Alle Artikel mit dem Tag Bundesagentur
Neue Arbeitsplätze bei IT- und Forschungsunternehmen
Die Lage in der Wirtschaft Deutschlands ist gut. Die deutsche Industrie will in diesem Jahr rund 80 000 neue Arbeitsstellen schaffen. Bei industrienahen Dienstleistern und bei IT- und Forschungsunternehmen entstehen neue Arbeitsplätze, auch dank der Wirtschaftslage. Die Exportindustrie wächst. Unternehmen, die im Ausland investierten, spüren Aufschwung und haben hohe Beschäftigungspläne.
Viele Unternehmen haben volle Auftragsbücher. Damit haben sie dem deutschen Arbeitsmarkt im März trotz der Krise in Japan einen sehr kräftigen Frühjahrsaufschwung gegeben – und die Erwerbslosigkeit um 102 000 auf von 3,2 Mio. sinken lassen.
Arbeitsmarktforscher und die Bundesagentur für Arbeit sehen heute kein Ende des Job-Booms. Im Jahresdurchschnitt werde die Arbeitslosenzahl um ca. 320 000 sinken.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Gute Handwerker und ausgebildete Fachkräfte gesucht
Die Bundesagentur für Arbeit teilt mit, dass die Erwerbslosenzahl zum Frühjahrsbeginn erneut gesunken ist.
„Die anhaltend große Arbeitskräftenachfrage ist ein wichtiger Indikator für den unverminderten Konjunkturaufschwung und für den Erfolgskurs der unionsgeführten Koalition in der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik“, sagt Karl Schiewerling, der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Langzeitarbeitslose müssen auch arbeitsvermittelt werden. „Die enorme Nachfrage nach Arbeitskräften muss seine positive Wirkung auch bei Langzeitarbeitslosen entfalten können. Deshalb ist der ungebremste Nachfrage-Boom genau der richtige Zeitpunkt, die Instrumente für eine erfolgreichere Arbeitsvermittlung noch wirksamer zu gestalten. CDU und CSU unterstützen daher mit Nachdruck die Ziele der Bundesarbeitsministerin bei ihrer anstehenden Neuordnung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, so Schiewerling.
Reformetappen der Union. „Die Neuordnung der Instrumente ist der dritte Reformschritt auf dem Weg zur “Arbeitsmarktpolitik mit Wirk- und Langfrist-Garantie”. Im Fokus stehen dabei gerade die bislang Benachteiligten auf dem Arbeitsmarkt. Die Schritte 1 und 2 waren die Jobcenter-Reform und die Neufassung der Regelsätze samt großem Bildungspaket. Mit diesen drei Reform-Schritten unterstreicht die Union ihre arbeitsmarkt- und sozialpolitische Kompetenz für die Menschen nachhaltig“, erklärt Karl Schiewerling.
Die nächste Neuordnung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente hat vier Vorteile:
1. klare Orientierung an den wirklichen Bedürfnissen;
2. große Passgenauigkeit;
3. hohe Effizienz der Maßnahmen;
4. Bessere Vor-Ort-Kompetenz in den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Deutschland.
Ziele der Union. „Die Politik der Union orientiert sich genau an diesen Zielen, damit die Menschen möglichst schnell und nachhaltig wieder in einen Job vermittelt oder qualifiziert werden können. Wir wollen der Herausforderung des Fachkräftemangels begegnen. Denn wir brauchen gute Handwerker und ausgebildete Fachkräfte in der Dienstleistung. Mögliche Mitteleinsparungen sind hingegen keine Zielvorgabe für die Reform der Instrumente“, berichtet Schiewerling.
Die Neuordnung gibt die Möglichkeit, den unnötigen und teuren Bürokratismus loszuwerden. Die Mittel für die Eingliederung und berufliche Rehabilitation von Menschen mit Behinderung werden nicht gekürzt. Die Union wird Menschen mit sozialer oder körperlicher Benachteiligung auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Berufsleben begleiten.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Offizielle Arbeit für osteuropäische Pflegekräfte
Die Arbeitsagenturen wollen osteuropäische Arbeiter, die in deutschen Haushalten pflegebedürftige Familienangehörige betreuen, aus der Schwarzarbeit holen. Ab jetzt dürfen sie auch offiziell pflegerische Arbeiten in Deutschland leisten. “Erlaubt ist, was pflegende Angehörige ohne Ausbildung auch machen würden”, erklärt Dr. Beate Raabe, Sprecherin der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung der Bundesagentur für Arbeit, im Apothekenmagazin “Senioren Ratgeber”. Verboten seien direkte medizinische Maßnahmen, wie z.B. Spritzen geben. “Die Haushaltshilfe soll den ambulanten Pflegedienst ergänzen, nicht ersetzen”, so Raabe. Das Gehalt sei tariflich festgesetzt und variiert von Bundesland zu Bundesland. Im Land Baden-Württemberg betrage das Gehalt 1300 Euro einschließlich Arbeitgeberanteile zur Sozialversicherung. Diese Kosten sind von der Steuer absetzbar.
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Jobsuche in Deutschland jetzt noch einfacher
Trotz des kräftigen Wintereinbruchs zeigte sich der deutsche Arbeitsmarkt im Dezember 2010 sehr stabil. Dies zeigten die Arbeitsmarktdaten der Bundesagentur für Arbeit. Dazu erklärt Karl Schiewerling, arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:
Der Arbeitsmarkt zeigt sich dank der von der Koalition durchführenden Wirtschafts- und Arbeitsmarktpolitik weiterhin gestärkt und stabil. Denn noch nie hatten so viele Menschen (40,37 Mio. Erwerbstätige) in Deutschland einen Job wie am Ende der größten wirtschaftlichen Krise. Das ist eine wunderbare Situation, um Langzeitarbeitslosen und älteren Arbeitnehmern einen erfolgreichen und perspektivischen Weg in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Die deutschen Betriebe und Unternehmen werden in den Zeiten des sich immer stärker abzeichnenden Fachkräftemangels auf diese zwei wichtige Gruppen besonders stark angewiesen sein.
Daher wird die berufliche Förderung für Langzeitarbeitslose verstärkt werden müssen. Dies würde nach Meinung von CDU und CSU nur durch eine konsequente Neuausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente gehen. Das Förder-Instrumentarium ist genauer für die betroffenen Menschen zu gestalten und an den lokalen Gegebenheiten auszurichten. Erfahrung und Sachkenntnis der neuen Jobzentren werden dabei eine wichtige Rolle für den Erfolg übernehmen. Nach Ansicht der Union sollte über Zielvereinbarungen dieses kompetenten Potenzials vor Ort genutzt werden. Daher werden CDU und CSU sehr engagiert die neue Ausrichtung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente 2011 forcieren.
Die Union wird noch intensiver die Leistungsfähigkeit, das Erfahrungs- und Wissensniveau der älteren Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft herausstellen. Der Fachkräftewandel und Demografiewandel werden ältere Arbeitnehmer zu stärker gefragten Arbeitern machen. Die Zahl der Erwerbstätigen im Alter zwischen 50 und 65 Jahren ist im Dezember angestiegen.
Kategorien: Arbeitnehmer
Bäcker, Fleischer, Lageristen und Kfz-Mechaniker gesucht
Im Jahr 2010 sind in Deutschland Auszubildende knapp, 50.000 Arbeitsplätze bleiben leer.
Peter Dreißig, Bäckermeister und Präsident der Handwerkskammer Cottbus in Brandenburg, hält die Lage auf dem Ausbildungsmarkt für dramatisch. „Selbst in Traumberufen wie Kfz-Mechaniker für die Jungen oder Friseurin für die Mädchen finden die Betriebe keinen Nachwuchs mehr“, so Dreißig. Wenn in den Modeberufen Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben, dann sieht es für den Bäckerberuf trübe aus. „Wir kriegen fast gar keine mehr“, sagt Dreißig.
Der Bäckermeister sucht 20 Lehrlinge. Peter Dreißig ist an ungefähr hundert Standorten vertreten. In diesem Jahr werden gesucht: Bäcker, Konditoren, Lebensmittelfachverkäufer, Lageristen und Bürokaufleute.
Die Lage auf dem Ausbildungsmarkt hat sich innerhalb einiger Jahre komplett geändert. Die Bewerber fehlen nicht nur im Osten. Die meisten unbesetzten Lehrstellen gibt es in Hamburg, Stuttgart, München, Wiesbaden und Schleswig-Holstein. Lehrlinge werden gebraucht: Fleischer, Bäcker in Restaurants und Hotels, Kurierfahrer, Werkzeugmechaniker- in diesen Berufen kommen auf einen Interessenten 10 freie Ausbildungsplätze (nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit). Jugendliche haben in diesem Jahr die beste Möglichkeit, eine Lehrstelle zu finden.
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Die weitere Entwicklung der Kurzarbeit
Die Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (Christlich Demokratische Union) ist für die Entwicklung der Kurzarbeit. Eine eingebrachte Gesetzvorlage sieht eine Fristverlängerung um 24 Monate vor. Die Bundesagentur für Arbeit stimmt dem Vorschlag zu.
Die deutsche Bundesregierung ist bei der Bekämpfung der Krise auch weiterhin für Kurzarbeit. Frau Ursula von der Leyen will bis Ende 2010 durch Kurzarbeit die Unternehmen entlasten, um Arbeitsentlassungen zu entgehen.
Die Bundesagentur für Arbeit übernimmt die sozialen Beiträge auf Kurzarbeit bis Juni 2012. Die alte Gültigkeitsfrist würde Ende 2010 ablaufen. Die Mehraufwände für die Bundesagentur für Arbeit betragen 920 Mio. Euro.
“Ich hoffe, dass die Beschäftigungsbrücke Kurzarbeit weiter tragfähig bleibt”, kommentierte die Vorsitzende des BA-Verwaltungsrates, Politikerin der Partei Bündnis 90/Die Grünen Annelie Buntenbach. “Entlassungen in die Arbeitslosigkeit wären allemal teurer.”
Annelie Buntenbach meint, die Mehrkosten sollten auf den Steuerzahlern liegen und nicht auf den Beitragszahlern in der Arbeitslosenversicherung. “Auch in 2011 werden wir nicht ohne Rückendeckung des Finanzministers auskommen”, sagte Buntenbach, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes DGB.
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INTERNORGA 2010
Die INTERNORGA findet als größte Fach- und Leitmesse für den Außer-Haus-Markt im europäischen Raum vom 12. – 17. März zum 84. Mal auf dem Messegelände in Hamburg, ausgetragen von der Hamburg Messe und Congress GmbH, statt.
Auf der Messe wird eine Bandbreite an den neuesten Trends zu den Themen Nahrungsmittel und Getränke, Küchentechnik, technische Anlagen und Maschinen, Einrichtung und Ausstattung, Bäckerei- und Konditoreibedarf, von den rund 1000 Ausstellern aus 28 Nationen täglich von 10-18 Uhr auf rund 87.000m² in 11 Hallen, angeboten. Mehr als 100.000 Fachbesucher und viele interessierte Messegänger sind in diesen Tagen dort anzutreffen.
Von A wie Abfallpressen bis hin zu Z wie Zwiesel Kristallglas bietet die Messe eine reichhaltige Palette an Produkten und Marken an, die in der Gastronomie zuhause sind:
Ob Coca Cola, Bionade, Bitburger, Dr. Oetker, oder die wohl kleinste Eisfabrik der Welt, all diese Produkte und Marken findet man unter vielen anderen hier wieder.
Besucher der Messe können sich über die neuesten technischen Entwicklungen in ihren jeweiligen Branchen auf dem Laufenden halten. Innovative Backanlagen, Großküchen, Verpackungsmaschinen oder Speiseeisanlagen können besichtigt werden und werden auf ihre Funktion hin von engagierten Mitarbeitern vorgestellt.
Für Organisation und Kommunikation im gesamten Gastronomiebereich werden unter anderem Einblicke in die Zukunft von EDV-Kassensystemen, Registriersystemen, Sicherungssystemen und Unterhaltungsmedien angeboten. Hierbei kommt kein Marktsegment zu kurz.
Innerhalb eines Aktionszentrums im Rahmen der Veranstaltung sind auch folgende Verbände und Institutionen vertreten: die gläserne Küche mit der Austragung des „Großen Preises der Köche“ durch den Kochclub Gastronom Hamburg e.V., den VSR – Verband der Serviermeister, Restaurant- und
Nicht nur für Leute vom Fach, sondern auch für Arbeitsuchende bildet die Messe eine interessante Plattform, um mit Arbeitgebern direkt vor Ort in Kontakt zu treten und sich über aktuelle Stellenanzeigen im Bereich der Gastronomie oder Hotellerie zu informieren. Ob ein Job im Café, eine Arbeit im 5-Sterne Restaurant oder eine Anstellung als Koch, die Messe bietet reichlich Gelegenheit, Arbeit zu finden. Besonders Studenten können hier auf ihre Kosten kommen. Denn für die Semesterferien ist eine Beschäftigung als Kellner oder Küchenhilfe, die oftmals mit ordentlichem Trinkgeld verbunden ist, sehr angesagt.
Sowohl für Interne als auch Externe sind die Angebote als echte Hingucker zu verzeichnen und laden noch bis zum Mittwoch zu einer Entdeckungsreise in die Welt der INTERNORGA ein.
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Die Sozialkasse. Die Beiträge zur Sozialversicherung
Ende September fanden Bundestagswahlen statt und schon hat die neue Regierung Probleme und mit ihr auch die deutschen Arbeitnehmer. Die Wirtschaftskrise hat auch Sozialkassen beeinflusst. In der ersten Hälfte des Jahres haben Sozialkassen um neun Milliarden Euro Minus gemacht. Vor allem ging es die Bundesagentur für Arbeit an. Die Kurzarbeit, die immer steigende Arbeitslosigkeit und die davon gefolgten Einnahmeausfälle trugen dazu bei, dass der Fehlbetrag in die Höhe geschossen ist.
Die gesetzliche Sozialversicherung erwies in erster Hälfte 2009 ein Defizit von 9,2 Milliarden Euro, was 7,1 Milliarden Euro mehr ist als in der ersten Hälfte des Jahres 2008. Diese Zahlen zeugen davon, dass die Weltkrise erst vor Kurzem die Sozialkassen erreicht hat. Diese Daten sind für neue Bundesregierung sehr unerfreulich. Denn ein Minus in den Sozialkassen bedeutet, dass die Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer steigen oder der Staat müsse dann Zuschüsse erhöhen.
Während die Arbeitslosenversicherung ein Defizit erwirtschaftet hat, haben Kranken- und Pflegeversicherungen einen Überschuss. Sie sind im Vergleich zur selben Periode des vorhergehenden Jahres um 19,2 % gewachsen, was vor allem an der verkürzten von den Krisen bedingten Arbeitszeit und der höheren Kosten für die Arbeitslosenunterstützung lag. Gleichzeitig fielen die Einkünfte um 30,6 % herab. Hauptgrund dafür ist die Herabsetzung der Mitgliedsbeiträge zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 % am Anfang des Jahres. Insgesamt wuchsen die Einkünfte der gesetzlichen Sozialversicherung im Laufe von den ersten 6 Monaten des Jahres im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2008 um 1,7 % auf 238,8 Milliarden Euro. Stärker noch wuchsen die Kosten mit + 4,7 % auf 248,0 Milliarden Euro.
Im Vergleich zur Bundesagentur für Arbeit erwiesen die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung einen Finanzüberfluss. Die Rentenversicherung hatte nur ein leichtes Defizit.
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Immer mehr Erntehelfer fehlen
Jeder fünfte Saisonarbeiter bleibt weg – Bauernverband schlägt Alarm
Die Zahl der ausländischen Saisonarbeiter ist 2007 erneut gesunken. Sie ging nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit um rund 3000 auf 291 357 zurück. Ursprünglich wurden viel mehr Erntehelfer angefordert. Doch sie kamen gar nicht nach Deutschland. Das sind fast 75 000 – jeder fünfte angeworbene Saisonarbeiter- blieb in seinem Heimatland oder suchte sich einen anderen Job in einem der EU-Länder. Die Zahl der Stornierungen stieg um 15% an. Die meiste Zahl der Saisonarbeiter kam aus Polen. Ihre Zahl ging um mehr als 6000 auf circa 224 000 zurück. Etwa 60 000 polnische Erntehelfer waren angeworben worden, kamen aber leider nicht.
Der Deutsche Bauernverband alarmiert aus diesen Zahlen zu Beginn der Spargelsaison. “Die Existenz vieler Betriebe im Obst- und Gemüseanbau, im Hopfen- und Weinbau ist gefährdet, wenn nicht ausreichend motivierte Saisonarbeitskräfte zur Verfügung stehen”, warnte Bauernpräsident Gerd Sonnleitner. “Daher brauchen wir im Agrarbereich endlich Freizügigkeit für alle Arbeitnehmer in Europa.” Die deutsche Landwirtschaft sei im Wettbewerb um ausländische Arbeitskräfte benachteiligt, weil ihre Anzahl kontingentiert und die Beschäftigungsdauer beschränkt ist. Der zuständige Arbeitsminister Olaf Scholz und seine Partei SPD müssten sich endlich bewegen und rasch die Barrieren innerhalb der EU abzubauen. “Wir können nicht auf 2011 warten, wir brauchen die Freizügigkeit jetzt.”
Deutschland, im Unterschied zu den meisten anderen EU-Ländern, nutzt seit der EU-Osterweiterung eine Übergangsregelung und hält die Staatsgrenzen für Arbeitskräfte aus dem östlichen Teil Europas, die einen festen Job suchen, geschlossen. Arbeitsminister Olaf Scholz möchte diese Regelung verlängern und den deutschen Arbeitsmarkt bis 2011 absperren. Helfer dürfen nur mit Arbeitsgenehmigung der Arbeitsagenturen auf Feldern Deutschlands arbeiten. Sie gehen deswegen lieber nach Großbritannien oder in andere Länder in Westeuropa, die ihnen Freizügigkeit einräumen. Dort können sie auch in allen Berufen unbefristet arbeiten.
Die Bauern erhalten Unterstützung von den Liberalen. Die bisherige Erntehelferregelung muss durch eine neu einzuführende Freizügigkeit für Arbeitnehmer in der EU im Agrarbereich ersetzt werden, forderte der FDP-Agrarpolitiker Hans-Michael Goldmann. “Immer mehr Erntehelfer machen einen Bogen um Deutschland”, klagte Goldmann. Die praxisuntaugliche und planwirtschaftliche “Eckpunkteregelung für die Zulassung mittel- und osteuropäischer Arbeitnehmer” muss endgültig auslaufen.
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