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Gehaltsvorstellungen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer
Vor der Jobsuche muss der potenzielle Arbeitnehmer überlegen, wie groß sein Gehalt sein soll. Der Gehaltwunsch ist ein sehr wichtiges Thema im Vorstellungsgespräch. Alle Arbeitgeber bieten unterschiedliches Gehalt. In der Regel treffen sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber mit dem Gehalt dann in der Mitte der Vorstellungen. Wenn man einem Job sucht, muss man auf den Stil achten. Es ist wichtig, dass die Arbeitnehmer eine realistische Vorstellung vom Gehalt haben. Wenn er eine viel zu niedrige Gehaltsgröße nennt, ist das genauso schlecht, wie wenn er mit seinen Erwartungen zu hoch liegt. Zu niedriges Gehalt bedeutet Unsicherheit mit eigenen Fähigkeiten. Positiv ist, wenn Arbeitnehmer bereits im Anschreiben ihr Wunschgehalt angeben. Meistens laufen unsere Bewerbungen und Gehaltsvorstellungen online. Neben den klassischen Gehältern gibt es auch noch andere Leistungen, die ein Unternehmen bietet. Aber es gibt einige Arbeitnehmer, die der Meinung sind, dass es unprofessionell ist, wenn Bewerber ihre Gehaltsvorstellungen im Anschreiben nennen. Im Gespräch sollten die Kandidaten abwarten, bis der Personaler dieses Thema anspricht. Einige Absolventen aus privaten Universitäten liegen mit ihren Vorstellungen ein Drittel über dem, was üblich Arbeitgeber Absolventen in der Regel zahlen. Wichtig ist, außer der Gehaltsfrage auch andere Fragen zu stellen: zum Beispiel zum Job oder zum Betriebsklima? Wenn sie nur nach dem Gehalt fragen, ist das ein Fehler. Betriebsrente, Weiterbildungsmöglichkeiten oder die richtige Zeiteinteilung für die Familie und den Beruf sind auch wichtig.
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Freier Zugang für bestimmte Berufsgruppen zum Arbeitsmarkt
Arbeitnehmer aus dem östlichen Teil Europas werden wahrscheinlich früher als bisher vorgesehen in Deutschland arbeiten. Die Bundesregierung entscheidet, ob sie die Restriktionen für bestimmte Berufsgruppen abschaffen soll. Der wichtigste Grund dafür ist der Fachkräftemangel, der immer weiter zunimmt.
Früher war es für Arbeitnehmer, zum Beispiel aus Polen nicht so einfach, innerhalb Deutschlands einen Job auszuüben. In der Europäischen Union gilt aber grundsätzlich, dass ausländische Arbeitnehmer ihren Beschäftigungsort frei aussuchen können. Nach der Ost-Erweiterung aber bekamen die alten Mitgliedstaaten das gesetzliche Recht, die Freizügigkeit für alle Arbeitnehmer aus den beigetretenen Ländern einzuschränken.
Deutschland hat die Freizügigkeit zuerst für zwei und im letzten Jahr für 3 Jahre eingeschränkt. 2009 könnten die Beschränkungen von der Bundesregierung nochmals um 2 Jahre verlängern werden.
Der Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium, Gerd Andres (SPD), sagte: „Wenn es mit dem Arbeitskräftemangel in Deutschland so weitergeht, wäre es denkbar, die Beschränkungen für osteuropäische Arbeitnehmer schon vor dem Jahr 2009 aufzuheben“.
Ralf Brauksiepe, der arbeitsmarktpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, forderte ein „Gesamtkonzept“, um die Zuwanderung der ausländischen Arbeitskräfte zu steuern. Es gebe gar keinen Grund, Arbeiter aus Osteuropa schlechter einzustellen als Zuwanderer aus anderen Ländern.
Die Vertreter von Wirtschaft und Wissenschaft forderten eine baldige Marktöffnung. Arbeitgeberpräsident Dieter Hundt sagte, die Einschränkungen würden zu Europa und freien Märkten nicht passen. Der stellvertretende Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Achim Dercks, nannte es „ein gutes Signal, dass die frühere Öffnung des Arbeitsmarktes endlich kein Tabu mehr ist.“ Den Absolventen von Hochschulen aus den neuen Mitgliedsstaaten sollte der Zugang zum Markt erleichtert werden.
Die Landwirte beklagen sich, dass vor allem polnische Erntehelfer wegen der hohen formalen Hindernisse wegbleiben. „Deshalb wäre uns schon geholfen, wenn die Helfer länger als die derzeit möglichen vier Monate bleiben dürften“, sagte eine Verbandssprecherin.
Untersuchungen in Schweden, Großbritannien und Irland hätten gezeigt, dass die Arbeitnehmerfreizügigkeit positive Effekte auf den Arbeitsmarkt gehabt habe. „In diesen Ländern ist weder zusätzliche Arbeitslosigkeit noch Druck auf die Löhne entstanden.“
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Fachkräftemangel in den Ingenieurwissenschaften
Der Fachkräftemangel ist vor allem bei den akademischen MINT-Qualifikationen (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) sowie bei Technikern und Meistern zu beobachten. Häufig fehlt auch die entsprechende Qualifikation für den Job. Im Bereich der Technik mangelt es besonders an Ingenieurwissenschaftlern. Hier wird es einen Bedarf in den nächsten Jahren jährlich bis zu 12.000 zusätzliche Absolventen der entsprechenden Studiengänge geben. Der Fachkräfteengpass wird in diesen Fachbereichen weiter ansteigen, da nach den Berechnungen bis zum Jahr 2010 jährlich etwa 37.000 und nach dem Jahr 2015 jährlich rund 43.000 Ingenieure wegen ihrem hohen Alter aus dem Erwerbsleben ausscheiden werden. Laut Statistik kommen in Deutschland auf 100 aufgrund ihres Rentenalters ausscheidende Ingenieure 90 Nachwuchskräfte aus verschiedenen Hochschulen.
Die Zahl der Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Studiengänge ist von circa 50.000 im Jahr 1996 innerhalb von 10 Jahren auf 39.000 gesunken. Diesem Rückgang steht eine in derselben Zeitspanne gleich bleibend eine hohe Nachfrage gegenüber. Die beiden Effekte haben dazu beigetragen, dass mehr als die Hälfte der ganzen Unternehmen einen Mangel an Fachkräften in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik beklagen. Per saldo hat sich ebenfalls die Situation bei den übrigen technischen Qualifikationen wie Technikern und Meistern deutlich verschlechtert.
30,8% der befragten Handwerksunternehmen beobachten Probleme bei der Besetzung von freien Fachkräftepositionen. Die größten Schwierigkeiten sahen dabei die Bauhandwerke und Ausbauhandwerke und auch Metallhandwerke (Zulieferer der Industrie).
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