesellschaft für Informatik ordnen sich 45% ihrer freiberuflichen Mitarbeiter der höchsten Zufriedenheitsklasse zu. Bei den Angestellten sind es nur 32 Prozent. Und das ist immer so: Fragt man die 954.000 Freiberufler in Deutschland, wie geht es ihnen, hört man weit mehr zufriedene Stimmen als Klagen. Denn obwohl Freiberuflichkeit häufig genug erhöhten beruflichen Druck und verdoppelt die Arbeit, Verzicht auf Freizeit und oft auch Zukunftssorgen bedeutet, bereut die Mehrzahl ihre Entscheidung nicht. Danach war die Zufriedenheit der knapp 1.200 befragten Gründer – rund die Hälfte von ihnen Freiberufler – sehr groß.
Zufriedenheit der Freiberufler hat gar nichts mit Gehalt zu tun. Die Gehälter schwanken stark, je nach Branche und Auftrag. Ein freiberuflicher IT-Spezialist kann in einem Jahr unter Umständen deutlich mehr verdienen als sein angestellter Kollege, im nächsten dafür deutlich darunter bleiben. Wichtiger sind andere Vorteile: Unabhängigkeit in der Arbeit, auch von nervigen Chefs und Verwirklichung der eigenen Ideen. Vor allem aber Freiheit in der Frage, wann man arbeitet und auch wie lange. Von dieser Freiheit profitiert momentan auch Julia Perner, obwohl ihr Job nicht gerade ihre Traumjob ist. Die freie Fachjournalistin für Steuerrecht hat zwei Kinder zwischen ein und drei Jahren, einen Mann, der als Berater nicht selten über 50 Stunden die Woche arbeitet, und pro Monat mindestens zwei Deadlines für größere Magazinbeiträge. Wenn sie in Ruhe schreiben muss, braucht sie einen Babysitter, der die Kinder spazieren trägt. Wenn die Kinder krank sind und ein Abgabetermin naht, bedeutet das durchgearbeitete Nächte und wenig Zeit für die Familie.
Trotzdem glaubt Julia Perner an ihr Lebensmodell: “Ich bin wahnsinnig glücklich mit meinem Beruf als freie Journalistin. Ich will keinen anderen.” Von ihrer Arbeit leben könnte sie ohne die Hilfe ihres Mannes nicht. Aber sie bleibt in Übung, qualifiziert sich weiter, hält Kontakte aufrecht. “Das schaffe ich nur als Freiberuflerin“, ist sie überzeugt. So viel Euphorie kann nicht jeder Neu-Freiberufler aufbringen. Arno Metzler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands der freien Berufe (BFB) glaubt, dass das Freiberuflertum sogar “eine Form von Arbeit mit großer Zukunft” ist, denn Freiberufler bieten Qualifikationen, für die es Nachfrage auf dem Dienstleistungsmarkt gibt”.
In wirtschaftlichen Beratung, Bildung Gesundheitsdienstleistung, Medien, Kommunikation und besonders Technik und Naturwissenschaft profitieren Freiberufler merklich von der aktuellen Konjunktur. Und die Wirtschaft profitiert genauso von ihnen, betont Willi Oberlander vom Institut für Freie Berufe in Nürnberg: “Vorteile von freiberuflichen Selbstständigen sind ihr hohes Maß an Arbeitsdisziplinund Verantwortungsbewusstsein, eine hohe persönliche Stabilität und Neigung zur Mitarbeiterführung.”
“Sachverstand gesucht” – so lautet das Motto des aktuellen Arbeitsmarktes. Deshalb haben vor allem Anbieter mit Spezialkenntnissen als Freiberufler die besten Chancen.
Aber Freiberufler sollen erfolgreiche (Selbst-)Marketingstrategen, Buchhalter, Kundenbetreuer und sogar ihre eigenen Steuerberater sein. Der Selbstständige als Über-Arbeiter? Das bedeutet aber nicht, dass Freiberufler alles selber schaffen müssen. Wer das versucht, läuft nicht nur Gefahr sich zu verzetteln. Er ist auch schnell mit Kraft und Nerven am Ende.
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Mitarbeiter gesucht: Ingenieure, Techniker, Informatiker
Führende Firmen stellen aktiv Mitarbeiter ein. Es sind etwa 30.000 Arbeitsstellen für Arbeitnehmer zu vergeben.
Die Top-Firmen lassen alle Arbeitsuchenden willkommen heißen. Doppelt so viel Arbeitschancen, bestehen bei einer passenden Fachrichtung.
Die Arbeitslosigkeit der Akademiker geht seit 2004 zurück- momentan beträgt sie unter 4%.
Auf dem Arbeitsmarkt sind Elektroingenieure und Maschinenbauingenieure, IT-Fachleute, Berater im kaufmännischen Bereich. Im Jahr 2006 kündigten die Firmen über 20.000 neue Einstellungen an.
Bei einigen Unternehmen steigt der Bedarf an Spezialisten. Der Autokonzern Daimler Chrysler sucht zum Beispiel um 350 mehr Fachkräfte im Vergleich zum letzten Jahr. Die anderen Automobilhersteller halten ihr Niveau auf der Höhe.
Claus Niegsch, Volkswirt bei der DZ Bank, prognosiert: “Wir sehen keine Rezessionsgefahren”. Das Wachstum soll solide sein. Jedenfalls wird er für einen „anhaltenden Beschäftigungszuwachs“ reichen, sagt Norbert Braems, Chefvolkswirt bei Sal. Oppenheim. Für die Fachkräfte und Führungskräfte gibt es keine Gründe zur Besorgnis. “Die Verlagerung von Produktion ins Ausland trifft vor allem den Niedriglohnsektor.”
Nach wie vor gibt es eine Nachfrage nach Spezialisten aus den Branchen Wirtschaft, Informatik, Jura, Ingenieurwissenschaften, Mathematiker und Chemiker.
Zwischen 50 und 100 Mitarbeiter suchen folgenden Firmen: Stihl, Motorsägenhersteller, die Deutsche Ärzte Finanz, Esprit Consulting, NRG, Spezialist für Bürokommunikation, die Sportbekleidungsfirma Puma, der Autokonzern BMW und andere.
Das Wachstum in der Maschinenbaubranche ist auf Platz zwei. Ihr Jahresumsatz beträgt 151 Mrd. Euro. Die Zahlen der Beschäftigten steigen. Im Jahr 2006 erschienen 10.000 neue Arbeitsstellen im Maschinenbau und Anlagenbau. Jeder Sechste Arbeitsuchender ist Ingenieur. In dieser Branche sind rund 900.000 Spezialisten beschäftigt. In diesem Jahr fehlten um 30% mehr Fachleute als im Letzten.
Der Umsatz der Branche Elektroindustrie stieg um 5%.
Die 14.000 Unternehmen, in denen 68.500 Berater tätig sind, haben einen Umsatz von 13,2 Mrd. Euro. Die Unternehmensberatungen machen hervorragende Geschäfte: “Nach einer Delle steigt die Nachfrage seit anderthalb Jahren wieder und hat das Niveau der Boomphase erreicht”, teilt Lutz Rachner von Kienbaum mit.
Die Mitarbeiter im Versicherungsbereich brachten einen Gewinn von 161,4 Mrd. Euro aus den Beitragseinnahmen. Die 693.050 Angestellten der Bank haben insgesamt eine Bilanzsumme von 6,9 Billionen Euro. Deutsche Bank und Allianz suchen nach Nachwuchskräften. Besonders gefragt sind Spezialisten für Unternehmensfinanzierung, Wertpapierhandel, und Übernahmeberatung. “Der deutsche Bankenmarkt ist attraktiv für ausländische Institute und deshalb umkämpft”, kommentiert Wolfgang Gerke, wissenschaftlicher Leiter der HfB Business School in Frankfurt. “Vom entstehenden Wettbewerb profitieren die Kunden.” In der Finanzbranche hat der Arbeitsuchende bessere Karrierechancen, wenn er Englischkenntnisse, ausländische Erfahrung besitzt, kommunikativ und mobil ist. “Für mittlere Angestellte allerdings sinken die Beschäftigungschancen mittelfristig”, sagt Gerke. Der Einstiegsgehalt von Universitätsabsolventen in Banken beträgt zwischen 34.000 und 44.000 Euro, die Absolventen der Fachhochschulen 32.000 bis 40.000. Der Verdienst steigt schnell zu Karrierebeginn. Die Privatinstitute zahlen am besten, die Genossenschaftsbanken am schlechtesten. Im Jahr 2005 stiegen die Gehälter in Banken um 2,8% in Versicherungsfirmen um 3,3%.
Der Autohersteller Volkswagen präsentierte gute Zahlen im Vierteljahr. Der Jahresumsatz stieg um 3,8% auf 236,4 Mrd. Euro. Das Unternehmen beschäftigt etwa 766.000 Arbeiter.
Der Hightech-Verband Bitkom rechnet mit 10.000 neuen Jobstellen in den Branchen Informationstechnologie und Telekommunikation. Bei Bitkom arbeiten 749.000 Menschen. Die Absolventen brauchen außer der technischen Qualifikation, auch kaufmännische Kenntnisse. Unter den Fachrichtungen besitzen Informatiker die größten Einstiegschancen. Die Unternehmen investieren stark und brauchen qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Deutschland ist der größte Einzelmarkt der Branchen IT und TK in Europa.
Der Umsatz des deutschen Einzelhandels mit dem jährlichen Marktvolumen von 382 Mio. betrug 2006 ca. 0,75%. Der Einzelhandel beschäftigt 2,7 Mio. Arbeiter.
In der erneuerbaren Energie werden bis zum Jahr 2020 ungefähr 330.000 Jobs entstehen. Besonders gebraucht sind Projektentwickler und Ingenieure. Der Umsatz dieser Branche müsste von den heutigen 16 Mrd. auf 120 Mrd. Euro steigen. Der Handel, Marketing und Vertrieb werden durch die Liberalisierung wichtiger. Die Einstiegsgehälter in der Energiewirtschaft von Universitätsabsolventen liegen bei 46.500 Euro, die Absolventen der Fachhochschulen verdienen 41.000 Euro. Der Energiekonzern E.ON kauft das spanische Energieerzeugungs- und Energieversorgungsunternehmen Endesa. Der Kauf wird gute internationale Karrierechancen bringen und bestehende Jobs sichern.
Post und Bahn bilden ihre Position in den wachsenden Märkten Asiens und Osteuropas, Flughäfen, See- und Binnenhäfen zeigen heftig steigende Frachtzahlen, mittlere Speditionen bekommen eine Menge Aufträge. Die 2,7 Mio. Mitarbeiter erwirtschafteten einen Umsatz von 170 Mrd. Euro. “Die Logistik ist die Einzige unter Deutschlands Spitzenbranchen, die seit Jahren konstant wächst”, sagt Claudia Sterthoff von der Hochschule für Logistik in Hamm. Das verheimlicht große Jobchancen: “Die meisten Stellenausschreibungen sind an BWL-Studenten adressiert, weil es an akademisch ausgebildeten Logistikern fehlt.” Thomas Wimmer, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Logistik, ist sich sicher, dass der positive Trend in der Wirtschaftsbranche auch 2007 anhält, “deshalb sind die Aussichten für Absolventen zurzeit sehr gut”. IT-Spezialisten können vom Briefmarkt profitieren. Dabei müssen sie gute Lösungen zur Dokumentenlogistik (auch Kontraktlogistik) anbieten können. Immer mehr Unternehmen arbeiten mit Dokumentation, Versand und Archiv und übergeben diese Funktionen an Dienstleister.
Bei der internationalen Rechtsanwaltssozietät Shearman und der Anwaltskanzlei Skadden betragen die Einstiegsgehälter 100.000 Euro. Jährlich träumen 10.000 Jura-Absolventen, dort eingestellt zu werden. Der Traum wird aber nicht bei jedem wahr: “Gute Berufsaussichten haben nur diejenigen mit Prädikatsexamina oder außergewöhnlichen Ideen”, sagt Hartmut Kilger, Präsident des Deutschen Anwaltvereins. In Deutschland gibt es 136.000 Rechtsanwälte.
Die Einstiegsgehälter in der Chemiebranche liegen bei 60.000 Euro. Seit 2000 ist der Umsatz um 17,8 Mrd. gestiegen (152,8 Mrd. Euro).
Die Markenartikelhersteller in den Bereichen Körperpflege, Haushalt und Nahrung geben sich über die erfreuliche Konsumlage. Der Auftragsplus stieg um 1,6%. Im nächsten Jahr soll die Produktion um 1,5% zulegen.
Der Servicebereich bleibt weiterhin bei den Marketingabsolventen beliebt. Zu den attraktiven Unternehmen gehören hier Unilever, Procter & Gamble oder Beiersdorf.
Gute Jobaussichten haben Betriebswirte, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Lehrer.
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