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Einstellung von ausländischen Arbeitnehmern

13. April 2011

Für die Einstellung von ausländischen Saisonarbeitnehmern und Schaustellergehilfen gibt es wichtige Voraussetzungen, die der Arbeitgeber beachten soll.

Vermittlungsgebühr:

Arbeitgeber müssen für jeden ausländischen Saisonarbeitnehmer oder Schaustellergehilfen eine Vermittlungsgebühr in Höhe von 60 Euro entrichten. Die Gebühr wird dann fällig, wenn der Vermittlungsauftrag erteilt wird. Erst wenn der Gebühreneinzug abgeschlossen wurde, kann die Einstellungszusage bearbeitet werden.

Altersgrenze:

Der Arbeitnehmer muss volljährig sein. Ein Höchstalter für den Saisonarbeiter oder Schaustellergehilfe gibt es nicht.

Lohn/Gehalt:

Ausländische Arbeitnehmer müssen in der Bundesrepublik Deutschland unter den gleichen Arbeitsbedingungen und Löhnern/Gehältern wie Deutsche angestellt werden.

Bei Akkordarbeit (das Erbringen einer gewissen Leistung in einer bestimmten Zeit) muss ein Arbeitnehmer bei durchschnittlicher Leistung mindestens 20% über dem jeweiligen tariflichen Zeitlohn gleichartiger Arbeitnehmer verdienen können.

Arbeitszeit:

Die Arbeitswoche für Saisonarbeitnehmer besteht aus 5 Tagen. Ein Arbeitstag muss durchschnittlich 6 Stunden betragen (30 Arbeitsstunden in der Woche). In anderen Fällen gelten die im Arbeitszeitgesetz festgelegten Arbeitszeitregelungen.

Versicherungsschutz:

Für Arbeitnehmer besteht Sozialversicherungspflicht. In der Sozialversicherung besteht keine Versicherungspflicht (mit Ausnahme der Unfallversicherung), wenn die Beschäftigung innerhalb eines Jahres nicht mehr als 50 Arbeitstage beträgt und sie nicht berufsmäßig ausgeübt wird.

Bei einer Beschäftigung von Schülern, Studenten, Hausfrauen und Selbstständigen liegt keine Berufsmäßigkeit vor.

Zur Feststellung der Versicherungspflicht/-freiheit muss der Arbeitnehmer beim Arbeitgeber den vorgesehenen Fragebogen vorlegen, den er von seiner Arbeitsbehörde im Herkunftsland erhält.

Soweit kein Krankenversicherungsschutz besteht, muss der Arbeitgeber eine vergleichbare private Krankenversicherung für den Arbeitnehmer abschließen. Alle Kosten für die private Krankenversicherung trägt der Arbeitgeber.

Für Saisonarbeitnehmer aus Bulgarien und Rumänien gelten in allen Fällen nur die Rechtsvorschriften ihres Wohnstaates.

Wenn der Saisonarbeitnehmer in Deutschland krank wird und Sachleistungen in Anspruch nehmen will, benötigt er vom zuständigen Versicherungsträger seines Wohnstaates eine Anspruchsbescheinigung oder eine European Health Insurance Card (Europäische Krankenversicherungskarte).

Sprachkenntnisse:

In der Regel können deutsche Sprachkenntnisse bei ausländischen Saisonarbeitnehmern und Schaustellergehilfen nicht vorausgesetzt werden. Wenn der Arbeitgeber deutsche Sprachkenntnisse beim Arbeitnehmer wünscht, wird dies von der ZAV (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung) berücksichtigt. Die Suche nach Bewerbern mit deutschen Sprachkenntnissen kann längere Zeit einnehmen.

Bei namentlicher Anforderung eines Arbeitnehmers setzt die ZAV voraus, dass der Arbeitgeber über seine sprachlichen und beruflichen Kenntnisse informiert ist. Bei anonymen Bewerbern kann sich die ZAV nur auf die Information im Bewerbungsbogen verlassen.

Unterkunft:

Der Arbeitgeber muss dem Arbeitnehmer eine angemessene Unterkunft bieten. Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung müssen genannt werden.

Die Unterkunft, die dem Arbeitnehmer gestellt wird, muss allen Anforderungen (bauordnungs- und brandschutzrechtliche Vorschriften u.ä.) entsprechen.

Weitere Voraussetzungen sind in den Büchern des Sozialgesetzbuches vorgeschrieben.

Kategorien: Saisonarbeit

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Reale Lohnerhöhung in Deutschland

14. Februar 2011

Die preisbereinigten Bruttomonatsverdienste vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer (Reallöhne) stiegen in Deutschland im Jahr 2010 zum Vorjahresvergleich um durchschnittlich 1,4 Prozent. Im Jahr 2009 waren sie um 0,4 Prozent gesunken, im Jahr 2008 um 0,4 Prozent gestiegen. Die Nominallöhne stiegen im Jahr 2010 um 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, die Verbraucherpreise stiegen im selben Zeitraum um 1,1 Prozent.

Der Auf- und Abbau der Kurzarbeit hat die Veränderungsraten der Nominallöhne in den Jahren 2009 und 2010 beeinflusst. Kurzarbeit verringert die Anzahl der bezahlten Arbeitsstunden und reduziert somit die monatlichen Bruttoverdienste der Arbeitnehmer. Das staatliche Transferkurzarbeitergeld wird bei der Darstellung der Bruttoverdienste nicht erfasst. Während der wirtschaftlichen Krise nahm die Anzahl der Kurzarbeiter zu. Die Verdienstzuwächse verringerten sich. Im zweiten Vierteljahr 2009 waren die Verdienste um 1,0 Prozent kleiner als im Vorjahresquartal. Der schrittweise Abbau der Kurzarbeit führte in den folgenden Quartalen wieder zu einem Anstieg der bezahlten Arbeitszeit. Die monatlichen Bruttoverdienste hatten einen deutlichen Anstieg. Die letzten drei Quartale 2010 erreichten Verdienstzuwächse zwischen 2,5% und 3,4%.

Die nominale Entwicklung der monatlichen Bruttoverdienste im Jahr 2010 fiel nach Wirtschaftsbranchen unterschiedlich aus: Im Erziehungs- und Unterrichtsbereich (plus 0,7%), Öffentliche Verwaltung, Verteidigung und Sozialversicherung (plus 0,8%), Energieversorgung (plus 1,0%) waren die Zuwächse bei den Verdiensten am geringsten und konnten die Steigerung der Verbraucherpreise nicht ausgleichen. In allen anderen Branchen wuchsen die Verdienste stärker als die Preise. Im Verarbeitenden Gewerbe erhöhten sie sich um 4,4%. Wegen des Rückgangs der Kurzarbeit stieg die bezahlte Wochenarbeitszeit im Jahr 2010 gegenüber dem Vorjahr von 36,7 auf 37,7 Stunden (plus 2,7%). In Banken und Versicherungen bekamen die Beschäftigten um 4,2% mehr Gehalt. Ein Arbeitnehmer mit Vollzeitbeschäftigung verdiente im Jahr 2010 durchschnittlich 42.535 Euro brutto. Den höchsten jährlichen Bruttoverdienst hatten die Beschäftigten in Banken und Versicherungen (60.963 Euro) und in der Energieversorgung (59.516 Euro). Den kleinsten Bruttojahresverdienst erzielten Beschäftigte im Gastgewerbe (24.012 Euro).

Kategorien: Kurzarbeit

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Arbeitsvertrag-Tipps für die Unterzeichnung

18. Januar 2011

Der Arbeitsvertrag regelt wichtige Bedingungen des Jobs. Hier sind Tipps, was ein Arbeitsvertrag klären soll und worauf man vor seiner Unterzeichnung achten muss.

Der Arbeitsvertrag muss folgendes enthalten:

- Name und Adresse der Vertragspartner;
- Beginn des Arbeitsverhältnisses;
- Dauer (bei befristeten Arbeitsverträgen);
- Arbeitsort;
- Stellenbezeichnung, Beschreibung der Tätigkeit und Vollmachten;
- Höhe der Vergütung, deren Zusammensetzung, Erhöhung und Fälligkeit von Nebenleistungen (Weihnachtsgeld, Urlaubsgeld u.ä);
- Regelung und Zuschläge für Überstunden, Nachtarbeit u.ä.;
- Probezeit;
- Kündigung;
- Arbeitszeit und Pausen;
- Dauer und Regelungen zum Erholungsurlaub.

Mit den allen oben genannten Punkten wird der Arbeitsvertrag die Basis einer langfristigen Zusammenarbeit bilden.

Kategorien: Jobs, Uncategorized

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Die Zahl der Beschäftigten Menschen in Deutschland

21. Mai 2010

Die Zahl der Deutschen, die regelmäßig arbeiten, ist im dritten Quartal so stark gefallen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Wer noch einen Job hat, arbeitet im Schnitt länger als früher. Wiesbaden- In den Daten zur Arbeit, die das Statistische Bundesamt am Dienstag vorlegte, gibt es gute und schlechte Nachrichten gleichzeitig. So stellte das Amt fest, dass gesamtwirtschaftlich im dritten Quartal weiterhin abgebaut wurde. Aber wie schon im Vorquartal hat sich das Tempo des Abbaus verlangsamt.

Interessant ist vor allem eine Zahl: Die Zahl der arbeiten Menschen hat sich im Vorjahresvergleich abermals verringert. Nach vorläufigen Berechnungen fiel die Anzahl um 1,2 Prozent oder 479.000 auf knapp 38,3 Millionen. Das sei der stärkste Rückgang der Erwerbstätigkeit seit 1993, so die Statistiker.

Im Gewerbe, Gewerbe ohne Baubranche arbeiteten im dritten Quartal etwa 230.000 Menschen weniger als vor einem Jahr, ein Minus von 2,8 Prozent. Im Baugewerbe fielen 5,6 Prozent der Jobs weg, insgesamt waren es 139.000. In der Land- und Forstwirtschaft sank die Zahl der Beschäftigten um 11.000, minus 1,1 Prozent. Der Job-Schwund war hier ähnlich hoch wie im zweiten Quartal. Demgegenüber verlangsamte er sich in der Dienstleistung, etwa im Handel, Gastgewerbe und Verkehr. Hier waren 99.000 Personen weniger beschäftigt, ein Minus von 0,4 Prozent.

Vom Rückgang der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2003 waren besonders stark die eingestellten Arbeitnehmer betroffen. Ihre Zahl verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf rund 34,1 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen hingegen stieg um 1,3 Prozent auf fast 4,2 Millionen. Hier zeigen sich nach Einschätzung der Statistiker die Effekte der sogenannten Ich-AGs, die Selbstständigkeit von Kleinstunternehmern fördern.

Zugleich nahm die durchschnittliche Arbeitszeit pro Arbeiter weiter zu. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- Arbeit für das dritte Quartal berechnet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden im Quartal nach provisorischen Zahlen um 0,1 Prozent auf 366 Stunden. Ausschlaggebend sind zwei Faktoren: Die Zahl der Krankmeldungen ging zurück, zugleich gehen mehr Deutsche einer Nebenerwerbstätigkeit nach.

Kategorien: Arbeitnehmer, Baubranche, Jobs, Uncategorized

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Die Sozialkasse. Die Beiträge zur Sozialversicherung

14. Oktober 2009

Ende September fanden Bundestagswahlen statt und schon hat die neue Regierung Probleme und mit ihr auch die deutschen Arbeitnehmer. Die Wirtschaftskrise hat auch Sozialkassen beeinflusst. In der ersten Hälfte des Jahres haben Sozialkassen um neun Milliarden Euro Minus gemacht. Vor allem ging es die Bundesagentur für Arbeit an. Die Kurzarbeit, die immer steigende Arbeitslosigkeit und die davon gefolgten Einnahmeausfälle trugen dazu bei, dass der Fehlbetrag in die Höhe geschossen ist.
Die gesetzliche Sozialversicherung erwies in erster Hälfte 2009 ein Defizit von 9,2 Milliarden Euro, was 7,1 Milliarden Euro mehr ist als in der ersten Hälfte des Jahres 2008. Diese Zahlen zeugen davon, dass die Weltkrise erst vor Kurzem die Sozialkassen erreicht hat. Diese Daten sind für neue Bundesregierung sehr unerfreulich. Denn ein Minus in den Sozialkassen bedeutet, dass die Beiträge für Arbeitgeber und Arbeitnehmer steigen oder der Staat müsse dann Zuschüsse erhöhen.
Während die Arbeitslosenversicherung ein Defizit erwirtschaftet hat, haben Kranken- und Pflegeversicherungen einen Überschuss. Sie sind im Vergleich zur selben Periode des vorhergehenden Jahres um 19,2 % gewachsen, was vor allem an der verkürzten von den Krisen bedingten Arbeitszeit und der höheren Kosten für die Arbeitslosenunterstützung lag. Gleichzeitig fielen die Einkünfte um 30,6 % herab. Hauptgrund dafür ist die Herabsetzung der Mitgliedsbeiträge zur Arbeitslosenversicherung um 0,5 % am Anfang des Jahres. Insgesamt wuchsen die Einkünfte der gesetzlichen Sozialversicherung im Laufe von den ersten 6 Monaten des Jahres im Vergleich zur ersten Hälfte des Jahres 2008 um 1,7 % auf 238,8 Milliarden Euro. Stärker noch wuchsen die Kosten mit + 4,7 % auf 248,0 Milliarden Euro.

Im Vergleich zur Bundesagentur für Arbeit erwiesen die Krankenversicherung und die Pflegeversicherung einen Finanzüberfluss. Die Rentenversicherung hatte nur ein leichtes Defizit.

Kategorien: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Arbeitsmarkt, Kurzarbeit, Minijob, News

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Leiharbeit und Zeitarbeit im Hafen

31. August 2009

Auf dem Arbeitsmarkt herrscht die Wirtschaftskrise. An erste Stelle sind die Leiharbeiter und Zeitarbeiter bertroffen. Aber nicht die Arbeiter im Hamburger Hafen, wo es ein besonderes Modell der Vermittlung gibt. Sie haben keine Angst, dass sie ihren Job verlieren können.
Es ist Weihnachtszeit und das ist in diesem Jahr keine gute Zeit. In Deutschland schicken Unternehmen die Leiharbeiter und Zeitarbeiter in diesen Tagen nach Hause. 500 Kölner Motorenhersteller Deutz beispielsweise, 400 bei Ford, genauso in der Domstadt. Allein im badischen Rastatt sind in kürzester Zeit 1000 von ihnen ohne Job.

Die Zeitarbeitsbranche ist wie ein schwankendes Schiff. Wenn die Wirtschaft kräftig brummt, dann sind die Arbeiter ein Teil der festen Belegschaft. Die Krise trifft zunächst die Leiharbeiter und Zeitarbeiter. Sie werden in den Unternehmen nicht mehr benötigt und später von ihren Verleihfirmen entlassen. In Deutschland gibt es über 700.000 Leiharbeiter sie sind die modernen Wanderarbeiter oder Gastarbeiter. Aber es ist nicht überall so. Im Hamburger Hafen haben sich die Unternehmen, die Gewerkschaften und die Politik zusammengeschlossen und eine eigene Vermittlung des Personals gegründet. Der Hamburger Hafen-Arbeitgeber vermittelt solche großen Hafenbetriebe wie HHLA oder Eurogate Containerbrücken- Fahrer, Lademeister, Packer oder Decksleute schnell und flexibel. Von den rund 5000 Arbeitern in Hamburg sind 1100 bei der GHB (Gesamthafenbetriebs Gesellschaft) beschäftigt. An guten Tagen werden die komplett vermittelt. Diese Tage im Dezember kann man fast alle als schlecht bezeichnen, da sind es im Schnitt nur rund 200 Arbeiter, die angefragt werden. Aber die GHB ist eine besondere Zeitarbeitsfirma ihr geht es nicht um Kommerz, sondern um Beschäftigung undArbeit. Sie darf  keinen Gewinn machen. Wer im Hamburger Hafen Arbeiter braucht, darf diese ausschließlich hier ausleihen. Es geht darum, die Arbeitsbedingungen der Hafenarbeiter endlich zu verbessern.
Um dieses Modell finanzieren zu können, zahlen die Hafenbetriebe einen Aufschlag von 66% auf jeden Arbeitslohn an die GHB. In der kommerziellen Zeitarbeit ist ein Plus zwischen zehn und vierzig Prozent normal. Zusätzlich zahlen die Betriebe hier eine Art Umsatzsteuer von 1,5 Prozent, die in einen Garantie-Lohnfonds fließt. Wenn weniger Arbeit da ist, bekommt jeder GHB-Arbeiter ein Gehalt: rund 100 Euro am Tag. Das entspricht 75 Prozent eines Facharbeitergehalts.

In den vergangenen Monaten legte die Gesellschaft der Hafenarbeiter Geld beiseite. Zwei Jahre wird dieser Puffer vermutlich reichen. Übliche Zeitarbeitsfirmen zahlen bei Nichtvermittlung auch ein Gehalt. Aber ist keine Arbeit da, entlassen sie schneller. Bei der GHB ist man stolz darauf, keinem kündigen zu müssen. Bislang konnten lediglich 51 Zeitverträge nicht verlängert werden.

Die Hamburger haben das System nicht erfunden: Ähnliche Modelle gibt es auch in den Häfen der Westküste der USA, Barcelona und Antwerpen. Aber nicht nur in Häfen: Auch in der deutschen Chemieindustrie findet sich dieses Modell zum Teil. Dieses, findet Experte Claudia Weinkopf vom InstitutArbeit und Qualifikation in Essen, habe einen Modellcharakter. Beide Seiten, die Arbeitgeber und die Arbeitnehmer hätten Vorteile.
Denn die Arbeiter im Hamburger Hafen verdienen viel besser als andere Zeitarbeiter. Sie werden nach dem Tarif der deutschen Seehäfen bezahlt und bekommen damit genauso viel wie die übrigen Hafenarbeiter. Im Durchschnitt sind die Arbeiter mindestens 25 Jahre beschäftigt.
Das sichert Verlässlichkeit bei den Hafenbetrieben: einige Leiharbeiter kommen seit 20 Jahren in denselben Betrieb. Bei der kommerziellen Leiharbeit ist es nicht ungewöhnlich, dass eine arbeit nach wenigen Monaten zu Ende geht. Zwischen 50 und 60 Prozent Arbeitsverhältnisse werden nach drei Monaten beendet.
Aber es gibt ein Gegenmodell. Im Hamburger Hafen haben sich die Wirtschaftsunternehmen, die Gewerkschaften und die Politik zusammengeschlossen und eine eigene Personalvermittlung gegründet. In guten Zeiten legt diese Geld zurück, in schlechten kann sie davon die Leiharbeiter bezahlen und wird keinem kündigen müssen. Das hat Modellcharakter – auch für andere Branchen. Ein Unternehmer hat in Zeiten wegbrechender Aufträge verschiedene Möglichkeiten, die er der Reihe nach nutzen kann. Nicht alles tut zunächst weh, aber schmerzhaft sind alle irgendwann. Die Firmen bauen etwa Arbeitszeitkonten ab. Das sind Stunden, die ein Beschäftigter aufgebaut, und die über die Anzahl hinausgehen, die er dem Unternehmen schuldet. Daneben reduzieren die Betriebe die Arbeitszeit, verordnen Urlaub und beantragen Kurzarbeit.

Kategorien: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Erntehelfer, Gehalt in Osteuropa, Jobs, Saisonarbeit, Technische Berufe, Teilzeit, Uncategorized, Zeitarbeit

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