Alle Artikel mit dem Tag Rente
Veränderungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt
Die demografischen Veränderungen werden den deutschen Arbeitsmarkt grundlegend verändern. Heute verringert sich das Personalangebot, und wenn man in die Zukunft schaut, so wird es in Deutschland immer mehr ältere Beschäftigte geben.
Für viele Unternehmen wäre eine Erhöhung des Renteneintrittsalters eine gute Möglichkeit, hoch qualifiziertes Personal zu halten. Über 27% der deutschen Arbeitnehmer wären bereit, zwei zusätzliche Jahre über ihrem Rentenalter berufstätig zu sein.
Die Ergebnisse stammen aus einer online durchgeführten Umfrage im Rahmen des Randstad Arbeitsbarometers. Über 800 Arbeitnehmer haben an der Befragung teilgenommen. Die Teilnehmer waren zwischen 18 und 65 Jahre alt. Die Befragten sind in unterschiedlichen Branchen tätig.
Die Randstad Gruppe (Personaldienstleister) beschäftigt rund 63.000 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erwirtschaftete die Gruppe einem Umsatz von über 1,70 Mrd. Euro.
Kategorien: Arbeitnehmer
Deutschland altert
Das Buch von Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ müsste genau genommen umbenannt werden und den Titel tragen „Deutschland altert“. Deutschland wird es wohl immer geben, aber es wird über kurz oder lang sicher überfüllt mit alten Menschen sein. Immer mehr alte Menschen werden dann nicht mehr in der Lage sein, die derzeitige Wirtschaftsleistung zu erhalten. Der Staat muss für Rente, Pflege und Umbauten immer mehr Geld ausgeben. Aus rund 80 Millionen Menschen werden dann mal eben rund 60 Millionen werden. So viele Menschen lebten auch Anfang der 30ger Jahre in Deutschland, nur waren diese wesentlich jünger. Ein Land kann auch mit rund 60 Millionen Einwohnern gut zurechtkommen, doch wenn davon über die Hälfte älter als sechzig Jahre sind, könnte dies zu erheblichen Problemen führen.
Immer weniger Erwerbstätige müssen dann die Kosten für die ältere Generation schultern. Das Heer der Unproduktiven wird immer größer. Rentner, Kranke, Arbeitslose, Kinder, Studenten und Hausfrauen müssen versorgt werden. Diese Situation wird sich auf alle Bereiche der Gesellschaft auswirken.
So wird auf dem Arbeitsmarkt ein eklatanter Mangel an Fachkräften zu spüren sein. Hinzu kommt, dass schon heute immer mehr hoch qualifizierte Facharbeiter das Land verlassen und gutes Geld im Ausland verdienen können. Wohlstand kann nur erhalten werden, wenn man diesen auch erarbeiten kann. Doch ohne ausreichende Fachkräfte wird sich auf lange Sicht der heutige Wohlstand nicht halten lassen.
Deutschland muss jetzt vor allem im Bildungssystem die Weichen für eine Eliteförderung stellen. Das allgemeine Bildungssystem muss so schnell wie möglich vereinheitlicht werden. Deutschland braucht keine sechzehn Kultusministerien.
Deutschland benötigt gut ausgebildete Zuwanderer. Diese sollten vor allem aus Osteuropa rekrutiert werden und nicht aus bildungsfernen Gebieten der arabischen Welt. Eine Zuwanderung in unsere, vor dem Kollaps stehende Sozialsysteme, sollte nicht weiter forciert werden.
Deutschland altert – die Politik muss dagegen steuern.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Betriebliches Altersversorgungswerk in Deutschland
“Wir sind vor zehn Jahren als Neulinge gestartet. Heute können wir mit über 18.000 Kundenunternehmen, mehr als 350.000 Verträgen und einem Beitragsvolumen von über zwei Milliarden Euro ein beispielloses Wachstum vorweisen”, sagt Heribert Karch, MetallRente-Geschäftsführer, über die Bilanz des größten branchenübergreifenden Versorgungswerks Deutschlands. Auf dem schwierigen Markt der Altersvorsorge im Jahr 2010 bestätigte die Entwicklung von MetallRente den anhaltenden Erfolg. “Uns vertrauen Arbeitnehmer und Unternehmen. Im Zeichen der Finanzkrise ist dieses Vertrauen in MetallRente als Versorgungswerk sogar gewachsen”, sagt Karch. Rund 40.000 neue Verträge wurden unterzeichnet und fast 1.900 Unternehmen für die betriebliche Altersversorgung mit MetallRente gewonnen. Das Versorgungswerk verzeichnet über 39 Milo. Euro an neuen Beiträgen (plus 13%). Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen auf 361 Mio. Euro.
“Zusammen mit der IG Metall haben wir bereits vor zehn Jahren auf den demografischen Wandel reagiert und gemeinsam ein Versorgungswerk für die kapitalgedeckte Altersvorsorge aufgebaut. Dank des Versorgungswerks profitieren die Mitarbeiter und die Unternehmen unserer Branche von günstigen Konditionen und dem geringen Verwaltungsaufwand. Nicht ohne Grund ist die MetallRente heute das größte industrielle Vorsorgewerk in Deutschland! Zum zehnten Geburtstag unserer gemeinsamen Einrichtung haben wir Grund, stolz auf die MetallRente zu sein. Zugleich ist das bislang Erreichte Ansporn für die Zukunft,” sagt Martin Kannegiesser, Gesamtmetall Präsident.
“Eine gemeinsame Einrichtung mit dem Arbeitgeberverband war in unseren Branchen ein Novum. Der Erfolg gibt uns recht. Wir brauchen Institutionen wie unser Versorgungswerk MetallRente, um der Gefahr zunehmender Altersarmut wirksam zu begegnen. Deshalb müssen wir die gesetzliche Rente als wichtigste Säule der Alterssicherung bewahren und die betriebliche Altersversorgung weiter ausbauen,” erklärt Berthold Huber, 1. Vorsitzender der IG Metall.
Zu wenige Menschen nutzen die Möglichkeiten der betrieblichen Altersversorgung. Sie zahlen oft zu geringe Beiträge. Ein niedriger Betrag bleibt niedrig. “So wird keine Versorgung aufgebaut, sondern bestenfalls eine Versorgungsillusion”, meint Karch. “Umso erfreulicher ist es deshalb, dass durch tarifliche und betriebliche Initiativen deutlich mehr junge Leute für eine zusätzliche Vorsorge gewonnen werden als durch rein individuelle Beratung.”
Die durchschnittlichen Jahresbeiträge in der betrieblichen Entgeltumwandlung sind insgesamt erfreulich hoch und stabil. Bei MetallRente beträgt der durchschnittliche jährliche Beitrag 1.145 Euro. “Neben der gesetzlichen Rente kann die betriebliche Altersversorgung besser als jedes andere System helfen, die demografische Herausforderung zu bewältigen und eine sozial adäquate und ausreichende Altersversorgung für weite Teile der Bevölkerung abzusichern,” so Karch.
MetallRente hat eine große Verbreitung in den Branchen Metall, Elektro, Stahl, Textil, Holz, Kunststoff. Dadurch wächst das Versorgungswerk um ca. 150 Unternehmen monatlich. MetallRente bietet den Beschäftigten zudem lebenslange Begleitung mit im Markt einmalig hoher Portabilität.
MetallRente wurde im Jahr 2001 von den großen Sozialpartnern Gesamtmetall und IG Metall gegründet. Das branchenbezogene Versorgungswerk bietet Unternehmen und Beschäftigten Vorsorgelösungen für die Absicherung bei Berufsunfähigkeit u.ä.
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Apotheken suchen qualifizierte Mitarbeiter
Arzneimittelhersteller und Apotheken sind auf der Suche nach Nachwuchskräften. Wer eine Karriere in der Industriebranche oder sich selbstständig machen will, sollte die jungen Berufsanfänger im Voraus im Studium stellen.
Die 1000 deutschen Pharmaunternehmen produzierten im Jahr 2006 Erzeugnisse im Wert von 23,7 Mrd. Euro, das ist ein Plus von 4,4% gegenüber 2005. Der Wert der Pharmaproduktion hat um ca. 30% zugenommen. Die größten Arbeitgeber der Pharmabranche sind Sanofi-Aventis, Roche, Merck und Bayer-Schering Pharma. Bundesweit arbeiten rund 55.500 Pharmazeuten.
Es gibt einiges, was die Pharmazie-Studenten beachten sollten: “Einsteiger ohne Berufserfahrung haben es heute in allen Disziplinen schwer”, sagt Martin Lang, Experte für Pharma-Jobs bei der Personalvermittlung Kelly Scientific in Köln. Nicht alle Studenten sind frei von Risiken und Nebenwirkungen. Wer einen gut bezahlten Job in einem der pharmazeutischen Unternehmen haben will, muss früher Erfahrung im Pharmabereich sammeln, besser schon in den Semesterferien.
Immer mehr Absolventen entscheiden sich für eine Promotion- in den letzten 6 Jahren stieg der Doktorenanteil von 10 auf 15%. “Für den klassischen Einstieg als Laborant in der Forschung und Entwicklung ist eine Promotion zwar von Vorteil, allerdings nur, wenn das Thema stimmt”, sagt Lang. Von Vorteil wären z.B. Erfahrungen mit internationalen Produktionsstandards wie GMP oder GLP.
Bei jedem Karriereschritt sollte man sich gut überlegen, ob er richtig ist. Das gilt vor allem für den Einsatz als Post-Doc (Post-Doktorand). Wissenschaftler, die nach der Dissertation an einer Universität oder einer Forschungsstelle arbeiten, sollten diese Situation nutzen und internationale Erfahrung im Beruf sammeln.
“Wir sehen es gerne, wenn ein Bewerber eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit durchgezogen hat, am besten im Ausland”, sagt Professor Günther Benz, bei der Bayer AG in Leverkusen zuständig für Hochschulkontakte. Unter dieser Voraussetzung sind Post-Docs in seinen Forschungslaboratorien sehr willkommen. Aber der Post-Doc ist keine Garantie zur Festanstellung. “Externe Bewerber sind für uns viel interessanter, weil sie neues Wissen mitbringen”, sagt Benz. Die eigenen Post-Docs nehmen ihr Wissen aus dem Unternehmen mit zur nächsten Station. Die Mitarbeiter in den Forschungsabteilungen und Entwicklungsabteilungen sind dort nicht ewig beschäftigt: “Nach zwei bis drei Jahren ist ihr Potenzial, wissenschaftlich zu denken, für das Unternehmen meist erschöpft”, sagt Martin Lang von Kelly Scientific. Er empfehlt den Forschern und Entwicklern, sich im Voraus über die folgenden Karriereschritte zu erkundigen und wenn es sein muss sich weiterzubilden.
Im Beratungsbereich ergeben sich gute Jobmöglichkeiten für Apotheker.
Der Großteil der Pharmaziestudierenden- der Frauenanteil liegt bei 75%- bevorzugt in die eigene Klinik-Apotheke oder Apotheke. “Ursprünglich wollte ich Krankenhausapotheker werden, da hat man eher die Chance, mit dem Arzt auf Augenhöhe zu reden und nicht bloß ausführendes Organ zu sein”, erzählt Heinrich Meyer, Fachapotheker für klinische Pharmazie bei Sanicare.
Meyer ist außerdem für den Ausbau des Versandgeschäfts verantwortlich. Er entwickelt auch Werbe- und Marketingstrategien und verhandelt mit Krankenkassen Kooperationen. Mit seiner Tätigkeit ist er zu frieden. Er hat ein stabiles Gehalt und Sozialleistungen, Urlaub. “Als angestellter Apotheker habe ich es im Vergleich zu meinen selbstständigen Kollegen sehr komfortabel”, sagt er.
Die Einkommensstatistiken zeigen, dass das jährliche Vorsteuereinkommen von typischen Apotheken in den vergangenen Jahren gesunken ist. “Dafür arbeitet der Apothekeninhaber in der Regel 60 bis 70 Stunden pro Woche. Er muss außerdem selbst für Krankheit, Rente oder Erwerbsunfähigkeit vorsorgen und hat viel weniger Urlaub als ein Angestellter”, sagt Frank Diener von der Bundesvereinigung deutscher Apothekerverbände ABDA.
Das Gehalt der Fach- und Führungskräfte in der Pharmaindustrie steigt im Durchschnitt um 3,9% im Jahr. Im Branchenvergleich befinden sich die Pharmagehälter weit vorn: zwischen 40.000 und 120.000 Euro bei Fachkräften, abhängig von der Berufserfahrung und Unternehmensgröße. Führungskräfte in Großunternehmen kommen sogar auf 150.000 Euro. Ein Leiter der Qualitätskontrolle bekommt im Durchschnitt 93.000 Euro.
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