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Die Zahl der Grenzpendler ist gestiegen

18. Dezember 2009

Es sind immer mehr Menschen, die zur Arbeit aus Nachbarstaaten nach Deutschland hin und her fahren. Nach dem Bericht des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung hat sich die Zahl der Pendler innerhalb von fünf Jahren fast verdoppelt und ist auf 72 500 gestiegen.
Die meisten Grenzpendler leben in Frankreich, ihre Anzahl beträgt mehr als die Hälfte. Der Anteil der Pendler aus Polen und Tschechien beträgt trotz EU-Erweiterung und riesigen Lohnunterschied nur sieben Prozent.
Nach der Meinung der Autoren des Studiums ist der Anstieg der Grenzpendler ein Hinweis für eine verstärkte Integration der Arbeitsmärkte in Europa. Für das Studium hat das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung die Daten aus dem Zeitraum von 2000 bis 2005 verwendet. Neuere Daten sind noch nicht verfügbar, da die Übergangsregelungen betreffend die Arbeitnehmerfreizügigkeit für die neuen EU-Beitrittsländer in Deutschland noch bis 2011 gelten. Jedoch im Hinblick auf die Nachbarländer in Osten hat sich die Situation, nach der Ansicht der Sprecher dieses Studiums, wohl kaum geändert.
Österreich und die Niederlande folgen Frankreich mit 13 Prozent Anteil an Grenzpendler. Die meisten Grenzpendler fahren nach Baden-Württemberg mit seiner Grenze zu Frankreich von 180 Kilometern. Fast ein drittel der Grenzpendler fahren dorthin zur Arbeit. Zu dem bevorzugten Zielen gehören auch Bayern, Nordrhein-Westfalen und Saarland. Grundsätzlich bevorzugen die Grenzpendler wirtschaftlich starke Bundesländer. Im Gegensatz dazu hatten die ostdeutschen Bundesländer aber ohne Berlin im Jahr 2005 nur einen Anteil von einem Prozent. Von zehn Grenzpendlern neun arbeiten in dem Bundesland, das an ihrem Heimatland grenzt.
Aber nicht alle Grenzpendler sind Ausländer. Nach dem gleichen Studium waren im Jahr 2005 fast 40 Prozent der Grenzpendler deutsche Staatsangehörige. Sehr viele Deutschen wohnen in Schweiz, arbeiten aber weiterhin in Deutschland.

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