Alle Artikel der Kategorie Migration
Arbeitskräfte aus dem Ausland
Heutzutage sind Arbeitskräfte aus dem Ausland sehr begehrt. Im Januar 2013 startet die Bundesagentur für Arbeit ein Sonderprogramm zur beruflichen Förderung junger Menschen aus EU-Ländern. Ziel ist der kurzfristige Ausgleich des Ungleichgewichts zwischen der teilweise extrem hohen Jugendarbeitslosigkeit in einigen EU-Ländern einerseits und dem Mangel an genügend Auszubildenden und Fachkräften in Deutschland andererseits. Dafür werden in den nächsten beiden Jahren insgesamt bis zu 80 Millionen Euro vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales zur Verfügung gestellt.
Das auf zwei Jahre angelegte Programm zur “Förderung der beruflichen Mobilität von ausbildungsinteressierten Jugendlichen und arbeitslosen jungen Fachkräften aus Europa” soll allen Beteiligten helfen: Die Bewerber gewinnen berufliche Perspektiven, deutsche Arbeitgeber gewinnen neue Auszubildende und Fachkräfte und die Heimatländer können nach einiger Zeit gut ausgebildete und berufserfahrene Arbeitskräfte zurückgewinnen.
Zielgruppe für dieses Sonderprogramm sind EU-Bürger im Alter von 18 bis 35 Jahren, die in Deutschland eine betriebliche Ausbildung aufnehmen wollen oder einen Arbeitsplatz suchen. Außerdem können Unternehmen Förderung für die soziale und kulturelle Integration ihrer Nachwuchsmitarbeiter erhalten.
Finanziell unterstützt werden beispielsweise Deutschkurse im Heimatland oder nach der Ankunft in Deutschland. Kenntnisse der deutschen Sprache sind wichtige Voraussetzung für die Integration der Bewerber in den deutschen Arbeitsmarkt. Auch die Kosten für berufliche Anerkennungsverfahren und –lehrgänge sollen erstattet werden.
Im Zeitraum von zwei Jahren werden vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales bis zu 40 Millionen Euro jährlich zur Verfügung gestellt. Die genauen Schritte zur Umsetzung sollen bis zum Jahresende geklärt werden. Mit Beginn des nächsten Jahres sollen Bewerber und Betriebe ihre Förderanträge bei der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung (ZAV) einreichen können.
Weitere Informationen zum Programm, seinen Förderinstrumenten und zum Antragsverfahren sollen bis Ende des Jahres vorliegen. Wir werden darüber berichten.
Arbeitskräfte aus dem Ausland finden
Kategorien: Migration, Zeitarbeit
Zuwanderer aus Osteuropa
EU-Arbeitsfreizügigkeit – in Deutschland erwartet man, dass die Zahl der Zuwanderer aus Osteuropa ansteigen wird
Deutschland wird immer attraktiver für Zuwanderer, insbesondere auch aus den EU-Schuldnerländern. Zunehmend weniger Spanier und Griechen sehen aktuell in ihren Heimatländern noch berufliche Perspektiven, die Arbeitslosenquote liegt z. B. in Griechenland bei über 20 Prozent. Unter den 18- bis 24-jährigen ist sie noch höher. Man geht teilweise von über 50 Prozent aus.
Damit bleiben auch viele Hochschulabsolventen nach Studienabschluss ohne Arbeit. Viele suchen daher eine Zukunft auf dem deutschen Arbeitsmarkt, der als einer der sichersten in der EU gilt und in vielen Bereichen dringend zusätzliche Fachkräfte und Akademiker benötigt. Als Beispiel seien nur die sogenannten MINT-Engpassberufe wie Mediziner, Informatiker, Naturwissenschaftler und Techniker genannt. Aber auch viele Ausbildungsplätze in Unternehmen bleiben derzeit unbesetzt, weil qualifizierte Bewerber fehlen.
Ausbildungssuchenden sowie bereits beruflich qualifizierten Zuwanderern bieten sich derzeit also beste Einstiegschancen in Deutschland, erst recht, wenn sie bereits Grundkenntnisse in der deutschen Sprache vorweisen können. Besonders gut sind die Jobaussichten in Süddeutschland, wie Baden-Württemberg und Bayern. Hier herrscht vielfach fast Vollbeschäftigung. Und auch in den kommenden Jahren wird mit einer anhaltenden Nachfrage gerechnet — mit entsprechend guten Chancen für ausländische Fachkräfte.
Ausländische Arbeitnehmer finden
Kategorien: Arbeitnehmer, Gesetzliche Infos für Ausländer, Migration, Zeitarbeit
Mitgliedsstaaten der Europäischen Union
27 Staaten sind Mitglieder der Europäischen Union:
Belgien (BE)
Italien (IT)
Rumänien (RO)
Bulgarien (BG)
Lettland (LV)
Schweden (SE)
Dänemark (DK)
Litauen (LT)
Slowakei (SK)
Deutschland (DE)
Luxemburg (LU)
Slowenien (SI)
Estland (EE)
Malta (MT)
Spanien (ES)
Finnland (FI)
Niederlande (NL)
Tschechien (CZ)
Frankreich (FR)
Österreich (AT)
Ungarn (HU)
Griechenland (GR)
Polen (PL)
Vereinigtes Königreich (GB)
Irland (IE)
Portugal (PT)
Zypern (CY)
Kategorien: Arbeitserlaubnis, Arbeitsmarkt, Migration
Einwanderung nach Deutschland
Einwanderung nach Deutschland - Im Jahr 2010 lebten mehrere Millionen Migranten in Deutschland. All diese Migrantinnen und Migranten waren im Schnitt vor über 20 Jahren nach Deutschland eingewandert. Die Türkei war das wichtigste Herkunftsland. Danach folgen Polen und die Russische Föderation. Fast die Hälfte der Einwanderer hatten im Jahr 2010 eine deutsche Staatsbürgerschaft.
Kategorien: Migration
Arbeitsplatzwechsel in Deutschland. Qualifizierte Arbeiter
In der Regel werden die Arbeitsplätze in Deutschland alle drei bis vier Jahre neu besetzt. Es gibt solche Beschäftigtengruppen, die wechselfreudiger sind: junge Leute, hoch qualifizierte Arbeiter oder Menschen ohne Migrationshintergrund. Diese sind mobiler im Vergleich zu anderen Personengruppen.
Jüngere wechseln schneller ihren Job, weil sie noch auf der Suche nach idealem Arbeitsplatz und Arbeitgeber sind. Die 15- bis 24-Jährigen treten ungefähr alle 2 Jahre eine neue Arbeitsstelle an. Die Generation über 50 hingegen tut dies nur alle 6 Jahre. Qualifizierte wechseln auch häufiger. Bei Absolventen von Universitäten ist die Wechselwahrscheinlichkeit höher als bei Arbeitnehmern, die eine abgeschlossene Berufsausbildung haben. Eines der Gründe dafür ist, dass sich für hoch qualifizierte Arbeiter der Antritt einer neuen Arbeitsstelle finanziell mehr lohnt als für Bewerber mit einem Lehrabschluss. Die Fluktuationsrate bei Männern ist höher als bei Frauen. Männer wechseln ihren Arbeitsplatz auch dann, wenn sie das gleiche Qualifikationsniveau haben wie Frauen. Einheimische Beschäftigte weisen eine höhere Wechselrate auf als erwerbstätige Migranten. Die Wahrscheinlichkeit des Jobwechsels der Arbeitnehmer mit fremden Wurzeln ist dabei geringer.
Kategorien: Arbeitgeber, Arbeitnehmer, Migration
Ausländische Arbeitnehmer
Ausländische Arbeitnehmer werden immer mehr gesucht. Im Jahr 2004 sind der EU 10 neue Mitgliedstaaten beigetreten. Das sind: Estland, Lettland, Litauen, Malta, Zypern, Ungarn, Polen, Slowenien, die Slowakische Republik und die Tschechische Republik. Im Jahr 2007 sind Rumänien und Bulgarien der EU beigetreten.
Die alten EU-Mitgliedstaaten konnten höchstens 7 Jahre von Übergangsregelungen bei der Freizügigkeit der Arbeitnehmer für Staatsangehörige der neuen EU-Mitgliedstaaten (ohne Malta und Zypern) Gebrauch machen. Nach dem Modell “2 Jahre + 3 Jahre + 2 Jahre” konnten auch im Bereich der Dienstleistungsfreiheit Übergangsregelungen eingeführt werden.
Ab Mai 2004 hat Deutschland die Übergangsregelung für alle 3 Phasen für die zum Mai 2004 in die EU acht eingetretenen Staaten in Anspruch genommen. Hochschulabsolventen aus Polen und Tschechien können ohne Vorrangprüfung in Sachsen arbeiten. Für die beigetretenen Staaten Rumänien und Bulgarien, die im Januar 2007 der Europäischen Union beigetreten sind, wurden die Beschränkungen der 2. Phase bis zum Ende Dezember 2011 verlängert.
Im Unterschied zu der Arbeitnehmerfreizügigkeit ist die Dienstleistungsfreiheit nur teilweise eingeschränkt. Die Übergangsregelung beschränkt sich in Deutschland auf bestimmte Sektoren (das Baugewerbe, mit dem Baugewerbe verwandte Wirtschaftszweige, der Bereich der Gebäudereinigung, der Bereich der Reinigung von Inventar und Verkehrsmitteln, die Tätigkeit von Innendekorateuren). Die sogenannten “Ein-Personen-Unternehmen” genießen uneingeschränkte Dienstleistungsfreiheit.
Ab Mai kann jeder EU-Bürger (außer Bürgern aus Rumänien und Bulgarien) in Sachsen arbeiten. Für die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung benötigt man keine Arbeitserlaubnis. Die Vorrangprüfung entfällt ebenfalls. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte aus den EU-Staaten genießen die gleichen Pflichten und Rechte wie die Ortseinwohner. Beschäftigte aus den EU-Ländern fallen in die Zuständigkeit der deutschen Sozialversicherung und unter das deutsche Arbeitsrecht.
Ab Mai 2011 ist bei der Erbringung von grenzüberschreitenden Dienstleistungen die Entsendung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen in alle Branchen möglich. Bei der Arbeitnehmerüberlassung wird das Gesetz der Arbeitnehmerüberlassung auf alle (ausländische und inländische) Unternehmen gleichermaßen angewandt.
Die Möglichkeit, als Grenzgänger in Sachsen zu arbeiten, wird noch von tschechischen und polnischen Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen nur in geringem Maße genutzt. Trotzdem ist die Zahl der Saisonarbeiter aus Tschechien und Polen in Sachsen hoch.
Die Mobilität im Grenzraum steigt, den Arbeitsuchenden fehlen aber ausreichende Sprachkenntnisse. Zu einem größeren Wachstum könnte es besonders bei der grenzüberschreitenden Dienstleistungserbringung mit entsandten Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen und bei der grenzüberschreitenden Arbeitnehmerüberlassung kommen.
Sozialversicherungspflichtige Beschäftigte aus den Ländern Polen und Tschechien, die einen Arbeitsvertrag mit einem deutschen Arbeitgeber in Sachsen abgeschlossen haben, fallen unter das deutsche Arbeitsrecht und das System der Sozialversicherung. Dies gilt auch für Grenzgänger.
Arbeitnehmer, deren Arbeitgeber sie für eine bestimmte Zeit zu einer Dienstleistungserbringung nach Sachsen entsandt hat, fallen unter das Arbeitsrecht Landes ihrer Herkunft. Mindestarbeitsbedingungen sind aufgrund von Rechtsvorschriften oder Verwaltungsvorschriften und in bestimmten Branchen tarifvertragliche Regelungen einzuhalten.
Leiharbeiter haben Anspruch auf die gleichen Arbeitsbedingungen. Die grenzüberschreitende Leiharbeit ist seit Mai 2004 zulässig.
Ab Mai 2011 gelten die arbeitsgenehmigungsrechtlichen Einschränkungen bezüglich der Leiharbeiter nicht mehr. Die Einschränkungen gelten nicht mehr, da es keine Arbeitsgenehmigung mehr notwendig ist. Es gilt nur das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz. Ausländische Verleiher benötigen die obligatorische Verleiherlaubnis. Diese Erlaubnis wird von der zuständigen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit erteilt.
Die Entsendung von Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen ist zulässig.
Die in Deutschland tätigen Unternehmen, in denen ausländische Beschäftigte arbeiten sowie ausländische Unternehmen die in Deutschland unter die Branchen des Entsendegesetzes fallen, müssen Meldepflichten nachkommen.
Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit des deutschen Zolls kontrolliert die Einhaltung der Arbeitsbedingungen. Arbeitgeber, Entleiher, Verleiher, Arbeitnehmer und Auftraggeber sind zur Mitwirkung verpflichtet. Wenn die Branche unter das Entsendegesetz fällt, so besteht bei der Beschäftigung von ausländischen Arbeitnehmern bzw. bei der Tätigkeit von ausländischen Unternehmen Anmeldepflicht.
Ausländische Arbeitnehmer finden
Kategorien: Arbeitnehmer, Migration
Zuzug nach Deutschland. Zuwanderer aus Europa
Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes Deutschlands (Destatis) sind im vergangenen Jahr rund 798.000 Personen nach Deutschland zugezogen. Im Vergleich zum Jahr 2009 waren das 77.000 Zuzüge mehr (Plus 11%). Die Zahl der Zuwanderer war damit deutlich höher als in den letzten fünf Jahren. Zuletzt waren jährlich nur zwischen 660.000 und 720.000 Menschen nach Deutschland eingewandert. Allerdings lag die Zuwanderung bis 2002 mit jährlich über 800.000 Menschen, was höher ist als im letzten Jahr.
Von den im vergangenen Jahr zugezogenen Personen waren 684.000 ausländischer Herkunft. Im Vergleich zum Vorjahr waren das 77.000 (13%) mehr. Die Zahl der zugewanderten Deutschen (115.000) ist dagegen gegenüber dem Jahr 2009 konstant geblieben. Die deutschen Zuzüge bilden Spätaussiedler und weitere Deutsche, die aus dem Ausland zurückkehren.
Am meisten zugezogen im letzten Jahr sind Personen aus Polen (126.000), Rumänien (75.000), Bulgarien (39.000), Ungarn (30.000), der Türkei (30.000) und den USA (30.000). Die meisten Fortzüge waren aus Rumänien (Plus 18.000), Bulgarien (Plus 11.000) und Serbien (Plus 10.000).
Im Jahr 2010 wurden 671.000 Fortzüge aus Deutschland verzeichnet. Das waren 63.000 weniger als im Vorjahr. Die Zahl der ins Ausland Fortgezogenen verminderte sich wie bei ausländischen Personen (von Minus 49.000 auf 530.000) so auch bei deutschen Personen (von Minus 14.000 auf 141.000 Personen).
Bei den Zu- und Fortzügen handelt es sich um einen vorübergehenden oder einen dauerhaften Aufenthalt.
Für das Jahr 2010 ergibt sich ein Wanderungsüberschuss von 128.000 Personen. Seit 1990 wurde in jedem Jahr ein Wanderungsüberschuss verzeichnet (außer 2008 und 2009). Der Überschuss lag nach den hohen Zuwanderungsüberschüssen des Zeitraums der Wiedervereinigung seit 2004 bei weniger als 100.000 Menschen jährlich. Der Wanderungssaldo im Jahr 2010 ergab sich aus einem Wanderungsüberschuss von ausländischen Personen von rund 154.000 (im Jahr 2009: 28.000) und einem Abwanderungsverlust von deutschen Bürgern von 26.000 (im Jahr 2009: 40.000).
Kategorien: Migration
Jobsuche und Arbeit für Immigranten im Ausland
Abgesehen von der Verstärkung der Euro-Positionen auf dem Weltmarkt, sind die Einschätzungen der deutschen Experten weit optimistischer, obwohl die Verstärkung der Euro-Positionen auf dem Weltmarkt ein Alarmsignal sein müsste. Bei der Revalvation der Währungen (die Erhöhung ihres Wertes auf dem Weltmarkt) kann solche Situation für die nationalen Unternehmen gefährlich sein. Ihre Waren, deren Wert in „starke“ Währung geäußert ist, verlieren die Reihe der Konkurrenzvorteile entsprechend. Jedoch gibt es in Deutschland, das über den Titel ‘Weltmeister im Export‘ verfügt, viele Experten, die ungeachtet der Verteuerung des Euro, optimistisch sind und glauben, dass die Steigerung des Euro keine negative Widerspiegelung auf die nationale Wirtschaft haben wird. Ungeachtet entwickelter Wirtschaft wird der Westen immer noch älter sein und immer mehr Arbeitskraft brauchen (Gastarbeiter und Immigranten). Der Eurokommissar Francos Frattini erklärte, dass bis 2050 das Bedürfnis der EU nach ausländischer Arbeitskraft 20 Millionen Menschen überschreiten wird. Die Immigranten werden nicht helfen, die aussterbende europäische Kultur zu bewahren, aber sie sind im Zustand, die Wirtschaft zu stabilisieren. Deshalb hat der Kommissar Frattini die Idee vorgebracht, die Grenzen für die Arbeiter nach den Verträgen aus den Ländern zu öffnen, die nicht in die Europäische Union eingehen. Aber nicht alle EU-Länder unterstützen diese Initiative, obwohl der Aufenthalt von Ausländern viele Vorteile hat. Die Immigranten vergrößern den inneren Konsummarkt vom Aufenthaltsland, sowie erhöhen ihre Konkurrenzfähigkeit in der Welt. Doch ist die Arbeitskraft der Angereisten in der Regel lokal, so wesentlich billiger, ihre Nutzung verringert die Herstellungskosten und verbilligt schließlich die hergestellten Waren. Dieses trägt zur Senkung der Inflation im Land bei. So laut Statistik, für jene Städte, wo das Prozent der Immigranten besonders groß ist, wird niedriges Niveau der Arbeitslosigkeit und hohes Wirtschaftswachstum beobachtet. Das ist einer der Gründe, nach denen die Experten die Vergrößerung des Nebenflusses der Immigranten in der EU vorhersagen – sogar der Illegalen. Die Europäische Union plant, mehr Gastarbeiter als Immigranten zu haben. Jedoch ist Osteuropa nicht unendlich, und ihre Bevölkerung wird nicht ausreichen, um den Mangel der Arbeiter bei den westlichen Nachbarn zu ergänzen. In den Ländern, die vor Kurzem der EU beitraten, wird auf dem Hintergrund des dauernden Nebenflusses der Investitionen schon der starke Mangel der Arbeitskräfte empfunden. Deshalb sind für die EU solche Perspektiven möglich: entweder die Integration der Immigranten aus Afrika und Asien durchzusetzen (wie die Erfahrung zeigt, ist es problematisch), oder Arbeiter aus den osteuropäischen Staaten und der Türkei heranzuziehen.
Kategorien: Jobs, Migration, Uncategorized, Unternehmen in Deutschland
Die deutsche Wirtschaft braucht junge Migranten
Die Firmen müssen sich um ausländische Schulabgänger kümmern, da es einen Mangel an Lehrstellen gibt.
Ein riesiges Problem für die deutschen Unternehmen in Deutschland ist, dass es an solchen Migranten mangelt, die ein Fachabitur machen.
Künftig wird es immer weniger Azubis an den Schreibtischen, Werkbänken oder Ladentheken geben. Der Lehrstellenmarkt wurde vom demografischen Wandel mit voller Kraft erfasst. Im Jahr 2009 gab es 870.000 Schulabgänger, um 5% (30.000) weniger als 2008. Dieser Rückgang bezieht sich ausschließlich auf Hauptschulen und Realschulen.
Im vergangenen Krisenjahr verringerte die Wirtschaft die Lehrstellenzahl um 8% (52.000). Viel weniger Jugendliche waren auf Jobsuche. „Die Ausbildungsmarktsituation hat sich für die Jugendlichen nicht wesentlich verschlechtert“, heißt es dazu lapidar im Berufsbildungsbericht der Bundesregierung.
Den deutschen Unternehmern bleibt einfach nichts anderes übrig als Jugendliche mit einem Migrationshintergrund einzustellen. Kontinuierlich steigt die Zahl der Jugendlichen mit ausländischen Wurzeln in den Schulklassen.
In der Altersgruppe der 10- bis 15- jährigen ist ungefähr jeder Dritte ausländischer Herkunft. Wenn man noch den Anteil aus den Grundschulen und anderen Schuleinrichtungen nimmt, bekommt man 40 Prozent. Wenn Unternehmen auf Migranten verzichten, werden sie dann irgendwann kein Personal mehr haben, das die Arbeit erfüllen könnte.
Außerdem gibt es noch andere Angaben, von denen die Unternehmer in Schrecken geraten. 15% der Migranten haben keinen Schulabschluss, bei den Deutschen sind es 6%. Jeder dritte ausländischer Jugendlicher macht eine Berufsausbildung, hingegen etwa 70% der deutschen Jugend.
Nicht alle Migrantenfamilien verstehen, wie wichtig eine Berufsausbildung ist. Die Berliner Unternehmen und Verbände planen, die Kampagne „Berlins Wirtschaft braucht Dich“ durchzuführen, die die jungen Migranten überzeugen soll, eine Berufsausbildung zu machen. „Wir machen das nicht aus Gutmenschentum. Es ist eine schlichte Notwendigkeit“, sagt Eric Schweitzer, Präsident der örtlichen Industrie- und Handelskammer und Chef des Entsorgers Alba.
In anderen Städten gibt es auch ähnliche Kampagnen. Die Bildungsministerin Anette Schavan (Partei CDU) rät der Wirtschaft, mehr Migranten in die Lehre zu locken.
„Wir müssen umdenken, neue Wege gehen“, sagt Markus Kiss, Bildungsexperte beim Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Seit 2005 macht sich der demografische Wandel richtig bemerkbar. 2004 stand etwas ganz anderes im Vordergrund, als sich die Bundesregierung und die Wirtschaft auf den Ausbildungspakt verständigten: Es mangelt an Ausbildungsplätzen für Schulabgänger. Das hat sich nun geändert. Ab 2013, sagt Kiss, würde es richtig schlimm. Viele Betriebe in Ostdeutschland finden heute schon kaum noch junge Arbeiter. Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag und die Spitzenverbände der Wirtschaft wollen deshalb den Ausbildungspakt, der im Herbst 2010 ausläuft, um weitere drei Jahre verlängern.
Für die Unternehmen hat ein Wettlauf begonnen. Sie müssen Abiturienten und Bewerber mit geldwerten zusätzlichen Angeboten vom Wert einer Berufslehre überzeugen. Auch müssen sie sich intensiv um die Jugendlichen kümmern, die als „nicht ausbildungsfähig“ bezeichnet werden. Viele davon besitzen ausländische Wurzeln. Die Betriebe brauchen Programme, bei denen sich die Sozialarbeiter um Jugendliche kümmern parallel zur beruflichen Ausbildung.
Kategorien: Jobs, Migration, Stellenangebot, Unternehmen in Deutschland
Russlanddeutsche Migranten
In Deutschland leben ungefähr 15,3 Millionen Menschen mit einem Migrationshintergrund. Nichtsdestoweniger nach den veröffentlichten Daten des Statistischen Bundesamtes in Wiesbaden nur fast die Hälfte, das heißt 7,3 Millionen, der Migranten und ihrer Nachkommen sind Ausländer, da andere 8 Millionen das Recht auf die Staatsangehörigkeit inzwischen bekommen haben und eingebürgert wurden. Der prozentuale Anteil der Menschen mit einem Migrationshintergrund bildet in Bezug auf die allgemeine Bevölkerung 18,6 %.
Schließlich arbeiten die Migranten doppelt so oft als Arbeiter und Arbeiterinnen als jene ohne Migrationshintergrund (48,5 gegen 24%). In der entsprechenden Weise kann man unter den Ausländern und denen, die die Staatsangehörigkeit bekommen haben nur selten Angestellten in der öffentlichen Sphäre begegnen. Besonders häufig arbeiten die Immigranten in der Industrie und dem Handel sowie in der Gastronomie. Das Bundesamt macht nur darauf aufmerksam, dass die Bewegung der Immigration in mehreren Wellen geschah: Die sechziger Jahre waren Jahre der ausländischen Arbeiter, in den Achtzigern kam dann der Zufluss von ungefähr einer Million Polen und nach der Perestrojka die Ankunft von hunderttausend Russlanddeutschen. Die Zahl der Überlassungen der Rechte der Staatsangehörigkeit den Migranten wird verringert: so bekamen noch 140.700 Migranten in 2003 deutsche Staatsangehörigkeit, in 2004 waren es 127.000 und 2005 nur 117.200. Das letzte Mal unter übrig haben die Staatsangehörigkeit fast 33.000 Bürger aus der Türkei, 13.000 aus ehemaligem Jugoslawien, fast 7000 Menschen aus Polen und ungefähr aus 5000 Russland, sogenannte Russlanddeutsche bekommen.
Kategorien: Arbeitnehmer, Jobs, Migration, News, Stellenangebot, Uncategorized
