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Die Migration als rettende Arbeitskraft
Es gibt verschiedene Formen der Migration, die sich nach Zweck, Titel oder Aufenthaltsdauer unterscheiden. Normalerweise nutzt das Land die Migration als zusätzliche Arbeitskraft und auch als die Bekämpfung gegen demografischer Krisen. Migranten retten deutsche Jobbörsen, weil es viele Job in Deutschland gibt, die Fachkräfte brauchen. Die größte Gruppe ist die der Saisonkräfte, Erntehelfer in Landwirtschaft und Gastronomie einschließlich der Schaustellergehilfen. Rund 80 Prozent dieser Arbeitskräfte sind aus Polen; sie erledigen viele Arbeiten zum Beispiel in der Ernte, weil es kaum Deutsche für diese Arbeiten gibt. Eine wichtige Gruppe auf deutschen Jobbörsen sind die Werkvertragsarbeitnehmer, die bis zu drei Jahren bleiben dürfen. Seit 2001 nahm ihre Zahl von 47.000 auf 22.000 ab. Die meisten arbeiten für Subunternehmer im Baugewerbe, wo die Geschäfte seit Längerem schlecht laufen. Fast die Hälfte sind Polen, vor den Rumänen, Ungarn und Kroaten.
Ohne Sondergenehmigungen dürfen angestellte Migranten aus den neuen EU-Staaten bisher nicht in Deutschland arbeiten. Bis Mai 2011 gilt eine eingeschränkte Freizügigkeit, um den heimischen Arbeitsmarkt und die Jobbörsen zu protegieren. Für alle Länder gilt zudem der 1973 beschlossene Anwerbestopp, wenngleich mit weitreichenden Ausnahmen, die so unterschiedliche Berufsgruppen wie Hausangestellte, Mannequins oder Monteure von Fertighäusern umfassen.
Die Fachkräfte und leitenden Angestellten machen mit rund 19.000 Einwanderern im Jahr. Die wenigsten von ihnen bleiben aber länger im Land. Diese Art gut ausgebildeter Migration nennt man „gesteuerte Migration“ und sie sind notwendig für deutsche Jobbörsen. Im Zuwanderungsgesetz wird explizit gefordert, dass die Migration die „wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Interessen der Bundesrepublik“ berücksichtigen müsse. Schon der Zuwanderungsrat unter Rita Süssmuth (CDU) hatte 2004 gefordert, jährlich 25.000 Fachkräfte für das Gesundheits-, Versicherungs- und Kreditwesen anzuwerben. Zugleich hieß es, dass in Deutschland 15.000 Ingenieure auf Jobbörse fehlten. Die „Green-Card-Initiative“ aus dem Jahr 2000 zur Erteilung einer befristeten Arbeitserlaubnis für High-Tech-Spezialisten ist modifiziert in das neue Zuwanderungsgesetz eingegangen.
Viele Kritiker halten die Öffnung der Arbeitsmärkte und deutsche Jobbörsen für nicht genügend. Es müssten deutlich mehr Migranten eingeladen werden, um Deutschland wettbewerbsfähig zu halten, fordern etwa die Ökonomen von Deutsche Bank Research. Geboten wäre ein Punktesystem, um die Migration je nach Alter, Qualifikation, Berufserfahrung und Sprachkenntnissen gezielt auszuwählen.
Obgleich wegen der niedrigen Geburtenrate auch demografisch viel dafür spricht, mehr Ausländer ins Land zu lassen, sind sich die meisten Wissenschaftler einig, dass der Zuzug den Rückgang der Bevölkerung und vor allem der Erwerbspersonen niemals ausgleichen könnte. Das deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) kommt zu dem Ergebnis, dass eine Nettozuwanderung von bis zu 710.000 Personen im Jahr nötig wäre, um die Zahl der Erwerbsfähigen konstant zu halten. Dadurch würde sich der Ausländeranteil von den heutigen 9 Prozent auf 45 Prozent im Jahr 2050 erhöhen. Deshalb kann man sicherlich behaupten, dass die Migration deutsche Jobbörsen rettet.
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