Alle Artikel mit dem Tag Löhne
Jobs finden in Paris
Jobs finden in Paris. Paris ist eine Traumstadt, doch wer da leben und arbeiten möchte, muss mit Unannehmlichkeiten rechnen. Das Leben dort ist sehr teuer und die Löhne im Verhältnis dazu sehr niedrig. Es herrscht immer ein Verkehrschaos in der Stadt und die Jugendarbeitslosigkeit ist enorm hoch. Wer denkt, dass es ein Traum wäre in Paris zu arbeiten, der irrt sich. Viele Jobsuchende sollten wissen, dass nicht nur gute Deutschkenntnisse, sondern auch gute französisch Sprachkenntnisse ein Muss sind. Meistens werden offene Stellen firmenintern ausgeschrieben und dann jeweils auf der Firmenwebsite. In der Deutsch-Französischen Industrie- und Handelskammer sind viele Adressen von deutschen Firmen, die in Paris niedergelassen sind, ausgeschrieben. Außerdem findet man dort noch zusätzlich eine Stellen- und Praktikumsbörse. Viele Stellenangebote findet man auch bei dem Business-Netzwerk Xing, bei der Deutsch-Französischen Gruppe in Paris, aber auch französische Tageszeitungen bieten viele Stellenangebote an. Zu den französischen Tageszeitungen zählen: Le Monde, Les Echos oder Le Figaro. Da Paris, die meist besuchte Stadt der Welt ist, boomt natürlich die Tourismusbranche. Es werden immer qualifizierte Kräfte aus dem Bereich Hotel und Gastronomie gesucht, wobei Französisch eine Grundvoraussetzung ist. Wer nur für kurze Zeit in Paris arbeiten will, sollte sich bei Disneyland Paris bewerben, die suchen immer Saison- und Hilfskräfte. In Paris gibt es genügend Arbeitsangebote, doch die Löhne sind so niedrig, dass es sehr schwer ist, sich den teuren Lebensunterhalt zu leisten. Wenn die Franzosen es dort schon schwer haben, dann wir Deutschen erst recht.
Kategorien: Jobs, Praktikum, Stellenangebot
Normalverdienst in Deutschland
Der Niedriglohnsektor ist für sehr viele Menschen in Deutschland der Einstieg in eine Beschäftigung, die besser bezahlt wird.
Pro Jahr steigen über 24,% aller Geringverdiener in den Status der Normalverdiener auf. Niedrige Löhne sind in Deutschland für Millionen Menschen vor allem Einstiegslöhne.
Der Niedriglohnsektor schützt vor Armut. Nur unter 17% der Menschen in diesem Beschäftigungsbereich befinden sich an der Armutsgrenze. Die Arbeitslosen sind mehr armutsgefährdet als die Geringverdiener, da die Jobs im Niedriglohnsektor häufig zusätzliche Verdienste zum Haushaltseinkommen sind.
In den vergangenen Jahren ist der Niedriglohnsektor größer geworden, aber nicht auf die Kosten der Normalverdiener. Zu den Normalverdienern gehören Beschäftigte mit einem Stundenlohn oberhalb der Niedriglohnschwelle von 9 Euro. Der Sektor der Normalverdiener blieb relativ konstant bei ca. über 44% der Erwerbsbevölkerung. In den letzten Jahren ist dieser Sektor leicht angestiegen.
Dies ist das Ergebnis des Gutachtens “Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe”, welches das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat.
Kategorien: Arbeitnehmer
Arbeitsplätze in der Braunkohlenindustrie
Die deutsche Braunkohlenindustrie sorgt für rund 86.000 Arbeitsplätze. Jeder direkte Arbeitsplatz in der Braunkohle löst 2,5 weitere Beschäftigungsverhältnisse aus. Der laufende Betrieb, Löhne, Gehälter und Investitionen führten zu einem wirtschaftlichen Gesamteffekt in Höhe von mehr als 8,1 Mrd. Euro.
Die Unternehmen der Braunkohlenindustrie betreiben heute zwölf Tagebaue in ganz Deutschland. Die Gewinnung von Rohbraunkohle beträgt durchschnittlich 170 Mio. Tonnen im Jahr. Im Jahr 2009 wurden in den Tagebaubetrieben rund 14.300 Mitarbeiter beschäftigt. Die an die Mitarbeiter insgesamt ausbezahlten Löhne und Gehälter erreichten eine Höhe von 715 Mio. Euro. 312 Millionen Euro davon wurden in der Region konsumwirksam (nach Abzug von Steuern, Sozialabgeben und Sparquoten). Im Jahr 2009 gaben die Tagebaue für Betrieb und Instandhaltung der Großtechnik 785 Millionen Euro aus. Einschließlich Investitionen (536 Millionen Euro) betrug der gesamte direkte Effekt über 1,6 Milliarden Euro. Außerdem wurden weitere indirekte Effekte in Höhe von ca. 1,2 Milliarden Euro und zusätzliche induzierte Effekte von 444 Millionen Euro erreicht. Der deutsche Braunkohlenbergbau erwirtschaftete damit einen Produktionseffekt in Höhe von ungefähr 3,3 Milliarden Euro.
Über 90% der gesamten Rohbraunkohlengewinnung in Deutschland wird zur Stromerzeugung eingesetzt. Im Jahr 2009 wurden in den deutschen Braunkohlenkraftwerken 8.500 Mitarbeiter beschäftigt. Die Braunkohlenkraftwerke lösen einen zusätzlichen Beschäftigungseffekt in Höhe von ca. 33.100 Arbeitsplätzen aus.
Im Jahr 2009 wurden wurde rund 12 Millionen Tonnen Rohbraunkohle zu Briketts, Braunkohlenstaub, Koks und Montanwachs weiterverarbeitet. Rund 2.000 Mitarbeiter waren in den Veredlungsbetrieben beschäftigt. Der gesamte Produktionseffekt betrug rund 620 Mio. Euro (durch eigene Leistungen, Vorleistungsbezüge, Investitionen und Gehälter). Der zusätzliche Beschäftigungseffekt lag bei rund 5.700 Arbeitsplätzen.
Kategorien: Unternehmen in Deutschland
Jobs für junge Arbeitskräfte
Ab 1. Mai werden sich viele neue Möglichleiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt öffnen. Es werden junge und gut ausgebildete Arbeitskräfte erwartet.
Jetzt kommen mehr fleißige Fachkräfte. Junge Handwerker aus Polen oder Tschechien sehen große Chancen in deutschen Betrieben und besetzen leer stehende Lehrstellen, wo sie zu erfahrenen Fachleuten ausgebildet werden.
Deutschland braucht dringend Arbeiter. Man braucht vor der Öffnung des Arbeitsmarkts keine Angst zu haben, denn in Deutschland gehen momentan die Arbeitskräfte aus, die Arbeit gibt es dagegen in großen Mengen. Die Zahl der freien Stellenangebote wird in den nächsten Jahren noch wachsen. Im Niedriglohnsektor gibt es keine allzu großen Risiken. Für kritische Branchen wurden Branchenlöhne festgelegt. Im Baugewerbe und in der Gebäudereinigung gibt es Mindestlöhne. Ein Mindestlohn wurde auch in der Pflegebranche und in der Zeitarbeit eingeführt. Diese Einführung war deshalb sehr wichtig, damit keine die über das Ausland nach Deutschland importierende Dumpinglöhne entstehen.
Deutschland profitiert am meisten von Europa, da Deutschland in den Markt Europas zwei Drittel seiner Güter exportiert. Deutschland und Europa sind ein großer gemeinsamer Arbeitsmarkt. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit wird Deutschland mehr Vorteile bringen.
„Wir wollen ja selber vom europäischen Markt profitieren -, aber ganz klar soziale Leitplanken einführen und eisern kontrollieren, was Schwarzarbeit oder Unterlaufung der Mindestlöhne angeht. Da unsere Behörden noch mal genau hinschauen lassen, wer schwarzarbeitet, wer illegal dieses System ausnutzt, der kriegt die Rote Karte. Das geht nicht. Da müssen wir ganz eisern sein und hinterher sein zu kontrollieren“, sagte Bundesministerin Ursula von der Leyen.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Der Arbeitsmarkt in Deutschland. Die deutsche Presse
Mitteleuropäische Fachkräfte interessieren sich nicht oder haben wenig Interesse (wie die Pläne der Bundesregierung gezeigt haben) an der Arbeit in Deutschland, besonders im Maschinenbau und in den elektrotechnischen Branchen auf deutschem Arbeitsmarkt. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Presse in den neuen EU-Ländern. Tschechien, die Slowakei, Slowenien oder das Baltikum haben auch nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte, die Möglichkeiten dort Arbeit oder Stellen zu kriegen sind auch hoch, es gibt eine Vielfalt von Jobs. Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen besprechen selbst die Strategien, Gastarbeiter anzuwerben.
In der SLOWAKEI gibt es Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften, die Chancen die Stellen und Arbeit auf dem heimischen Arbeitsmarkt sind deshalb nicht schlecht. Im EU-Vergleich sind die Löhne aber eher niedrig (850 Euro brutto). Fazit der Industrie- und Handelskammer in Bratislava: Die meisten Slowaken, die zu einem Wechsel bereit sind, haben diesen bereits vollzogen.
In TSCHECHIEN berichten auch die heimischen Unternehmen, es gebe zu wenig Absolventen in den genannten Studiengängen. Entsprechend sind die Löhne in diesen Berufsgruppen in jüngster Zeit über dem durchschnittlichen gestiegen. Die Qualität der akademischen Ausbildung gilt als hoch und international konkurrenzfähig. Insgesamt haben Ingenieure keine Lust das Land zu verlassen und woanders Arbeit zu suchen, da sie auch in Tschechien gute Perspektiven für Stellen haben. Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer in Prag vermittelte zwar einzelne Fachkräfte nach Deutschland. Allerdings handelte es sich um junge Ingenieure, die Jobstellen bei deutschen Firmen im Grenzgebiet angetreten haben.
In SLOWENIEN suchen weniger als zwei Prozent der Techniker Arbeit in Deutschland. Sie vereint 5700 Ingenieure. Ingenieure in Slowenien haben keine Probleme bei der Jobsuche, da es im aufstrebenden EU-Neumitglied „genug Arbeit und Stellen für alle“ gebe.
In den baltischen Staaten ESTLAND, LETTLAND/strong> und LITAUEN boomt die Wirtschaft. Faktisch herrscht Vollbeschäftigung und insbesondere im Bau gibt es Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.
Rund drei bis vier Millionen Rumänen arbeiten derzeit bereits im Ausland.
In UNGARN gibt es laut Ferenc Ronkai, Geschäftsführer der Budapester Ingenieurkammer, keine arbeitslosen Ingenieure. Das Anfangsgehalt liege zwischen 600 und 800 Euro. Ronkai glaubt, dass ungarische Ingenieure nur nach Deutschland gehen, wenn sie dort mindestens das Doppelte verdienen. Denn vielen ginge es darum, Geld nach Hause zu schicken. Das könnte aber schwierig werden, weil in Deutschland das Leben teurer sei als in Ungarn, sagt Ronkai.
In BULGARIEN ist die Ausbildung von Ingenieuren traditionell gut. An der Technischen Universität in Sofia sind Computersysteme und Kommunikationstechnik in diesem Jahr die begehrtesten Fachrichtungen.
Diese Information bedeutet tatsächlich, dass der deutsche Arbeitsmarkt für Osteuropa Arbeitnehmer frei ist, da die wirtschaftliche Situation in Russland, der Ukraine, Weißrussland nicht sehr stabil ist. Deshalb haben osteuropäische Arbeitskräfte auf deutschem Arbeitsmarkt schöne Möglichkeiten, Arbeitsstellen und Arbeit zu kriegen.
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Die Gründung von russischen Unternehmen in Deutschland
Die zwei Hauptstädte von Russland Moskau und St. Petersburg werden immer teuerer, deshalb gründen viele russischen Investoren Unternehmen in Deutschland. Sie fliehen von hohen Löhnen in Russland und verschaffen Deutschland Tausende Arbeitsplätze.
Firma Jourist in Hamburg ist eine der innovativsten russischen Unternehmen in Deutschland. Gleich zwei Firmen hat 37-jährige Igor Jourist gegründet: die Jourist GmbH und die Promt GmbH. Textübersetzungsprogramme sind eine von seinen führenden Angeboten, seine Produkte bekommen bei Tests in vielen Zeitschriften ersten Platz. Sein Umsatz wächst jedes Jahr um 50%.
Igor Jourist ist einer von zahlreichen jungen Russen, die ihr Unternehmen in Deutschland gründen. Und sie gehören nicht zu Milliardären, Oligarchen oder Staatskonzernen, sondern zum Mittelstand.
Ob es um Neugründung oder Übernahme geht, russische Unternehmen sind fast in jeder Branche vertreten. Darunter fallen Softwareunternehmen wie Abbyy und Kaspersky sowie einfache Lebensmittelfirmen. Allerdings sind Gewinne in Deutschland nicht so groß wie in Russland, so kann ein Investor in Russland bis 20% Jahresrendite erwirtschaften während in Deutschland es nur 5% sind. Aber russische Unternehmen hält es nicht zurück, denn politische Stabilität in Deutschland ist ein großer Pluspunkt für Deutschland.
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Neue Möglichkeiten für Leiharbeiter und Zeitarbeiter
Hunderttausende haben durch die Zeitarbeit eine neue Arbeit gefunden. Doch die Kehrseite des Erfolges sind niedrige Löhne und die Angst vor der Entlassung. Randstad ist das größte Zeitarbeitsunternehmen in Deutschland. Rund 60.000 Menschen arbeiten deutschlandweit für den Konzern.
Viele Arbeitnehmer bringen freitags den Stundenzettel rein oder holen sich neue Dienstpläne ab: Männer und Frauen, Junge und Alte, ungelernte Hilfskräfte und gut qualifizierte Spezialisten. Sie haben einen Job. Von unten nach oben. Und von oben nach unten. Das ist egal. Ihre Devise ist “Hauptsache einen Job“.
Es ist diese pragmatische, manchmal auch verzweifelte Haltung, auf der der ungeheure Erfolg der Zeitarbeit beruht: Seit ihrer Liberalisierung vor vier Jahren ist die Branche in Deutschland rasend schnell gewachsen. Die Zahl der Arbeiter hat sich auf 731.000 verdoppelt. Damit arbeiten fast genauso viele Menschen in der Zeitarbeit wie in der Autoindustrie. Branchenriesen wie Randstad, Adecco oder Hofmann verzeichnen immer noch zweistellige Wachstumsraten. Experten schätzen, dass bis 2010 der Stand von einer Million Arbeitern erreicht wird.
Die Zeitarbeit hat die Regeln auf dem Arbeitsmarkt grundlegend verändert. Sie ist schnell, effizient und vor allem billig. Den Unternehmen gibt sie die so dringend benötigte Flexibilität: Wenn der Laden brummt, buchen Kaufhäuser, Banken, Werften oder Autokonzerne einfach Leiharbeiter dazu. Lässt die Nachfrage nach, können sie die flexiblen Kräfte nach Hause schicken, ohne auf fixen Personalkosten sitzen zu bleiben. Arbeit “just in time” eben.
Die Zeitarbeit rettet die Menschen von der Arbeitslosigkeit. So gehen immerhin 37 % des Jobwachstums der vergangenen zwei Jahre auf das Konto der Branche. Zwei Drittel der Leiharbeiter waren zuvor arbeitslos, viele von ihnen länger als ein Jahr. Allerdings schaffen nur wenige den Sprung zu einer Festanstellung: Bei gering qualifizierten Fachkräften liegt der “Klebeeffekt” bei nur 10 %.
Ingrid Hofmann, Gründerin der Personalleasingfirma und Chefin von 13.000 Mitarbeitern, sagt selbstbewusst: “Wir geben Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt schwer zu vermitteln sind, wieder eine Chance.” Das ist wahr. Und dennoch ist die Kehrseite der neuen Flexibilität die niedrigen Löhne und Unsicherheit. Leiharbeiter verdienen rund 30 % weniger als die Stammbelegschaften. Und: Jedes dritte Arbeitsverhältnis endet mit einer Kündigung durch den Arbeitgeber. In der übrigen Wirtschaft ist es nur jedes siebte. So schafft die Zeitarbeit dauerhaft Arbeitnehmer zweiter Klasse. Und das führt zu großer Unzufriedenheit in den Betrieben.
Die Personalpolitik in Leipzig: Von den rund 3700 Autobauern sind etwa 1000 Leiharbeiter. Einer von den Arbeitern ist Peter Sikorwski. Der 44-Jährige trägt die gleiche graue Latzhose wie seine Kollegen, er baut die gleichen Karosserien wie sie, verdient aber 1600 Euro brutto, “das sind 500 Euro weniger, als ein Festangestellter bekommt”, sagt Sikorwski.
Gleiche Arbeit- ungleiches Gehalt. “Ist doch ungerecht”, findet der Autobauer. Und weil er schon so lange dabei ist, lässt sich der enorme Abstand auch nicht mit einer geringeren Produktivität rechtfertigen. “Wir Zeitarbeiter leisten genauso viel.
In einer Studie des arbeitgebernahen Instituts für Wirtschaft und Gesellschaft heißt es: “Neben der Überbrückung von personellen Engpässen wird Zeitarbeit zunehmend strategisch eingesetzt, das heißt zur Senkung der Arbeitskosten.” Jeder vierte Betrieb, den der Leiharbeiter anfordert, ersetzt mit ihnen Teile der teuren Festangestellten, so das Ergebnis der jüngsten Betriebsrätebefragung der Hans-Böckler-Stiftung.
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Automobilindustrie Deutschlands kämpft gegen die Krise
Die deutschen Unternehmen machen alles Mögliche, um die Wirtschaftskrise zu bekämpfen. Viele Veränderungen finden zum Beispiel in der Automobilindustrie statt. Daimler erwägt radikales Sparprogramm, um massive Entlassungen zu vermeiden.
Daimler prüft offenbar drastische Einschnitte: Laut einem Zeitungsbericht erwägt der gebeutelte Autobauer ein milliardenschweres Sparprogramm – mit aufgeschobenen Erhöhungen der Löhne, gekürzten Sozialabgaben und Kurzarbeit bis Ende 2009.
Daimler wird in Stuttgart seine Bilanz für das Winterquartal 2008 präsentieren, und Analysten zufolge dürfte diese nicht gut ausfallen. Finanzexperten rechnen damit, dass der von der Absatzkrise gebeutelte Autobauer ein deutliches Minus zeigen wird. Jetzt reagiert der Konzern laut “Stuttgarter Zeitung” auf die Krise. Im Konzern haben sie eine Entscheidung getroffen, die Kurzarbeit bis zum Ende des Jahres zu verlängern und zusätzliche Zwangspausen für die Mitarbeiter einzulegen, um die Durststrecke damit zu überbrücken, berichtet die Zeitung unter Berufung auf mehrere Insider. Bislang plant Daimler nur bis Ende März Kurzarbeit. Nach der neusten Ausweitung der Zwangspausen Anfang Februar arbeiten bei Daimler inzwischen schon gut 50.700 Mitarbeiter kurz.
Im Pkw-Bereich soll dem Bericht zufolge zudem das Tempo bei dem bereits laufenden Effizienzprogramm mit dem Titel “Go for Ten” verschärft werden. Dazu werden 35 Arbeitspakete definiert, die dem Vernehmen nach ein jährliches Einsparvolumen von 1,6 Milliarden Euro bringen sollen.
Bei der Bilanzpressekonferenz am kommenden Dienstag soll offenbar keine massive Vermittlung des Personals verkündet werden, berichtet die “Stuttgarter Zeitung” weiter. Weil Entlassungen nach dem Beschäftigungspakt bis Ende 2011 ausgeschlossen sind, müsste Daimler für Abfindungen und Frühpensionierungen zu viel Geld ausgeben. Insgesamt arbeiten für Daimler mehr als 275.000 Mitarbeiter.
Um dennoch die Personalkosten zu senken, erwäge Daimler, die für Mai vorgesehene Lohnerhöhung auf Dezember zu verschieben – obwohl die Vertreter der Arbeitnehmer dies abgelehnt haben. Zudem sollen freiwillige Sozialleistungen gekürzt werden. Besondere Verärgerung verursacht bei den Mitarbeitern, dass 160 von 800 Studenten, die im Sommer ihre Lehre beenden, vom Unternehmen nicht übernommen werden.
Deutliche Einbußen drohen dem Vernehmen nach außerdem bei der Ergebnisbeteiligung der Mitarbeiter. Es soll laut “Stuttgarter Zeitung” Pläne geben, sie nicht entsprechend dem Geschäftserfolg des vergangenen Jahres, sondern auf einer reduzierten Basis zu ermitteln.
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