Alle Artikel mit dem Tag Chemie

Innovative und wachstumsstarke Unternehmen in Europa

17. Mai 2011

Deutsche, österreichische und schweizerische führende Unternehmen der Branchen Chemie, Pharmazie, Biotechnologie, Nanotechnologie, Life Science, Medizintechnik und Greentech können sich jetzt um den Unternehmenspreis STEP Award bewerben. Die innovativsten und wachstumsstärksten Unternehmen erhalten einen Preis in Höhe von 100.000 Euro. Einsendeschluss für Bewerbungen ist der 31. Juli 2011.

Mit dem STEP Award hat der Infraserv Höchst (Frankfurter Standortbetreiber und Industriedienstleister für Chemie, Pharma und verwandte Prozessindistrien) gemeinsam mit dem F.A.Z.-Institut (Management-, Markt- und Medieninformationen), einen Preis für Unternehmen initiiert, der zum sechsten Mal verliehen wird. Der Produktions- und Forschungsstandort von Infraserv ist einer der größten in Europa. Die Innovationsprojekte von F.A.Z.-Institut bieten Kommunikation, Wissenstransfer, Beratung und Erfahrungsaustausch für Fachkräfte und Führungskräfte rund um das Thema “Innovation”. Infraserv beschäftigt 2.700 Mitarbeiter. Im Jahr 2010 erzielte Infraserv in Frankfurt am Main einen Umsatz von 1,2 Mrd. Euro.

Das Ziel des STEP Award ist die komplexe Förderung und die ganzheitliche Unterstützung der Preisträger. Zu den Beratungs- und Serviceleistungen, die für die Gewinner von den Partnern und Förderern des STEP Award erbringen werden, zählen Technologiepartnersuche, Finanzierung Development, Business Development, Rechtsberatung, Strategieberatung, IT-Lösungen, Logistik, Marketing und Kommunikation.

Hauptförderer in diesem Jahr sind Deutsche Börse, Commerzbank, Hessen Agentur, Sanofi-Aventis, Merck Serono und weitere Unternehmen und Institutionen.

Außer dem Hauptpreis werden für Unternehmen fünf Kategorienpreise verliehen. Das sind: “Markt/Kunde”, “Prozesse”, “Produkt/Technologie”, “Finanzen” und “Nachhaltigkeit”. Zusätzlich werden Unternehmen mit zwei Sonderpreisen ausgezeichnet.

Kategorien: Unternehmen in Deutschland

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Die Branche der Nano- und Biotechnologie in Deutschland

17. Februar 2011

Die Branche der Nano- und Biotechnologie ist in den vergangenen 15 Jahren deutschlandweit stark gewachsen. Zwischen den Jahren 1996 und 2009 erwirtschafteten deutsche Biotechnologieunternehmen einen Umsatz von rund 1,7 Mrd. Euro (1996: 300 Mio. Euro; 2009: 2 Mrd. Euro). Das jährliche Wachstum der biotechnologischen Branche erreichte 9% und ist damit viel höher als das des Chemie- und Pharmaziesektors. Im vergangenen Jahr flossen in die Biotechnologieunternehmen mit so viel Geldmittel (591 Mio. Euro) wie noch nie.

Das 2007 gegründete Unternehmen Nanohale AG mit dem Sitz in Dortmund gilt in der Branche als Innovationsführer und zeichnet sich durch seine internationalen Kontakte aus. Im Dezember 2010 hat die Nanohale AG als einziges biotechnologisches Unternehmen der vergangenen Jahre den Weg an die Börse gewagt. Schon im September wurde die deutsche Biotechnologiewirtschaft aufmerksam, als die russische staatliche Technologieholding Rostechnologii ein Memorandum zur Gründung eines Joint-Ventures mit dem nicht großen Unternehmen Nanohale AG unterzeichnete. Mit der Gründung verpflichtet sich Rostechnologii die Realisierung von fünf Entwicklungsprojekten mit einem initialen Finanzierungsvolumen von $40 Mio. zu unterstützen. Bis 2013 soll das Verfahren bereit für den Endkunden sein. “Bereits während der Zulassungszeit erzielen wir Erlöse”, sagt Nanohale-Vorstand Dr. Friedrich Steinweg. Das Joint-Venture soll die Nanohales Börsenwerte kräftig in die Höhe treiben.

Die Unterzeichnung des Vertrags zwischen Nanohale AG und dem Tochterunternehmen der Holding Rostechnologii symbolisiert den Anfang der deutsch-russischen Zusammenarbeit. “Die Entwicklungsprojekte der Nanohale AG gelten als Leuchtturmprojekte für die engere Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern und werden von der russischen Regierung prioritär behandelt”, sagt Prof. Dr. Andrey V. Zverev, Gesandter und Leiter des Handels- und Wirtschaftsbüros der Botschaft der Russischen Föderation in der Bundesrepublik Deutschland. Das Ziel ist, marktgängige Medikamente über wirkstoffbeladene, bioabbaubare Nanocarrier und Nanoprodukte nasal anwendbar, wirksamer und verträglicher zu machen. “Wir konzentrieren uns hierbei auf zugelassene Wirkstoffe, für die es keine Alternativen, oder in puncto Bioverfügbarkeit nur stark verbesserungswürdige, Darreichungsformen gibt”, sagt Nanohale-Vorstand Dr. Nicolas Combé. Das wichtigste Ziel ist die Verbesserung der Anwendung des Proteohormons Insulin. Anstatt ihn zu spritzen, wird er über die Nase aufgenommen. Das Unternehmen forscht derzeit mit Nanocarriern als Wirkstofflieferant, damit aus der Spritze ein Nasenspray wird.

Auf dem deutschen Biotechnologie- und Nanotechnologiemarkt herrscht Bewegung. Die staatliche Förderung von Nanotechnologieforschung zeigt eine erhöhte Aufmerksamkeit auf Nano- und Biotechnologieunternehmen. Laut Bundesregierung sollen bis 2015 jährlich rund 400 Mio. Euro fließen, unter anderem in der Forschungsförderung, in Hilfen für Kleinbetriebe und Gründer. “Die technologische Leistungsfähigkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft werden maßgeblich von der Nanotechnologie geprägt,” erklärt Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung.

Künftig dürften auch institutionelle Investoren das große Potenzial des Biotechnologie- und Nanotechnologiemarktes entdecken und für ihre Fondsstrukturen attraktive Einstiegsmöglichkeiten suchen. Die Finanzexperten von Börse Online sagen der Nanohale AG jetzt schon gute Gewinnerwirtschaftung voraus.

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Investitionen in die Nachwuchswissenschaftler

01. Februar 2011

Der Fonds der Chemischen Industrie erhöht in diesem Jahr um 1,75 Mio. Euro sein Stipendienprogramm – aus Anlass des “Internationalen Jahres der Chemie 2011″. Für die Förderung der Grundlagenforschung, des wissenschaftlichen Nachwuchses und die Verbesserung des Chemieunterrichts gibt der Fonds in diesem Jahr über 11 Mio. Euro aus. “Investitionen in die Köpfe künftiger Generationen sind sicher angelegtes Geld mit optimaler Rendite für unsere Volkswirtschaft”, sagt Dr. Gerd Romanowski, Geschäftsführer des Fonds der Chemischen Industrie (FCI). Denn nur mit gut ausgebildeten Spezialisten (Wissenschaftler, Ingenieure, Techniker) könne das Industrieland Deutschland erfolgreich und international konkurrenzfähig sein.

2011 will der Fonds für seine Stipendienprogramme insgesamt 7,25 Mio. Euro ausgeben. Damit werden die Stipendienraten von 190 Nachwuchswissenschaftlern steigen. In diesem Jahr wird geplant, 110 neue Stipendien zu vergeben. Nach Romanowskis Ansicht solle Exzellenz in der Wissenschaft belohnt werden.

Der Fonds unterstützt außerdem die Hochschulausbildung in der Elektrochemie mit einem neuen Sonderprogramm in Höhe von 120.000 Euro. So will er die Chemikerausbildung in diesem Fachgebiet verbessern. Mit dem Geld können die geförderten Universitäten Geräte für moderne elektrochemische Praktikumsversuche anschaffen. “Gute Kenntnisse neuester Methoden und Verfahren in der Elektrochemie sind wichtig, um die wissenschaftlichen und technischen Herausforderungen bei der Entwicklung leistungsfähiger Batterien für Elektroautos zu meistern”, erklärte der Fonds-Geschäftsführer.

Den Chemieunterricht wird der Fonds auch im Rahmen seiner “Schulpartnerschaft Chemie” im laufenden Jahr wieder mit 2,2 Mio. Euro fördern. “Wir wollen einen spannenden, lebendigen Chemieunterricht ermöglichen und so mehr Interesse der Jugendlichen für die Chemie wecken”, sagte Gerd Romanowski.

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Positive Entwicklung der Beratung im Finanzsektor

01. Februar 2011

Die Strategie- und Unternehmensberatung McKinsey & Company hat ihre führende Position am deutschen Markt noch weiter ausgebaut. “Motor der positiven Entwicklung war die Beratung im Finanzsektor”, sagte Frank Mattern, McKinseys Deutschlandchef. “Auch die Sparten Energie und Chemie, Pharma und Gesundheitswesen sowie Transport und Logistik entwickelten sich überdurchschnittlich.” Für dieses Jahr ist McKinsey überzeugt, den Ausbau fortsetzen zu können.

Das Wachsen des Büros ging dicht mit einer sehr zufrieden stellenden Ertragslage. “In der Topmanagementberatung ist Ertragskraft der Schlüssel zum Erfolg. Sie ermöglicht es uns, umworbene Talente an uns zu binden, das globale Netzwerk auszubauen und auf breiter Basis in originäres Wissen zu investieren”, sagte Mattern. “Damit verschaffen wir uns eine Alleinstellung im Markt, die über unseren Größenvorteil hinausgeht.”

Immer stärker erhalten die Kunden Zugang zu diesem ursprünglichen Wissen von McKinsey mit Hilfe von ganz neuen Mitteln. Unter der Überschrift McKinsey Solutions bietet die Firma datenbasierte Analysen. Als ein Beratungsprojekt ode als alleinige Nutzung erfahren Kunden in diesen Analysen zum Beispiel wie sich ihre Reputation in Social Media (soziale Netzwerke) verändert, wo sich in ihren Lieferketten Verbesserungspotenziale befinden, ob ihre Organisationsstruktur ihre Strategie auf die optimale Weise unterstützt oder wie sich ihr Markenmanagement verfeinern lässt.

Ein zweites neuartiges Mittel von McKinsey in der Zusammenarbeit ist das verstärkte Training von Mitarbeitern der Kunden (Capability Building). “Wir wollen die Mitarbeiter fit machen für die Umsetzung unserer Programme”, so Mattern. Dazu hat die Strategie- und Unternehmensberatung bereits Modell- und Lernfabriken an Hochschulen und bei Kunden eingerichtet. Bald wird noch in München das neue McKinsey Capability Center eröffnet, in dem Mitarbeitertrainings zu zahlreichen Themenbereichen angeboten werden. Dazu werden Verbesserungsprogramme zum Beispiel für Back Offices, im digitalen Marketing und in der Krankenhausführung gehören.

McKinsey will in diesem Jahr in Deutschland mindestens 220 neue Beraterinnen und Berater an Bord holen. Frank Mattern: “Das ist ein ehrgeiziges Ziel; wir sind aber zuversichtlich, es dank unserer herausragenden Attraktivität für Toptalente zu erreichen.”

Im Jahr 2010 hat McKinsey in Deutschland rund 170 neue Beraterinnen und Berater gewonnen. Im vergangenen Jahr wurden zudem 12 Beraterinnen und Berater zu Partnern gewählt und 7 Partner zu Direktoren (Seniorpartnern). Insgesamt hat die Firma McKinsey im vorigen Jahr weltweit 134 neue Partner gewählt.

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Jobs, Jobsangebote, Unternehmen und Firmen in Gefahr?

19. Dezember 2008

http://www.karriere.de/beruf/finanzkrise-lassen-sie-sich-ja-nicht-aufhalten-8117/

Die weltweite Finanzkrise ist sehr gefährlich für Jobs, Karriere, Unternehmen und Firmen. Der Ausnahmezustand bietet aber auch neue Chancen, weil die Krisen immer Revitalisierungen sind, und eine neue Etappe symbolisieren. Noch zwischen Juli und September waren die Jobangebote relativ stabil, dann, im Oktober, ist die Kurve deutlich eingebrochen. Und nicht nur Banken sind in Krise geraten. Die Finanzkrise trifft die gesamte Wirtschaft. Unternehmen verschieben Projekte und legen Investitionen auf Eis. Diese Situation kann die Zahl der Arbeitslosigkeit vergrößern. 2009 Jahr wird alles zeigen: Der Arbeitsmarkt reagiert auf Markteinbrüche in der Regel zeitlich verzögert. “Wegen der Finanzkrise treten viele Firmen und Unternehmen beim Recruiting derzeit immer stärker auf die Bremse oder stellen ihre Aktivitäten sogar ganz ein”, sagt Jens Ohle, Vorstand beim Personaldienstleister Access. Er glaubt ebenfalls, dass die Jobangebote im nächsten Jahr deutlich sinken werden. Auch die Bundesregierung ist besorgt und hat ein Konjunkturpaket geschnürt, das die Auswirkungen der Finanzkrise auf die deutsche Wirtschaft drosseln soll. Gefährdet sind nicht nur Unternehmen aus dem Bank- und Finanzsektor, sondern aus allen Branchen: Automobil, Luftfahrt, Medien, Telekommunikation, Technologie, Chemie, Konsum. Viele von ihnen, auch stolze Dax-30-Konzerne, reagieren mit Einstellungsstopps und Sparprogrammen. Die traurigen Nachrichten verunsichern besonders junge Ein- und Aufsteiger, die noch nicht richtig gearbeitet haben. Die Studenten fürchten um ihr Praktikum, die Absolventen um ihre Einstiegschancen. Und obwohl sich gerade junge Bewerber bei der Jobsuche stark vom Image der Unternehmen leiten lassen, stehen mittlerweile nicht mehr nur die persönlichen Wunscharbeitgeber auf der Liste. Einige planen, erst mal an der Uni zu bleiben und das drohende Arbeitsmarkttief mit einem Master oder einer Promotion zu überbrücken.

Die Experten empfehlen denjenigen, die einen Job suchen ein spezifisches Praktikum, eine Zusatzqualifikation, den Blick für ein breites Einsatzgebiet oder einfach nur eine Portion Selbstvertrauen. Und die Berater lassen keinen Zweifel daran, dass Nachwuchskräfte ihre ersten Karriereschritte trotz der Turbulenzen gehen können. Es gibt immer die Leute, die Krisengewinner sind. Sie haben auf ihre innere Stimme gehört, das eigene Profil geschärft oder einen völlig neuen Weg eingeschlagen. Da ist zum Beispiel Philipp Fahr, der Radikale. Er warf nach Stationen in England und Frankreich seine Karrierepläne von der weiten Welt zugunsten der Provinz komplett über den Haufen. Oder Lars Hinrichs, der Erfahrene. Er überlebte Ende der 90er-Jahre das Platzen der Internetblase und die Insolvenz seiner ersten Firma. Nach einem Umbruch folgt immer wieder auch ein Aufbruch.

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Jobchancen für junge Informatiker

12. Dezember 2008

Informatiker sind ein wichtiger Bestandteil der Wirtschaft und Wissenschaft. Die Branche Informationstechnologie ist ein Motor der Innovation.Trotz guter Perspektiven mangelt es an Nachwuchskräften. Vor allem werden Akademiker gebraucht.

“Quer durch alle Branchen ist die Informations- und Kommunikationstechnologie der Innovationsmotor Nummer eins”, sagt Wolfgang Wahlster, Informatik-Professor im deutschen Forschungszentrum für künstliche Intelligenz.

Die Branchen Automobilindustrie, Logistik und Medizintechnik sind über 80% der Innovationen durch die Informationstechnologien und Kommunikationstechnologien getrieben. Zu den Zukunftssystemen zählen Software und Elektronik. Die Unternehmen sind auf IT-Technologien angewiesen, da sie dadurch bessere Leistungen kostengünstiger und schneller anbieten können. Das bedeutet, dass die Softwareindustrie und die auf Hightech spezialisierten Beratungshäuser und Personalvermittler volle Auftragsbücher haben werden. “Die Job-Perspektiven für IT-Fachkräfte sind so gut wie seit Jahren nicht mehr”, sagt August-Wilhelm Scheer, Präsident des Bundesverbandes Informationswirtschaft, Telekommunikation und Neue Medien.

Eine Umfrage zeigte, dass 60% der IKT-Unternehmen in Deutschland 18.000 freie Jobstellen haben. Bei Anwanderunternehmen aller Branchen kommen noch 25.000 unbesetzte Arbeitsstellen dazu. Ein größerer Mangel an Arbeitskräften besteht im Handel. Aber auch solche privaten Dienstleister wie Versicherungen und Banken brauchen Mitarbeiter. Die Kleinunternehmen und Großunternehmen können ihren Bedarf an Spezialisten im IT-Bereich nicht decken. “Der Arbeitsmarkt ist leer gefegt”, berichtet Bitkom-Präsident Scheer.

Vor allem werden Akademiker benötigt. Drei von vier Arbeitsstellen in der Branche Informations- und Kommunikationstechnologie erfordern einen fachlich gerichteten Fachhochschulabschluss oder Universitätsabschluss. Ein Studium der Informatik, Mathematik, Technik oder Naturwissenschaften können zwei Beschäftigte aufweisen. Damit bleibt Deutschland von Polen, Südkorea, Finnland oder Irland zurück. Die dortigen Unternehmen kommen auf eine Quote von jeweils 5% pro 1.000 beschäftigten Arbeiter.

Leider wird die Zahl der an technischen Fakultäten immatrikulierenden Studenten immer kleiner. Im Jahr 2000 meldeten sich 38.000 Studenten, 2006 knapp 29.000.

Das zeigt ein Minus von 25%. Es wird erwartet, dass die Zahl der Absolventen fallen wird- von 15.400 im Prüfungsjahr 2006 auf 14.000 im Jahr 2010.

Auf der vergangenen Jobmesse „Job und Career Market“ präsentierten sich die größten Unternehmen der IKT-Branche: Hewlett-Packard, Dell, Oracle oder Microsoft. Bei Siemens IT Solutions and Services haben wir mehr als 200 offene Stellen zu besetzen. “Die CeBIT stellt für uns eine wichtige Plattform dar, um Kontakte zu den Bewerbern zu knüpfen”, sagt Birgit Tenhofen, Leiterin der Abteilung Recruiting and Personnel Development beim hausinternen IT-Dienstleister des Münchener Technologiekonzerns. Auf der branchenspezifischen Karrieremesse sind noch solche Beratungshäuser vertreten, wie Steria Mummert Consulting, Accenture oder Materna. Von dem weltweit agierenden Managementberatungs-, Technologie- und Outsourcing-Dienstleister Accenture wird geplant, bis August 2008 innerhalb Deutschlands 1.400 neue Berater einzustellen, “davon mindestens ein Drittel IT-Spezialisten”, sagt Judith Kederer, Leiterin Recruiting bei Accenture im hessischen Kronberg.

Derjenige, der von einer gut bezahlten Karriere als Berater träumt, sollte sich besser im Voraus um ein Praktikum bemühen. Außer Sprachkenntnissen, Teamfähigkeit und Präsentationsgeschick brauchen die IT-Berater dazu noch Wirtschaftswissen.

Die künftigen Chefs erwarten von den Nachwuchskräften ein gut absolviertes Studium und praktische Erfahrung, z.B. unternehmensnahe Praktika oder passende Berufsausbildung. “Die richtig guten Leute haben gute Noten und Spaß an der Technik”, berichtet Katharina von Kennel, Personalreferentin beim US-Medizintechnikkonzern Stryker.

Die Informatik-Absolventen, die in Unternehmen mit 100 Mitarbeitern beschäftigt sind, kommen auf ein Jahresgehalt von 37.200 Euro. Bei Unternehmen mit über 1.000 Mitarbeitern beträgt das Jahreseinkommen der Nachwuchskräfte 43.600 Euro. Der Gehaltsunterschied zwischen Klein- und Großunternehmen wird im Laufe der Karriere größer. “Wer mit einem niedrigen Gehalt einsteigt, wird es schwer haben, dies aufzuholen”, so Personalmarkt-Vorstand Tim Böger. Das Gehalt richtet sich auch nach den Aufgaben. Die SAP AG, größter europäischer und weltweit viertgrößter Softwarehersteller, zahlt Mitarbeitern im ersten Berufsjahr 41.800 Euro. Das Gehalt bei System- und Netzwerkadministratoren fängt mit 36.000 Euro an, bei den Support-Mitarbeitern sind es 31.000 Euro.

“Im Branchenvergleich liegen Chemie und Pharma klar vorn”, sagt Vergütungsexpertin Anna Wiestler von Towers, Perrin, Forster & Crosby in Frankfurt. Einsteigende IT-Entwickler können bei Bayer, Henkel oder Aventis rund 49.000 Euro verdienen. Im Jahr 2008 wird im Branchendurchschnitt ein Gehaltszuwachs von 3,5% geplant.

Freiberufler haben gute Verdienstchancen. “Immer schön flexibel bleiben. Das entspricht dem Zeitgeist. Deshalb setzen viele Unternehmen auf externe IT-Profis”, sagt Personalvermittler Thomas Götzfried.

Mit den passenden Qualifikationen haben Freiberufler einen Stundensatz von zwischen 80 und 100 Euro. “Bei einer vernünftigen Auslastung sind bis zu 15000 Euro Honorarumsatz im Monat drin”, sagt Götzfried. Dabei wird aber vorausgesetzt, dass man ein paar Jahre Berufserfahrung hat. “Die Kunden buchen Know-how für anspruchsvolle Projekte. Sie wollen keine Kistenschieber”, sagt der Personalvermittler.

Freiberufler brauchen Weitsicht und Disziplin. Sie sollten bei den Projekten nicht nur auf den Profit schauen, sondern vor allem so, dass sie auch technologisch auf dem neuesten Stand bleiben.

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