Alle Artikel mit dem Tag Stundenlohn

Normalverdienst in Deutschland

27. September 2011

Der Niedriglohnsektor ist für sehr viele Menschen in Deutschland der Einstieg in eine Beschäftigung, die besser bezahlt wird.
Pro Jahr steigen über 24,% aller Geringverdiener in den Status der Normalverdiener auf. Niedrige Löhne sind in Deutschland für Millionen Menschen vor allem Einstiegslöhne.
Der Niedriglohnsektor schützt vor Armut. Nur unter 17% der Menschen in diesem Beschäftigungsbereich befinden sich an der Armutsgrenze. Die Arbeitslosen sind mehr armutsgefährdet als die Geringverdiener, da die Jobs im Niedriglohnsektor häufig zusätzliche Verdienste zum Haushaltseinkommen sind.
In den vergangenen Jahren ist der Niedriglohnsektor größer geworden, aber nicht auf die Kosten der Normalverdiener. Zu den Normalverdienern gehören Beschäftigte mit einem Stundenlohn oberhalb der Niedriglohnschwelle von 9 Euro. Der Sektor der Normalverdiener blieb relativ konstant bei ca. über 44% der Erwerbsbevölkerung. In den letzten Jahren ist dieser Sektor leicht angestiegen.
Dies ist das Ergebnis des Gutachtens “Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe”, welches das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat.

Kategorien: Arbeitnehmer

Schlagwörter:

Stellenangebote und Nebenjobs für Migranten

27. Mai 2010

In den 1980er Jahren begann die Arbeitsmigration.
Die wichtigsten Herkunftsländer waren Rumänien, Moldawien, die Ukraine und Albanien, zum anderen Marokko und Tunesien sowie einige Staaten Westafrikas und Lateinamerikas. Der Grund dieser Zuwanderung war der Fall des Eisernen Vorhangs und die vereinfachten Einreisemöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger aus Mittel- und Osteuropa. Zum anderen spielten die Entstehung irregulärer Arbeitsmärkte in Westeuropa sowie der ökonomische Aufschwung in Südeuropa eine wichtige Rolle. Eine Beschäftigung finden irreguläre Migrantinnen und Migranten in erster Linie in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, als Haushaltshilfe und Pflegekraft sowie im Gastgewerbe.

Zu diesen Bereichen mit Stundenlohnzahlung steht die einheimische Arbeitskraft in vielen Regionen nicht mehr zur Verfügung, es mangelt generell an solchen örtlichen Arbeitern. Mehrere Länder Europas, insbesondere Belgien, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien reagierten auf diesen Zustrom von
Arbeitskräften mit groß angelegten Regularisierungsprogrammen. Insgesamt erhielten zwischen 1995 und 2006 im Rahmen dieser Programme mehr als 3,2 Millionen Migranten eine Arbeits- und
Aufenthaltserlaubnis. Länder wie Großbritannien, Irland und Schweden öffneten für diese EU-Bürger zugleich ihren Arbeitsmarkt, während die Neuzuwanderer aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten in Deutschland, Frankreich oder Österreich zwar nun ein Aufenthaltsrecht, aber noch keinen Zugang zum legalen Arbeitsmarkt besitzen.

Durch die Globalisierung und Modernisierung von der Ökonomie und den Bildungssystemen stieg in dem letzten Jahrzehnt auch die Zahl von Managern, Spezialisten, Forschern und Studierenden. Besonderes wächst die Zahl ausländischer Studierender an europäischen Hochschulen. Zugleich erhöhte sich die Zahl der europäischen Firmen, die in mehr als einem Land tätig sind; und damit auch die Zahl jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innerhalb derselben Firma, aber in unterschiedlichen Ländern tätig sind.

Kategorien: Altenpflege, Arbeitsmarkt, Aushilfen, Babysitter, Baubranche, Gehalt in Osteuropa, Haushaltshilfe, Hilfspersonal, Jobs, Uncategorized

Schlagwörter:

Lohnzuschuss für Leiharbeiter

16. Mai 2010

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert für die Leiharbeiter einen Lohnzuschuss.

Der Vorsitzende plädiert dafür, dass die Lohnarbeiter besser als zuvor entlohnt werden müssen. Er hat deshalb veranlasst, dass die Leiharbeiter einen Einkommenszuschuss erhalten. “Ich halte einen Flexibilitäts-Zuschlag, wie es ihn in Frankreich gibt, für denkbar. Dort erhalten Leiharbeiter einen Lohnzuschlag von zehn Prozent als Ausgleich für die unsichere Beschäftigung”, teilte er der Zeitung „Rheinische Post“ mit.

Die Regeln, die momentan in den Gewerkschaften bestehen, haben zu einem nicht ausreichenden Lohn geführt. Sobald sich der Leiharbeiter in seine Tätigkeit eingearbeitet hat, müsste er auf den entsprechenden Arbeitslohn dafür rechnen. Gabriel möchte, dass die Deregulation in den Bereichen der Leih- und Zeitarbeit abgeschafft wird. In diesem Zusammenhang kündigte er einen Plan zur Reformdurchführung der Hartz-4-Gesetze für den März an.

Der SPD-Vorsitzende strebt zu einer “sozialdemokratischen Wirtschaftspolitik”, die die Ziele “Aufstieg und Teilhabe” verfolgen wird.
Der BZA (Bundesverband Zeitarbeit) und der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) haben sich darauf geeinigt, den Tariflohn der Leiharbeitnehmer ab Mai in zwei Schritte um 5% zu erhöhen. Außerdem werden die Leiharbeiter eine einmalige Zahlung in einer Höhe von 80 Euro erhalten.

Demgemäß wächst der Stundenlohn der leihenden Arbeiter in der Unterstufe um 0,18 Cent (von 7,38 auf 7,56 Euro) und steigt weiter im Mai 2011 auf 7,75 Euro. Ein Drittel der Leiharbeiter (200.000) wird einen Vorteil daraus ziehen im Falle, wenn sie in den Firmen eingestellt sind, die diesen Tarifvertrag beachten.

Kategorien: Arbeitnehmer, Gehalt in Osteuropa, Ingenieure, Jobs, Saisonarbeit, Stellenangebot, Zeitarbeit

Schlagwörter:

Service und soziale Sicherheit bei Zeitarbeit

05. Mai 2010

Abschluss des Arbeitsvertrags

Die Zeitarbeitnehmer schließen den Arbeitsvertrag nur bei der Agentur für Zeitarbeit ab. „Dabei gelten die ganz normalen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, an denen sich jedes Arbeitsverhältnis in Deutschland messen lassen muss“, sagt Randhir Dindoyal, Rechtsanwalt aus München. „Der Unterschied zu einer konventionellen Festanstellung besteht vor allem darin, dass der Arbeitnehmer nicht bei seinem Arbeitgeber, sondern in anderen Betrieben arbeitet, an die ihn sein Chef für einen bestimmten Zeitraum verleiht.“

Eigentlich haben die Zeitarbeiter zwei Vorgesetzte. Einerseits ist die Agentur für Arbeit, bei der der Arbeiter fest angestellt wird und von der er das Gehalt ausgezahlt bekommt.

„Zeitarbeitnehmer müssen während ihres Einsatzes wie jeder fest angestellte Kollege auch Weisungen ihrer jeweiligen Vorgesetzten befolgen“, sagte Henning Timm, Arbeitsrechtler der Sozietät Baker& McKenzie in Düsseldorf.

Qualifikation in der Kurzarbeit

Das Qualifikationsniveau in den Bereichen kann von Anfänger bis Fortgeschrittener sein.

„In der Zeitarbeit spiegelt sich die Bandbreite des gesamten Arbeitsmarkts wider“, erklärt Rechtanwalt Dindoyal. „Mitarbeiter von Zeitarbeitsunternehmen werden heute in fast allen Unternehmensbereichen eingesetzt. Selbst Manager und Führungskräfte lassen sich mittlerweile über Zeitarbeitsunternehmen vermitteln und nutzen die Chance, Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen zu sammeln.“

Soziale Sicherheit

Die zeitweilig beschäftigten Arbeiter haben die gleichen Sozial- und Arbeitsrechte wie alle anderen Arbeitnehmer. Dies sind, zum Beispiel Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlung, Kündigungsfristen u.a.

Lohnhöhe

„Über 90 Prozent der Zeitarbeitnehmer werden heute nach Tarif bezahlt“, erläutert Thomas Läpple, Sprecher des Bundesverbands Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA).
„Dabei wird jeder Zeitarbeitnehmer – je nachdem, für welche Arbeiten er eingesetzt werden soll – in eine von den neun Entgeltgruppen eingeordnet.“ Die Stundenlöhne reichen von gut sieben Euro bis knapp 17 Euro.“

Zeitarbeiter, die einfache oder gleiche Tätigkeit ausüben, kommen in die Entlohnungsgruppe 1. Zeitarbeitnehmer mit einer Berufsausbildung und dreijähriger Berufserfahrung landen in der Entlohnungsgruppe 5. Eine von einem ausgebildeten und hoch qualifizierten Spezialisten ausgeübte Tätigkeit wird am höchsten bezahlt.

Diejenigen, die über 9 Monate im gleichen Unternehmen tätig sind, können auf einen Zuschlag rechnen. „Außerdem erhalten Zeitarbeitnehmer, die mindestens sechs Monate lang ununterbrochen bei ihrem Zeitarbeitsunternehmen angestellt waren, auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld“, sagt Experte Läpple.

Kategorien: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Arbeitsmarkt, Gehalt in Osteuropa, Jobs, Zeitarbeit

Schlagwörter:

Stundenlohn der Babysitter. Nebenjob für Studenten

03. Februar 2010

In der Welt ist kaum etwas umsonst. Auch die Betreuung von Kindern hat seinen Preis. Babysitting ist vor allem ein guter Nebenverdienst für Jugendliche und Studenten.
Grundsätzlich ist die Bezahlung von Babysittern eine Verhandlungssache und wird individuell ausgehandelt. Dabei spielen bei der Frage nach der Höhe des Stundenlohnes regionale Unterschiede sowie die finanzielle Situation der Eltern eine Rolle. Auch das Alter des Babysitters sowie die zu erledigenden Aufgaben und der Anspruch in der Betreuung sind wichtig. Tageszeit und Ausbildungsstand des Babysitters lassen den Stundenlohn nochmals variieren.
Einige jüngere Babysitter arbeiten schon für drei bis vier Euro die Stunde. Für die Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren ist ein Stundenlohn von fünf bis acht Euro die Stunde üblich. In Ballungsgebieten wie Hamburg oder München werden vereinzelt sogar 10-15 Euro pro Stunde verlangt und abhängig von der Qualifizierung des Babysitters auch gezahlt. Die Bezahlung selber erfolgt direkt im Anschluss an die Betreuung bar auf die Hand.
Wird das Kind von einer Tagesmutter betreut und findet es regelmäßig über einen längeren Zeitraum statt, ist Bezahlung pro Stunde geringer. Üblich sind hierbei Stundensätze von 3,50 – 4,50 Euro oder Tagessätze von 20,- Euro.
Nicht verhandelbar ist die Frage nach der Sicherheit und der Versicherung. Unfälle bei der Betreuung oder auf dem Weg zum Job können nie ausgeschlossen werden, denn man hat es mit Kindern zu tun. Deshalb sollen Eltern des Kindes entsprechend dafür sorgen, dass der Babysitter gesetzlich unfallversichert ist. Diesen Schutz übernimmt die Haftpflichtversicherung. Babysitter gelten hierbei ebenso wie Au-pair-Mädchen und Jungen als „Haushaltshilfen“, welche gegen Bezahlung Kinder betreuen. Innerhalb einer Woche müssen sie beim zuständigen Unfallversicherungsträger gegen einen geringen Jahresbeitrag gemeldet sein. Für die Versicherung des Arbeitsweges gibt es den „Haushaltsscheck“. Es ist ein Formular, das es bei der Minijob-Zentrale gibt.
Auch der Babysitter selbst soll eine erweiterte Haftpflichtversicherung abschließen. Denn normale Haftpflichtversicherung greift in diesem Fall nicht, da es sich beim Babysitting um „Betreuung im Auftrag“ und „gegen Entgelt“ handelt.

Kategorien: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Aushilfen, Babysitter, Haushaltshilfe, Jobs, Kurzarbeit, Minijob, News

Schlagwörter:

Festangestellte und Leiharbeiter in Deutschland

07. September 2009

Leiharbeit ist für viele Arbeitslose eine Möglichkeit wieder in die Arbeit zu finden. Jedoch sind die Gewerkschaften mit solcher 2-Klassen–Mentalität nicht einverstanden, vor allem was den Lohn betrifft. Aber es gibt nicht nur negative Beispiele.
So ist die Auftragslage im Mercedes-Werk in Wörth ausgezeichnet und das Unternehmen kann sich erlauben, neben 11 000 fest angestellten Arbeitern 900 Leiharbeiter einzustellen. Diesen Leiharbeitern geht es gut, denn sie bekommen den gleichen Stundenlohn wie ein fest angestellter Arbeiter.
Leiharbeit hat aber nicht ohne Grund einen schlechten Ruf. In Deutschland gibt es schon 750 000 Zeitarbeiter und die Zahl steigt. Nachdem im Jahr 2004 die Leiharbeit im Zuge der Hartz-Gesetze dereguliert wurde, ist die Zahl der Leiharbeiter zwei Mal größer geworden. Nach Schätzung des Chefs des Deutschen Gewerkschaftsbundes Michael Sommer arbeiten im Lohn-Dumping-Bereich etwa 20% der Beschäftigten und manche von ihnen bekommen einen Lohn unter fünf Euro. Außerdem behandeln manche Unternehmen dieLeiharbeiter als Arbeiter zweiter Klasse. So wurden Schutzausrüstungen oder Essenmarken oft nicht gestellt, Kündigungsfristen nicht eingehalten und Schichtzuschläge häufig nicht ausgezahlt. Einige Unternehmen setzen, um zu Kosten zu sparen, Leiharbeiter als Fachkräfte ein, registrieren sie aber als Helfer.
Eine schlechte Erfahrung mit Zeitarbeit hat der 47-jährige gelernte Drucker Werner H. gemacht. Er empfindet Leiharbeit als „moderne Sklaverei“. Werner wurde von seiner Zeitarbeitsfirma an ein Unternehmen vermittelt, wo er Lampen verpacken musste, für 7 Euro pro Stunde, während Festangestellte das Doppelte bekamen. Nachdem drei Monate später ein Bandscheibenvorfall geschah, warf die Zeitarbeitsfirma Werner H. raus und jetzt ist er arbeitslos.
Helfried D. hatte mehr Glück, er hat einen neuen Job bei Mercedes in Wörth als Monteur gefunden. Er hat sich zuerst als Festangestellter beworben, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. Er wurde für Schichtarbeit als ungeeignet anerkannt. Aber dank dem gemeinnützigen Personaldienstleiter Gabis GmbH, der ihn an Mercedes vermittelte, kann Helfried im Mercedes Werk im Schichtdienst arbeiten. Mit einem Stundenlohn von 16 Euro bekommt er genauso viel wie andere Mitarbeiter. Dass Helfried kein Weihnachtsgeld und keine Altersvorsorge bekommt, stört ihn nicht besonders. „Hauptsache ich habe Arbeit“, sagt er. Auch das Arbeitsklima zwischen Festangestellten und Leiharbeitern im Vergleich mit anderen Betrieben ist sehr gut.
Nach Ansicht des Mercedes-Werkleiters Martin Daum ist Einsatz von Leiharbeiter sehr wichtig. Mit ihrer Hilfe kann das Unternehmen flexibel auf Schwankungen der Auftragslage reagieren und gleichzeitig die Stammbelegschaft sichern. Denn bei Mercedes besteht für die Zeitarbeiter die Möglichkeit, fest angestellt zu werden. Immerhin wurden seit 2003 von 2800 Leiharbeitern 1700 fest angestellt.

Kategorien: Hilfspersonal, Jobs, Teilzeit, Uncategorized, Unternehmen in Deutschland, Vollzeit, Zeitarbeit

Schlagwörter:

Entwicklung der Zeitarbeit und Zeitarbeitsfirmen

06. Dezember 2008

In der Krisenzeit entwickelt sich die Zeitarbeit zur Jobmaschine für Fach- und Führungskräfte.

Die Wachstumsdynamik der Zeitarbeitsbranche steigt: Bis zum Jahr 2010 soll die Leiharbeiterzahl um 400.000 auf 1 Mio. anwachsen. Das Potenzial kommt vom Arbeitsmarkt: 40% der Unternehmen planen Neueinstellungen, wobei die Unternehmen mehr auf befristete Jobs und Zeitarbeitskräfte setzen. Die Wirtschaft braucht im globalen Wettbewerb die Flexibilität in der Personalplanung. “Könnten die Auftragsschwankungen nicht abgefedert werden, wären bestehende Arbeitsplätze massiv in Gefahr”, berichtet Thomas Reitz, Geschäftsführer von Manpower Deutschland.

Die Jobmöglichkeiten für Ingenieure oder Betriebswirte sind heutzutage ideal. Die Natur- und Geisteswissenschaftler haben auch gute Jobchancen bei einer Verleihfirma.

Akademiker gesucht: über 2.300 Jobs in Zeitarbeitsfirmen

Die Zeitarbeit selbst ist für einen bestimmten Menschentyp: “Man muss der Typ dafür sein”, sagt Adecco-Geschäftsführer Uwe Beyer. Zeitarbeit ist, wie der Projektleiter der neuesten IAB-Studie, Markus Promberger, meint, “etwas für Berufseinsteiger oder für solche Kandidaten, die erst einmal in verschiedene Jobs und Branchen hineinschnuppern wollen”.

Für Hochschulabsolventen, die noch Praktikanten sind, ist die Zeitarbeit die bessere Perspektive, nebenbei zu verdienen. Ein Drittel aller Zeitarbeiter findet den Sprung in die feste Anstellung- durch alle Qualifikationen. Im akademischen Sektor sind die Quoten wesentlich höher: “In der Finanzbranche sind es sogar 90 Prozent – und zwar innerhalb der ersten drei Monate”, erklärt Uwe Beyer von Adecco.

Qualifizierte vorübergehende Beschäftigung (Zeitarbeit) hat sich als ein sicheres Sprungbrett in die Jobworld erwiesen. Ernsthafte Karriere aber wird anderswo gemacht. Die Akademiker sollten maximal 2 Jahre in der Zeitarbeit verbringen. “Bei einer erneuten Bewerbung könnte sich der Personaler sonst sagen: Der hat’s wohl vorher nicht geschafft, anderswo unterzukommen, vielleicht ist der schwierig”, sagt IAB-Forscher Promberger. Der Experte rät außerdem aus finanzieller Sicht ab, länger in der Zeitarbeit zu bleiben: “Da können sie nicht das Gehalt mit allen Benefits erreichen, das die freie Wirtschaft bietet.”

Laut den Tariflöhnen Zeitarbeit liegt der Stundenlohn in der höchsten Gehaltsstufe zwischen 14,26 und 17,19 Euro. Zum Stundenlohnsatz kommen gelegentliche Extrazahlungen bei Zusatzabkommen dazu. In der Tat ist der Lohnmittelwert bei den Entleihunternehmen viel höher.

Die Anbieter von Zeitarbeit gewinnen weiterhin an Boden, da sie auf dem Arbeitsmarkt zusätzliche Arbeitsplätze für qualifizierte Arbeitskräfte schaffen. “Die Unternehmen erwarten Full Service, darauf müssen wir uns einstellen”, sagt Uwe Beyer von Adecco. Weiterbildungsangebote erhöhen Vermittlungsquoten und binden Personal.

Kategorien: Arbeitsmarkt, Ingenieure, Jobs, Teilzeit, Uncategorized, Vollzeit

Schlagwörter: