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Mitarbeiter gesucht: Ingenieure, Techniker, Informatiker
Führende Firmen stellen aktiv Mitarbeiter ein. Es sind etwa 30.000 Arbeitsstellen für Arbeitnehmer zu vergeben.
Die Top-Firmen lassen alle Arbeitsuchenden willkommen heißen. Doppelt so viel Arbeitschancen, bestehen bei einer passenden Fachrichtung.
Die Arbeitslosigkeit der Akademiker geht seit 2004 zurück- momentan beträgt sie unter 4%.
Auf dem Arbeitsmarkt sind Elektroingenieure und Maschinenbauingenieure, IT-Fachleute, Berater im kaufmännischen Bereich. Im Jahr 2006 kündigten die Firmen über 20.000 neue Einstellungen an.
Bei einigen Unternehmen steigt der Bedarf an Spezialisten. Der Autokonzern Daimler Chrysler sucht zum Beispiel um 350 mehr Fachkräfte im Vergleich zum letzten Jahr. Die anderen Automobilhersteller halten ihr Niveau auf der Höhe.
Claus Niegsch, Volkswirt bei der DZ Bank, prognosiert: “Wir sehen keine Rezessionsgefahren”. Das Wachstum soll solide sein. Jedenfalls wird er für einen „anhaltenden Beschäftigungszuwachs“ reichen, sagt Norbert Braems, Chefvolkswirt bei Sal. Oppenheim. Für die Fachkräfte und Führungskräfte gibt es keine Gründe zur Besorgnis. “Die Verlagerung von Produktion ins Ausland trifft vor allem den Niedriglohnsektor.”
Nach wie vor gibt es eine Nachfrage nach Spezialisten aus den Branchen Wirtschaft, Informatik, Jura, Ingenieurwissenschaften, Mathematiker und Chemiker.
Zwischen 50 und 100 Mitarbeiter suchen folgenden Firmen: Stihl, Motorsägenhersteller, die Deutsche Ärzte Finanz, Esprit Consulting, NRG, Spezialist für Bürokommunikation, die Sportbekleidungsfirma Puma, der Autokonzern BMW und andere.
Das Wachstum in der Maschinenbaubranche ist auf Platz zwei. Ihr Jahresumsatz beträgt 151 Mrd. Euro. Die Zahlen der Beschäftigten steigen. Im Jahr 2006 erschienen 10.000 neue Arbeitsstellen im Maschinenbau und Anlagenbau. Jeder Sechste Arbeitsuchender ist Ingenieur. In dieser Branche sind rund 900.000 Spezialisten beschäftigt. In diesem Jahr fehlten um 30% mehr Fachleute als im Letzten.
Der Umsatz der Branche Elektroindustrie stieg um 5%.
Die 14.000 Unternehmen, in denen 68.500 Berater tätig sind, haben einen Umsatz von 13,2 Mrd. Euro. Die Unternehmensberatungen machen hervorragende Geschäfte: “Nach einer Delle steigt die Nachfrage seit anderthalb Jahren wieder und hat das Niveau der Boomphase erreicht”, teilt Lutz Rachner von Kienbaum mit.
Die Mitarbeiter im Versicherungsbereich brachten einen Gewinn von 161,4 Mrd. Euro aus den Beitragseinnahmen. Die 693.050 Angestellten der Bank haben insgesamt eine Bilanzsumme von 6,9 Billionen Euro. Deutsche Bank und Allianz suchen nach Nachwuchskräften. Besonders gefragt sind Spezialisten für Unternehmensfinanzierung, Wertpapierhandel, und Übernahmeberatung. “Der deutsche Bankenmarkt ist attraktiv für ausländische Institute und deshalb umkämpft”, kommentiert Wolfgang Gerke, wissenschaftlicher Leiter der HfB Business School in Frankfurt. “Vom entstehenden Wettbewerb profitieren die Kunden.” In der Finanzbranche hat der Arbeitsuchende bessere Karrierechancen, wenn er Englischkenntnisse, ausländische Erfahrung besitzt, kommunikativ und mobil ist. “Für mittlere Angestellte allerdings sinken die Beschäftigungschancen mittelfristig”, sagt Gerke. Der Einstiegsgehalt von Universitätsabsolventen in Banken beträgt zwischen 34.000 und 44.000 Euro, die Absolventen der Fachhochschulen 32.000 bis 40.000. Der Verdienst steigt schnell zu Karrierebeginn. Die Privatinstitute zahlen am besten, die Genossenschaftsbanken am schlechtesten. Im Jahr 2005 stiegen die Gehälter in Banken um 2,8% in Versicherungsfirmen um 3,3%.
Der Autohersteller Volkswagen präsentierte gute Zahlen im Vierteljahr. Der Jahresumsatz stieg um 3,8% auf 236,4 Mrd. Euro. Das Unternehmen beschäftigt etwa 766.000 Arbeiter.
Der Hightech-Verband Bitkom rechnet mit 10.000 neuen Jobstellen in den Branchen Informationstechnologie und Telekommunikation. Bei Bitkom arbeiten 749.000 Menschen. Die Absolventen brauchen außer der technischen Qualifikation, auch kaufmännische Kenntnisse. Unter den Fachrichtungen besitzen Informatiker die größten Einstiegschancen. Die Unternehmen investieren stark und brauchen qualifizierte Fach- und Führungskräfte. Deutschland ist der größte Einzelmarkt der Branchen IT und TK in Europa.
Der Umsatz des deutschen Einzelhandels mit dem jährlichen Marktvolumen von 382 Mio. betrug 2006 ca. 0,75%. Der Einzelhandel beschäftigt 2,7 Mio. Arbeiter.
In der erneuerbaren Energie werden bis zum Jahr 2020 ungefähr 330.000 Jobs entstehen. Besonders gebraucht sind Projektentwickler und Ingenieure. Der Umsatz dieser Branche müsste von den heutigen 16 Mrd. auf 120 Mrd. Euro steigen. Der Handel, Marketing und Vertrieb werden durch die Liberalisierung wichtiger. Die Einstiegsgehälter in der Energiewirtschaft von Universitätsabsolventen liegen bei 46.500 Euro, die Absolventen der Fachhochschulen verdienen 41.000 Euro. Der Energiekonzern E.ON kauft das spanische Energieerzeugungs- und Energieversorgungsunternehmen Endesa. Der Kauf wird gute internationale Karrierechancen bringen und bestehende Jobs sichern.
Post und Bahn bilden ihre Position in den wachsenden Märkten Asiens und Osteuropas, Flughäfen, See- und Binnenhäfen zeigen heftig steigende Frachtzahlen, mittlere Speditionen bekommen eine Menge Aufträge. Die 2,7 Mio. Mitarbeiter erwirtschafteten einen Umsatz von 170 Mrd. Euro. “Die Logistik ist die Einzige unter Deutschlands Spitzenbranchen, die seit Jahren konstant wächst”, sagt Claudia Sterthoff von der Hochschule für Logistik in Hamm. Das verheimlicht große Jobchancen: “Die meisten Stellenausschreibungen sind an BWL-Studenten adressiert, weil es an akademisch ausgebildeten Logistikern fehlt.” Thomas Wimmer, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Logistik, ist sich sicher, dass der positive Trend in der Wirtschaftsbranche auch 2007 anhält, “deshalb sind die Aussichten für Absolventen zurzeit sehr gut”. IT-Spezialisten können vom Briefmarkt profitieren. Dabei müssen sie gute Lösungen zur Dokumentenlogistik (auch Kontraktlogistik) anbieten können. Immer mehr Unternehmen arbeiten mit Dokumentation, Versand und Archiv und übergeben diese Funktionen an Dienstleister.
Bei der internationalen Rechtsanwaltssozietät Shearman und der Anwaltskanzlei Skadden betragen die Einstiegsgehälter 100.000 Euro. Jährlich träumen 10.000 Jura-Absolventen, dort eingestellt zu werden. Der Traum wird aber nicht bei jedem wahr: “Gute Berufsaussichten haben nur diejenigen mit Prädikatsexamina oder außergewöhnlichen Ideen”, sagt Hartmut Kilger, Präsident des Deutschen Anwaltvereins. In Deutschland gibt es 136.000 Rechtsanwälte.
Die Einstiegsgehälter in der Chemiebranche liegen bei 60.000 Euro. Seit 2000 ist der Umsatz um 17,8 Mrd. gestiegen (152,8 Mrd. Euro).
Die Markenartikelhersteller in den Bereichen Körperpflege, Haushalt und Nahrung geben sich über die erfreuliche Konsumlage. Der Auftragsplus stieg um 1,6%. Im nächsten Jahr soll die Produktion um 1,5% zulegen.
Der Servicebereich bleibt weiterhin bei den Marketingabsolventen beliebt. Zu den attraktiven Unternehmen gehören hier Unilever, Procter & Gamble oder Beiersdorf.
Gute Jobaussichten haben Betriebswirte, Ingenieure, Naturwissenschaftler und Lehrer.
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