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Neue Arbeitsplätze in der Automobilindustrie

08. August 2011

Am 14. Juli 2011 fand die 19. Handelsblatt Jahrestagung “Die Automobil-Industrie.” in München statt.
Im Fokus der Tagung standen die Chancen auf den internationalen Automärkten, neue Antriebstechnologien und Elektromobilität sowie veränderte Wünsche der Kunden.
Ein neues Denken und ein flexibles Handeln werden in der Automobil-Wirtschaft gefordert. Dafür wird Audi bis zum Jahr 2015 über 11 Mrd. Euro investieren.
“Die Mobilität der Zukunft wird bestimmt durch einen gnadenlosen Modernisierungswettlauf”, sagte Rupert Stadler, Vorsitzender des Vorstands der AudiAG.
Der heutige Absatzboom werde wegen des Wachstums in den neuen Märkten weiter gehen, mutmaßte Stadler. Derzeit werden auf dem weltweiten Automarkt rund 60 Mio. Fahrzeuge im Jahr verkauft. In den nächsten 15 Jahren werde der internationale Automarkt 85-90 Mio. Fahrzeuge verkaufen, sagte er. Das Audi-Unternehmen plant, in den kommenden Jahren rund 10.000 neue Mitarbeiter einzustellen. “Bis Ende des Jahrzehnts wird die Zahl unserer Beschäftigten von 60.000 auf rund 70.000 steigen”, sagte Stadler. Die Erwartungen der Kunden von morgen könne man nur durch die Stärkung der eignen Innovationsfähigkeit, Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie neue Fertigungskapazitäten erfüllen.

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3000 zusätzliche Jobs werden auf den Automarkt geworfen

13. Dezember 2008

http://www.karriere.de/beruf/autoindustrie-der-klimawandel-bringt-neue-jobs-6744/

Heute ist die Umwelt eine sehr aktuelle Frage und die Öko-Trende sind fast in jeder Branche anwesend. Zum Beispiel und besonders auf dem Automarkt. Die deutschen Hersteller suchen Spezialisten und Arbeiter, die ökologische Technik entwickeln könnten. Und diese Klimafrage warf noch 3000 zusätzliche Jobs auf den Automarkt. Gesucht wird vor allem auf dem Automarkt Know-how in Mechanik und EDV, digitale Prototypen zukünftiger Modelle und das Crashverhalten der Autos als auch deren Kohlendioxidausstoß (CO2). Solche Tests führen die Autohersteller heute weitgehend am Computer durch, um Kosten zu sparen und die Umwelt zu schonen. Alles das braucht Spezialisten und Arbeiter. Da es auf dem Automarkt genug Jobs für alle Autohersteller gibt. Bisher waren die deutschen Fahrzeuge auf dem Automarkt nicht unbedingt für ihre vorbildliche Energieeffizienz bekannt. Das soll sich jetzt ändern. Die Autohersteller verstärken ihre Bemühungen, ökologisch weniger belastende Modelle herzustellen und produzieren mehr Jobs und Stellen für die Arbeiter. Diese Reaktion kommt spät, aber machtvoll. Noch Anfang 2007 schimpften Politiker und Umweltschützer über den deutschen Automarkt. Im Zuge der Debatte um den Klimaschutz, die Feinstaub- und CO2-Emissionen mussten sich die international so beliebten deutschen Autos als Dreckschleudern und Spritfresser bloßstellen lassen. Durch den Aufruf “Leute, kauft Hybridautos von Toyota!”, sorgte die Grünen-Fraktionsvorsitzende Renate Künast bei den deutschen Konzernlenkern wie Wendelin Wiedeking von Porsche, Rupert Stadler von Audi und Norbert Reithofer von BMW für Zähneknirschen. Angesichts der starken japanischen Konkurrenz auf dem Automarkt und nicht zuletzt aufgrund neuer gesetzlicher Vorschriften arbeitet die Branche inzwischen mit Hochdruck daran, den CO2-Ausstoß ihrer Modelle zu senken und deutsche Autos an die Weltspitze der umweltschonenden Modelle zu lenken. Schnell gebraucht werden daher Arbeiter, die sich in benzinsparenden Antrieben auskennen und zukunftsweisende Fahrzeugkonzepte entwickeln. Der Automarkt, der hierzulande im vergangenen Jahr 254 Milliarden Euro Umsatz machte, stellt derzeit massiv ein. Allein zwischen Januar und September 2007 suchten die Unternehmen laut Erhebungen des Personaldienstleisters Adecco mehr als 2700 Absolventen technischer Studiengänge und 3000 Jobs werden ihnen angeboten. Das sind fast um 1 000 mehr Jobs als im entsprechenden Zeitraum 2006. Besonders stark werden auf dem Automarkt Maschinenbau-, Elektro- und Wirtschaftsingenieure gesucht. Aber auch Fertigungs- und Verfahrenstechniker haben gute Chancen. Die Absolventen benötigen immer weniger Zeit, um ihren ersten Job zu finden. Hatten im Jahr 2006 rund 60 Prozent der Jungakademiker nach spätestens sechs Monaten einen Arbeitsvertrag in der Tasche, so ist diese Zahl im Jahr 2007 auf 66 Prozent angestiegen. Die Klimakehrtwende der deutschen Autobauer gibt dem Automarkt zusätzliche Impulse. Etwa 2 000 bis 3 000 Stellen und Jobs könnte das neue Umweltbewusstsein extra bescheren, schätzt Christof Wolfmaier. Besonders den Mechatronikern sagen auch die Lobbyisten der Automarkt eine rosige Zukunft voraus. “Mehr als 90 Prozent aller Sicherheits- und Umwelttechnologie-Neuerungen im Auto funktionieren mit elektronischen Daten- und Sensornetzen”, schätzt Thomas Schlick, Geschäftsführer des Bereichs Umwelt und Technik im Verband der Automobilindustrie (VDA). Absolventen, die gleichermaßen Kenntnisse in der Mechanik, Elektronik und Informatik besitzen, haben deshalb überaus glänzende Karriereaussichten. Ebenfalls ein Karriere-Turbo ist Wissen zum Energiemanagement. Das belegt das Beispiel der Daimler AG. Das Traditionsunternehmen, das jährlich etwa 400 Ingenieure und Arbeiter einstellt, hat im laufenden Jahr schon deutlich mehr Spezialisten mit dieser Expertise unter Vertrag genommen als bisher, heißt es aus Stuttgart. Die von zahlreichen Branchen verzweifelt gesuchten Maschinenbau- und Elektrotechnikingenieure haben laut Verbandschef Schlick nach wie vor am Automarkt beste Jobs. 48 Prozent mehr Maschinenbauingenieure als im vergangenen Jahr sucht die Branche derzeit, die Nachfrage nach Elektrotechnikingenieuren ist sogar um 58 Prozent gestiegen. Zu ihren wichtigsten Aufgaben gehört es, neue Werkstoffe zu entwickeln und die gesamte Umweltbelastung durch motorisierte Vehikel zu verringern. Genau das ist auch eine der Aufgaben von hoher Priorität bei Markus Hönns Arbeitgeber Porsche. Noch stößt ein Zuffenhausener Sportwagen pro Kilometer 297 Gramm des klimaschädigenden Gases CO2 aus. Der Schnitt, den europäische Autohersteller über ihre gesamte Modellpalette berechnet bis 2008 erreicht haben sollten, liegt bei 140 Gramm. Bis 2012 will die EU diesen Wert auf 130 Gramm drücken. Hönns Projektarbeit hilft dabei, diese Ziele zu erreichen.

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