Alle Artikel mit dem Tag Arbeitslosengeld

Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt

18. Oktober 2010

Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland geht weiter. Das zeigen deutlich die Arbeitsmarktdaten für den Monat September. Dazu kommentiert Karl Schiewerling, arbeitsmarkt- und sozialpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion:

“Die Arbeitsmarktdaten im September bestätigen erneut den erfolgreichen Kurs der christlich-liberalen Koalition in der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik. Unter Führung von CDU/CSU erlebt unser Land am Ende der Krise einen regelrechten Job-Boom. Am ungebrochenen Aufwärtstrend auf dem Arbeitsmarkt müssen indes alle Menschen teilhaben können. Das Ziel von CDU/CSU ‘Mehr Jobs, weniger Arbeitslose’ muss für alle Gruppen des Arbeitsmarkts gelten. Mit dem ‘deutschen Jobwunder’ in und am Ende der Weltwirtschaftskrise müssen wir durch flankierende Maßnahmen nun verstärkt Langzeitarbeitslosen wieder den Weg auf den ersten Arbeitsmarkt ebnen.”

Die Zahl der Arbeitslosengeldempfänger ist im Vergleich mit dem letzten Jahr bereits um 125.000 gesunken. Die Langzeitarbeitslosen haben gute Chancen, wieder in den Arbeitsmarkt zu kommen.

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Der Arbeitsmarkt in Osteuropa

21. Mai 2010

Andere EU-Staaten haben seit Langem Ihre Grenzen für Fachleute geöffnet und einige betreiben sogar eigene Rekrutierungsbüros in den entsprechenden Ländern. Betreut, unterstützt und manchmal sogar betrieben, von den jeweiligen Außenhandelskammern.
Je nach Land locken hier neben der vereinfachten Zuwanderung und dem hohen Gehalt, ausgesprochen attraktive Sozialabsicherungen und modernste Arbeitsmittel und Methoden.
Und nun kommen wir. Nachdem Franz Müntefering im letzten Jahr die Vorrangprüfung der Arbeitsämter für Ingenieure der Fachrichtungen Maschinebau und Elektrotechnik erleichtert, und diese nicht mehr an ein jährliches Mindesteinkommen von unglaublichen € 86.400,- gekoppelt hat, ist es auch schon so gut wie vorbei mit den Erleichterungen für Unternehmen, an osteuropäische Fachkräfte zu kommen.
Der neue “innovative” Vorstoß der Berliner Politiker macht eher den Eindruck als wüsste man vor allem eins von der Sorge der deutschen Wirtschaft um Fachkräfte- nämlich nichts. Denn dies soll ab 2009 gelten:
Das Mindesteinkommen zum Wegfall der Vorrangprüfung wird von € 86.400,- auf nun € 63.600,- gesenkt.
Der freie Zugang des deutschen Arbeitsmarktes wird von 2009 auf 2011 verschoben.
Eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis soll dann schon nach 2 Jahren erfolgen, wenn die Fachkräfte in diesem Zeitraum auch im erlernten Beruf gearbeitet haben.
In meinen Augen ein gewagtes Stück, was da aufgeführt wird. Welcher Neueinsteiger bekommt bitteschön mindestens € 63.400,- als Jahresgehalt? Und was soll das bitte mit der unbefristeten Arbeitserlaubnis nach 2 Jahren. Laut EU Richtlinien, gilt nämlich heute schon, dass wenn ein Bürger der neuen EU Staaten eine Arbeitserlaubnis erhält, er nach bereits einem Jahr Recht auf eine unbefristete Erlaubnis erhält.
Ich kann verstehen, dass man Sorge vor einem Zuzug der Ärmeren aus Osteuropa hat, da nach dem EU-Recht auch das Anrecht auf soziale Leistungen erfüllt ist. Deswegen wurde auch die maximale Ausdehnung der Arbeitsmarktbeschränkung von 2009 auf 2011 genutzt. Hier möchte man die Billiglöhner abhalten, die dann auch noch Anspruch auf Arbeitslosengeld, bzw. HartzIV hätten.
Dem dringenden Zuzug von Fachkräften ist damit jedoch nicht gedient. Schön für die anderen EU-Staaten.

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Aufenthaltserlaubnis für ausländische Bürger

01. September 2009

Jetzt können geduldete Ausländer wissen, in welchen Fällen sie bleiben dürfen. Und auch über Sanktionen, mit welchem “Integrationsverweigerer” rechnen müssen. Und Änderungen, die Vergabe von Visa oder Aufenthaltserlaubnis betreffen. Und noch eine interessante Frage: Welche Regeln gelten künftig für ausländische Unternehmer in Deutschland? Der Bundestag hat das neue Zuwanderungsgesetz verabschiedet. Nun können Ausländer auf ein Bleiberecht hoffen. Gleichzeitig müssen die Immigranten schärfere Regeln haben.

Zehntausende Ausländer in Deutschland bekommen bessere Chancen auf ein dauerhaftes Bleiberecht. Der Bundestag verabschiedete mit der Mehrheit von Union und SPD das neue Zuwanderungsgesetz, dass Richtlinien der EU umsetzt. Demnach erhalten seit Jahren geduldete Ausländer ein Bleiberecht, wenn sie bis Ende 2009 Arbeit finden und ihre Familie weitgehend ohne Staatshilfe ernähren können.

Das Gesetz sieht aber auch eine Verschärfung des Zuwanderungsrechts vor. So wird der Nachzug von Ehepartnern erschwert, um Frauen vor Zwangsehen zu schützen. Ausländer, die sich gegen Integrationskurse sperren, müssen mit einer Kürzung des Arbeitslosengeldes II um 30 Prozent rechnen. Grundgedanke dieses Gesetzes ist das Prinzip des Förderns und Forderns. Dazu gehört auch, dass die Integrationsverweigerung in Zukunft schärfer geregelt wird. Nicht alle Menschen, die zuwandern, sind auf Dauer eine Bereicherung. Man müsse dafür sorgen, dass mehr hoch qualifizierte Spezialisten aus dem Ausland ins Land kämen.

Das Gesetz legt das Mindestalter für den Nachzug von Ehepartnern auf 18 Jahre fest und verlangt zumindest grundlegende Deutschkenntnisse des nachkommenden Partners. Ausgenommen sind Ausländer aus Staaten wie USA, Japan und Australien mit wenig Integrationsbedarf. Jugendlichen Serientätern droht bei schweren Straftaten ebenfalls die Ausweisung. Außerdem werden Regelungen von Visa aus Sicherheitsgründen verschärft.

Der SPD-Politiker Fritz Rudolf Körper unterstrich, auch die Bundesländer müssten ihre Hausaufgaben beim Thema Integration machen. Nach Ansicht der Kritiker gehen viele Regelungen über die EU-Vorgaben hinaus, verschlechtern die Lage der Migranten und erschweren die Immigration. Es fehle ein Konzept der Steuerung der Zuwanderung. Die Opposition kritisierte zudem die speziellen Anforderungen an türkische Immigranten. Der Staat ziehe sich von Hilfsangeboten zurück und fordere von den Zuwanderern stattdessen Anpassung unter Strafandrohung. “Das ist schäbig, schädlich, schändlich”, bemängelte der Grünen-Politiker Josef Philip Winkler.
Die Länder wollen die Sprachförderung ausländischer Kinder aller Altersstufen ins Zentrum ihrer Integrationspolitik stellen. Ziel sei ein einheitliches Bildungskonzept vom Kindergarten bis zur Uni, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff bei einer Länderkonferenz in Berlin. Bei ihrem halbjährlichen Treffen wollten die Länder ihren Beitrag zum nationalen Integrationspakt beschließen. Um alle Migrantenkinder mit Förderangeboten erreichen zu können, wollen sie in den kommenden fünf Jahren ihre Lehrer fortbilden. Zudem wollen sie in den Verwaltungen mehr Immigranten einstellen. Bei einem Integrationsgipfel war vor einem Jahr die Erstellung eines gemeinsamen Konzeptes von Bund und Ländern verabredet worden.

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Die Qualifikation gibt gute Arbeitschancen

22. Dezember 2008

Betrachten wir die Relation in den Arbeitsprozessen zwischen Deutschen und Ausländern. Wie die soziologischen und statistischen Untersuchungen zeigten, gibt es einen ziemlich großen Unterschied zwischen deutscher und ausländischer Erwerbsbeteiligung und auch der Arbeitsart, nach der sie in Deutschland suchen. Mit 43,3 % ist die Erwerbsbeteiligung der Ausländer – d.h. der Anteil der Erwerbstätigen an der jeweiligen Gesamtbevölkerung – mit der der deutschen durchaus vergleichbar (45 %). Allerdings gibt es bei der “Stellung im Beruf” bedeutsame Unterschiede: 55 % der erwerbstätigen Ausländer sind Arbeiter, 31 % Angestellte. Arbeiter suchen Arbeit als Bauarbeiter, Maler, Techniker und seltener als Angestellter, Manager. Sie suchen auch Nebenjobs, zum Beispiel Pizza-Auslieferung, Gastronomie. Bei den Deutschen ist dieses Verhältnis genau umgekehrt: 30,5% Arbeiter, 52% Angestellte, hinzu kommen 6,7% Beamte. Die Quote der Selbstständigen liegt mit 8,4% bei den Ausländern und mit 10% bei den Deutschen in ähnlicher Größenordnung. Das bedeutet private Unternehmen, Firmen können genauso erfolgreich von Ausländern geleitet werden. Die benachteiligte Situation auf dem Arbeitsmarkt spiegelt sich am stärksten in den Arbeitslosenquoten wider. Viele Ausländer haben ein Recht auf Arbeitslosengeld und verschiedene Sozialhilfe, deswegen ist es manchmal schwierig, wieder Arbeit zu suchen. Am meisten sind die Ausländer, die über keine Qualifikation verfügen, arbeitslos, weil sie aufgrund eines niedrigen Lohnes nicht sehr motiviert sind, Arbeit zu suchen. Und umgekehrt, die Ausländer, die über eine Qualifikation verfügen, suchen immer Arbeit, weil ihre Qualifikation auf dem Arbeitsmarkt stark gefragt ist. Deswegen ist es so wichtig, Ausbildung zu machen und eine Qualifikation zu erwerben, um nicht außer der Jobbörse zu bleiben. Viele ausländische Spezialisten haben eine Möglichkeit in Deutschland eine hoch bezahlte Arbeit zu finden. Deswegen hören sie mit der Arbeitsuche im Ausland nicht auf.

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