Polier
Der Beruf des Poliers ist kein klassischer Ausbildungsberuf, sondern eine berufliche Weiterbildungsmöglichkeit, die mit einer bundesweit einheitlichen Prüfung abgeschlossen werden kann. Wurde diese sehr anspruchsvolle Prüfung gemeistert, so darf man die Berufsbezeichnung Polier führen und kann als weisungsbefugter Facharbeiter auf Baustellen eingesetzt werden.
Bevor man sich aber zu einer Weiterbildung zum Polier entscheidet, sollte man sich bewusst machen, in welchem Fachgebiet man sich weiterbilden möchte. So kann die Weiterbildung zum Polier in den Bereichen Hochbau, Tiefbau und Ausbau angestrebt werden. Die Auswahl des jeweiligen Bereichs sollte nach Möglichkeit an Hand der Berufserfahrung festgemacht werden, da umfangreiche Kenntnisse im jeweiligen Fachgebiet benötigt werden.
Die Aufgaben eines Poliers sind im Vergleich zu der normalen Tätigkeit eines Facharbeiters wesentlich umfangreicher und spannender. So stellen Poliere das Bindeglied zwischen den ausführenden Arbeitern auf der Baustelle und der Unternehmensleitung in der Konzernzentrale dar. Dementsprechend kommen Poliere mit den unterschiedlichsten Menschen in Kontakt und fungieren gleichzeitig als Sprachrohr der beiden beteiligten Parteien.
Auch die Einkünfte von Polieren liegen wesentlich höher, als die eines Facharbeiters. Dies liegt vor allem daran, dass Poliere neben handwerklichen Kenntnissen auch betriebswirtschaftliche und psychologische Kenntnisse vorweisen können.