Alle Artikel der Kategorie Gehalt in Osteuropa

Lohn der Leiharbeiter in Deutschland

28. Oktober 2010

Berthold Huber, erster Vorsitzender der IGM (Industriegewerkschaft Metall) hat die Bundesregierung aufgefordert, Leiharbeitern in Deutschland den gleichen Lohn welchen es die Stammkräfte haben zu garantieren. “Die Regierung soll endlich ihren Job machen und gesetzlich festschreiben, dass Leiharbeiter denselben Lohn erhalten wie Stammkräfte. Wir brauchen Equal Pay für die Leiharbeiter”, sagte Huber der Düsseldorfer “Rheinischen Post”. “Wir haben derzeit die höchste Zahl an Leiharbeitern, die wir je hatten. Wir sehen eine unerträgliche Verrohung des Arbeitsmarktes, wenn in diesem enormen Umfang reguläre Kräfte durch billigere Leiharbeiter ersetzt werden”, so Huber. Die auf den Schutz der Leiharbeiter gerichteten gesetzlichen Regelungen waren von der rot-grünen Regierung unter Bundeskanzler Schröder abgeschafft worden. Die größte Einzelgewerkschaft Deutschlands fordert in Anbetracht der sehr positiven Lage am Arbeitsmarkt eine Rückkehr zu den bisherigen Regelungen.

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Die Arbeitskosten in der deutschen Privatwirtschaft steigen

06. Juli 2010

Die Arbeitskosten in der Privatwirtschaft in Deutschland lagen 2009 im Vergleich mit Europa im oberen Drittel. Das Statistische Bundesamt teilte mit, dass die Lohnnebenkosten dagegen unter dem europäischen Durchschnitt blieben.

Die Arbeitgeber zahlten im Jahr 2009 in der Privatwirtschaft im Durchschnitt 30,90 Euro für eine geleistete Stunde Arbeit. Dänemark hatte die höchsten (37,40 Euro), Bulgarien die niedrigsten (2,90 Euro) Arbeitskosten für je geleistete Arbeitsstunde. Deutschland liegt insgesamt bei den Kosten im EU-Vergleich an 8. Stelle.

Das verarbeitende Gewerbe wies eine Arbeitsstunde in Deutschland im letzten Jahr im Schnitt 35,60 Euro auf. Damit lag Deutschland in dieser Branche hinter Belgien mit 38,50 Euro und Dänemark mit 35,90 Euro auf Platz drei in der Europäischen Union.

Die Branche der Energieversorgung besaß die höchsten Arbeitskosten in Deutschland – 50,30 Euro je Arbeitsstunde. Im Gastgewerbe zahlten die Arbeitgeber die niedrigsten Arbeitskosten (16,10 Euro).

Die Arbeitskosten setzen sich aus Bruttogehältern und Bruttolöhnen und Lohnnebenkosten zusammen. Im vergangenen Jahr zahlten die deutschen Arbeitgeber 32 Euro Lohnnebenkosten auf 100 Euro Bruttolohn und Bruttogehalt. Damit befand sich Deutschland unter dem durchschnittlichen Wert in Europa von 36 Euro und besetzte bei den Lohnnebenkosten mit Platz 13 innerhalb der Europäischen Union einen mittleren Rang. In Frankreich fielen zum Beispiel auf 100 Euro Lohn zusätzlich 50 Euro Lohnnebenkosten, in Malta entfielen bloß 9 Euro.

Die erhöhte Kurzarbeit und die starke Verkürzung von Überstunden brachten die Arbeitskosten in Deutschland auf einen neuen Rekordstand. Im Vergleich zum Jahr 2008 war ein Zuwachs auf 4,1 Prozent zu beobachten. 2008 belief sich der Zuwachs auf 2,6 und 2007 auf 0,7 Prozent.

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Stellenangebote und Nebenjobs für Migranten

27. Mai 2010

In den 1980er Jahren begann die Arbeitsmigration.
Die wichtigsten Herkunftsländer waren Rumänien, Moldawien, die Ukraine und Albanien, zum anderen Marokko und Tunesien sowie einige Staaten Westafrikas und Lateinamerikas. Der Grund dieser Zuwanderung war der Fall des Eisernen Vorhangs und die vereinfachten Einreisemöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger aus Mittel- und Osteuropa. Zum anderen spielten die Entstehung irregulärer Arbeitsmärkte in Westeuropa sowie der ökonomische Aufschwung in Südeuropa eine wichtige Rolle. Eine Beschäftigung finden irreguläre Migrantinnen und Migranten in erster Linie in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, als Haushaltshilfe und Pflegekraft sowie im Gastgewerbe.

Zu diesen Bereichen mit Stundenlohnzahlung steht die einheimische Arbeitskraft in vielen Regionen nicht mehr zur Verfügung, es mangelt generell an solchen örtlichen Arbeitern. Mehrere Länder Europas, insbesondere Belgien, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien reagierten auf diesen Zustrom von
Arbeitskräften mit groß angelegten Regularisierungsprogrammen. Insgesamt erhielten zwischen 1995 und 2006 im Rahmen dieser Programme mehr als 3,2 Millionen Migranten eine Arbeits- und
Aufenthaltserlaubnis. Länder wie Großbritannien, Irland und Schweden öffneten für diese EU-Bürger zugleich ihren Arbeitsmarkt, während die Neuzuwanderer aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten in Deutschland, Frankreich oder Österreich zwar nun ein Aufenthaltsrecht, aber noch keinen Zugang zum legalen Arbeitsmarkt besitzen.

Durch die Globalisierung und Modernisierung von der Ökonomie und den Bildungssystemen stieg in dem letzten Jahrzehnt auch die Zahl von Managern, Spezialisten, Forschern und Studierenden. Besonderes wächst die Zahl ausländischer Studierender an europäischen Hochschulen. Zugleich erhöhte sich die Zahl der europäischen Firmen, die in mehr als einem Land tätig sind; und damit auch die Zahl jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innerhalb derselben Firma, aber in unterschiedlichen Ländern tätig sind.

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Die Erweiterung des Arbeitsmarktes für die Ingenieure

26. Mai 2010

Die besten Perspektiven auf der Jobbörse heute und in der Zukunft werden Maschinenbau- und Elektrotechnik-Ingenieure haben. Der Arbeitsmarkt für Ingenieure erweitert sich immer mehr. So wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um ca. 5.000 mehr Fach- und Führungskräfte gesucht. Innovative Technologien lassen die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern steigern.

Der Maschinen- und Anlagenbau hat hierzulande eine lange und namhafte Tradition. Deutschland ist der dritte Maschinenproduzent in der Welt und diese Branche wächst weiter: Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag um vier Prozent über dem Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Bereich ist eine Hightech-Branche, die Maschinen stecken voller Software, Elektronik und Sensorik. Kein Wunder, dass qualifiziertes Personal im Ingenieurbüro besonders gefragt ist. Aber auch im Anlagen- und Sondermaschinenbau, in der Forschung und der Elektroindustrie sowie in der pharmazeutischen und chemischen Industrie gibt es Tausende von Arbeitsplätzen. In der Umwelttechnik will Deutschland sich weiter etablieren – dazu werden qualifizierte Verfahrenstechniker und Maschinenbau-Ingenieure gebraucht. So können sich die Personalsuchenden dieser Branche zu den Rekrutierern gesellen, die sich nach Anlagenbauern, Chemie- oder Elektronik-Ingenieuren umschauen. Die Ingenieure für den Vertrieb sind auch gefragt. Sogar diese Ingenieure, die ein Praktikum haben, verdienen auch nicht schlecht.

Es wird bis 2010 ein Defizit von fast 50.000 Ingenieuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt und Stellenmarkt geben. Die deutschen GmbHs brauchen viele Ingenieure und haben freie Stellen. Und schaut man sich die anstehende demografische Entwicklung und Globalisierung an, so führt kein Weg an den Engpässen bei der Rekrutierung des geeigneten europäischen Personals vorbei. Abgesehen von der gebeutelten Baubranche suchen alle Branchen, die Ingenieure beschäftigen, nach Spezialisten. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) stellt fest, dass Ingenieurinnen und Ingenieure langfristig zu den am stärksten nachgefragten Akademikern zählen werden. Und immer das immer steigende Gehalt widerspiegelt das.

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Der Arbeitsmarkt in Osteuropa

21. Mai 2010

Andere EU-Staaten haben seit Langem Ihre Grenzen für Fachleute geöffnet und einige betreiben sogar eigene Rekrutierungsbüros in den entsprechenden Ländern. Betreut, unterstützt und manchmal sogar betrieben, von den jeweiligen Außenhandelskammern.
Je nach Land locken hier neben der vereinfachten Zuwanderung und dem hohen Gehalt, ausgesprochen attraktive Sozialabsicherungen und modernste Arbeitsmittel und Methoden.
Und nun kommen wir. Nachdem Franz Müntefering im letzten Jahr die Vorrangprüfung der Arbeitsämter für Ingenieure der Fachrichtungen Maschinebau und Elektrotechnik erleichtert, und diese nicht mehr an ein jährliches Mindesteinkommen von unglaublichen € 86.400,- gekoppelt hat, ist es auch schon so gut wie vorbei mit den Erleichterungen für Unternehmen, an osteuropäische Fachkräfte zu kommen.
Der neue “innovative” Vorstoß der Berliner Politiker macht eher den Eindruck als wüsste man vor allem eins von der Sorge der deutschen Wirtschaft um Fachkräfte- nämlich nichts. Denn dies soll ab 2009 gelten:
Das Mindesteinkommen zum Wegfall der Vorrangprüfung wird von € 86.400,- auf nun € 63.600,- gesenkt.
Der freie Zugang des deutschen Arbeitsmarktes wird von 2009 auf 2011 verschoben.
Eine unbefristete Aufenthaltserlaubnis soll dann schon nach 2 Jahren erfolgen, wenn die Fachkräfte in diesem Zeitraum auch im erlernten Beruf gearbeitet haben.
In meinen Augen ein gewagtes Stück, was da aufgeführt wird. Welcher Neueinsteiger bekommt bitteschön mindestens € 63.400,- als Jahresgehalt? Und was soll das bitte mit der unbefristeten Arbeitserlaubnis nach 2 Jahren. Laut EU Richtlinien, gilt nämlich heute schon, dass wenn ein Bürger der neuen EU Staaten eine Arbeitserlaubnis erhält, er nach bereits einem Jahr Recht auf eine unbefristete Erlaubnis erhält.
Ich kann verstehen, dass man Sorge vor einem Zuzug der Ärmeren aus Osteuropa hat, da nach dem EU-Recht auch das Anrecht auf soziale Leistungen erfüllt ist. Deswegen wurde auch die maximale Ausdehnung der Arbeitsmarktbeschränkung von 2009 auf 2011 genutzt. Hier möchte man die Billiglöhner abhalten, die dann auch noch Anspruch auf Arbeitslosengeld, bzw. HartzIV hätten.
Dem dringenden Zuzug von Fachkräften ist damit jedoch nicht gedient. Schön für die anderen EU-Staaten.

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Lohnzuschuss für Leiharbeiter

16. Mai 2010

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel fordert für die Leiharbeiter einen Lohnzuschuss.

Der Vorsitzende plädiert dafür, dass die Lohnarbeiter besser als zuvor entlohnt werden müssen. Er hat deshalb veranlasst, dass die Leiharbeiter einen Einkommenszuschuss erhalten. “Ich halte einen Flexibilitäts-Zuschlag, wie es ihn in Frankreich gibt, für denkbar. Dort erhalten Leiharbeiter einen Lohnzuschlag von zehn Prozent als Ausgleich für die unsichere Beschäftigung”, teilte er der Zeitung „Rheinische Post“ mit.

Die Regeln, die momentan in den Gewerkschaften bestehen, haben zu einem nicht ausreichenden Lohn geführt. Sobald sich der Leiharbeiter in seine Tätigkeit eingearbeitet hat, müsste er auf den entsprechenden Arbeitslohn dafür rechnen. Gabriel möchte, dass die Deregulation in den Bereichen der Leih- und Zeitarbeit abgeschafft wird. In diesem Zusammenhang kündigte er einen Plan zur Reformdurchführung der Hartz-4-Gesetze für den März an.

Der SPD-Vorsitzende strebt zu einer “sozialdemokratischen Wirtschaftspolitik”, die die Ziele “Aufstieg und Teilhabe” verfolgen wird.
Der BZA (Bundesverband Zeitarbeit) und der DGB (Deutscher Gewerkschaftsbund) haben sich darauf geeinigt, den Tariflohn der Leiharbeitnehmer ab Mai in zwei Schritte um 5% zu erhöhen. Außerdem werden die Leiharbeiter eine einmalige Zahlung in einer Höhe von 80 Euro erhalten.

Demgemäß wächst der Stundenlohn der leihenden Arbeiter in der Unterstufe um 0,18 Cent (von 7,38 auf 7,56 Euro) und steigt weiter im Mai 2011 auf 7,75 Euro. Ein Drittel der Leiharbeiter (200.000) wird einen Vorteil daraus ziehen im Falle, wenn sie in den Firmen eingestellt sind, die diesen Tarifvertrag beachten.

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Der Lebensstandard und das Durchschnittsgehalt in Deutschland

11. Mai 2010

Die deutschen Großstädte unterscheiden sich durch die verschiedenen Jobs und das Niveau des Lebensstandards. Um eine Orientierung auf dem Arbeitsmarkt zu bekommen, werden unten Zahlen zum Stellenmarkt und zur Gehaltshöhe angeführt.

Von den deutschen Großstädten nimmt Berlin mit seiner Einwohnerzahl von 3.5 Mio. an Platz eins, dann folgt Hamburg mit 1,75 Mio. und an dritter Stelle folgt München mit 1,3 Mio. Zwischen den Plätzen von 5 bis 10 liegen Köln (1 Mio.), Frankfurt am Main (660.000), Stuttgart (600.000), Dortmund (586.000), Essen (582.000), Düsseldorf (581.000) und Bremen (547.000).

Die Lohnhöhe in den 10 Großstädten Deutschlands

Die Lohnhöhe unterscheidet sich durch solche Faktoren, wie Branche, Alter und Geschlecht. Es ist also eine unrealistische Aufgabe, eine Lohnstatistik für alle Berufe einer Region zusammenzustellen, da jede Region ihre eigenen Tarife hat. Es gibt den Regionalfaktor, der die Gehaltshöhe in einer Region mit der durchschnittlichen Höhe in ganz Deutschland vergleicht. Nach diesem Faktor hat Frankfurt mit 118% das höchste durchschnittliche Gehalt in Deutschland, nachgefolgt von München (117%).

Weiter kommen die dritte Stelle teilenden Düsseldorf und Stuttgart (114%). Die Rangliste setzen fort: Köln (108%), Hamburg (105%), Essen (103%), Dortmund (101%), Bremen (98%) und Berlin (92%).
Es gibt viele Möglichkeiten, ein Stellenangebot in einer bestimmten Stadt aufzusuchen. Die weitverbreiteten Internet-Jobbörsen können aber auch kein genaues Bild von der Statistik geben. Unterschiede in den Regionen zeigen Jobs mit einem Jahreseinkommen von über 60.000 Euro.

Die Liste der Großstädte Deutschlands mit einem Jahresgehalt von über 60.000 Euro sieht folgenderweise aus: München steht an erster Stelle mit 14,5%, dann folgen Frankfurt mit 13,3%, Köln und Düsseldorf (beide mit 11,8%), Essen (10%), Stuttgart (9,8%), Hamburg (9%) und Berlin mit 7,4%. An letzter Stelle steht Bremen mit 5,4%.

Gewiss werden sich die oben angegebenen Zahlen nach einem bestimmten Zeitraum ändern. Bis dahin lassen sich von dem Überblick Tendenzen nachweisen, die für den Anfang eine nicht schlechte Orientierung verschaffen.

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Arbeit in Italien und Frankreich. Deutsche Führungskräfte

08. Mai 2010

Um die 19% der deutschen Fachkräfte sind binnen einem Jahr ins Ausland gegangen. Am meisten betroffen ist das Mittelmanagement: 40% der auswandernden Arbeiter sind leitende Fachkräfte oder Projektleiter.
In Deutschland, Frankreich und Italien ist die Zahl der Grenzpendler am niedrigsten. Nur 10% der einheimischen Manager sind zwischen 2008 und 2009 für die Beschäftigung im europäischen Ausland ausgereist. In Großbritannien beträgt die Zahl 20% und in Osteuropa 50%.

Unter den Ländern, die die besten Zuwanderungsquoten haben, sind die Niederlande und die Schweiz. Sie haben einen Zuwachs an Führungskräften aus dem Ausland in Höhe von 23% bzw. 30%. Die Zahl der einreisenden Spitzenkräfte übertreffen die der Abwandernden. Dass die Bilanz in Österreich günstig ist, kann man nicht sagen: Die Zu- und Auswanderungsquote in Österreich betrug minus 6%, das heißt, es wird öfter ausgewandert als eingereist.

Wenn man auf die Tätigkeitsbereiche oder Branchen schaut, so ist zu erkennen, dass die meisten Einreisen in ein anderes Land bei den Beratern liegen (14%). 10% von den übersiedelnden Führungskräften aus dem IT-Bereich sowie dem Finanz- und Banksektor. Aus der Sicht der Länder sind die deutschen Spitzenkräfte der Autoindustrie mit 37% in der Auswanderungsliste, bei den französischen Spezialisten dieser Branche sind es bloß 16%.

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Service und soziale Sicherheit bei Zeitarbeit

05. Mai 2010

Abschluss des Arbeitsvertrags

Die Zeitarbeitnehmer schließen den Arbeitsvertrag nur bei der Agentur für Zeitarbeit ab. „Dabei gelten die ganz normalen arbeitsrechtlichen Rahmenbedingungen, an denen sich jedes Arbeitsverhältnis in Deutschland messen lassen muss“, sagt Randhir Dindoyal, Rechtsanwalt aus München. „Der Unterschied zu einer konventionellen Festanstellung besteht vor allem darin, dass der Arbeitnehmer nicht bei seinem Arbeitgeber, sondern in anderen Betrieben arbeitet, an die ihn sein Chef für einen bestimmten Zeitraum verleiht.“

Eigentlich haben die Zeitarbeiter zwei Vorgesetzte. Einerseits ist die Agentur für Arbeit, bei der der Arbeiter fest angestellt wird und von der er das Gehalt ausgezahlt bekommt.

„Zeitarbeitnehmer müssen während ihres Einsatzes wie jeder fest angestellte Kollege auch Weisungen ihrer jeweiligen Vorgesetzten befolgen“, sagte Henning Timm, Arbeitsrechtler der Sozietät Baker& McKenzie in Düsseldorf.

Qualifikation in der Kurzarbeit

Das Qualifikationsniveau in den Bereichen kann von Anfänger bis Fortgeschrittener sein.

„In der Zeitarbeit spiegelt sich die Bandbreite des gesamten Arbeitsmarkts wider“, erklärt Rechtanwalt Dindoyal. „Mitarbeiter von Zeitarbeitsunternehmen werden heute in fast allen Unternehmensbereichen eingesetzt. Selbst Manager und Führungskräfte lassen sich mittlerweile über Zeitarbeitsunternehmen vermitteln und nutzen die Chance, Erfahrungen in verschiedenen Unternehmen zu sammeln.“

Soziale Sicherheit

Die zeitweilig beschäftigten Arbeiter haben die gleichen Sozial- und Arbeitsrechte wie alle anderen Arbeitnehmer. Dies sind, zum Beispiel Anspruch auf Urlaub, Lohnfortzahlung, Kündigungsfristen u.a.

Lohnhöhe

„Über 90 Prozent der Zeitarbeitnehmer werden heute nach Tarif bezahlt“, erläutert Thomas Läpple, Sprecher des Bundesverbands Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen e.V. (BZA).
„Dabei wird jeder Zeitarbeitnehmer – je nachdem, für welche Arbeiten er eingesetzt werden soll – in eine von den neun Entgeltgruppen eingeordnet.“ Die Stundenlöhne reichen von gut sieben Euro bis knapp 17 Euro.“

Zeitarbeiter, die einfache oder gleiche Tätigkeit ausüben, kommen in die Entlohnungsgruppe 1. Zeitarbeitnehmer mit einer Berufsausbildung und dreijähriger Berufserfahrung landen in der Entlohnungsgruppe 5. Eine von einem ausgebildeten und hoch qualifizierten Spezialisten ausgeübte Tätigkeit wird am höchsten bezahlt.

Diejenigen, die über 9 Monate im gleichen Unternehmen tätig sind, können auf einen Zuschlag rechnen. „Außerdem erhalten Zeitarbeitnehmer, die mindestens sechs Monate lang ununterbrochen bei ihrem Zeitarbeitsunternehmen angestellt waren, auch Urlaubs- und Weihnachtsgeld“, sagt Experte Läpple.

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Gehalt und Einkommen in Deutschland. Gehaltstabelle

30. April 2010

Mit Geld kann man viel Freude kaufen! Das schon. Aber wie viel Freude kann der oder jene Arbeitende für sein Gehalt kaufen? Der Unterschied zwischen den Gehalten in Deutschland ist gewaltig. Eine Übersicht über die Höhe des Entgelts verschafft die Gehaltsliste.

Die Liste gibt an, welche Bruttoeinkommen im Durchschnitt im entsprechenden Beruf erreicht wurden.

Das Einkommen hängt natürlich vom Geschlecht, vom Bundesland, von der Größe des Betriebes ab. Die Erfahrung im Beruf hat soeben Einfluss darauf. Männer verdienen um ein Viertel mehr als ihre Arbeitskolleginnen. Die Arbeiter im östlichen Teil Deutschlands, im Gegenteil von denen des Westteils, müssen sich mit einem Abschlag von 20% zufriedengeben. Beschäftigte in Großunternehmen haben mehr Vorteile als die, die in kleineren Betrieben arbeiten.

In der Liste sind Berufe von A bis Z präsentiert. Freie und selbstständige Berufe sind nicht dabei, da ein ausgebildeter Fachmann auch Sänger sein kann.

Den meisten ist bekannt, dass die Unternehmen von der Wirtschaftskrise profitieren. Die Vorgesetzten rufen auf, mit Schwung an die Arbeit zu gehen, aber mehr Geld ist dafür nicht zu erwarten. Das bezieht sich auf körperliche Arbeit.

Gut ausgebildete Kopfarbeiter ziehen vom Aufschwung einen großen Vorteil. Schon am Anfang ihrer Tätigkeit verdienen sie um 50% mehr als die Handwerker mit langjähriger Erfahrung.

Lange Jahre war der Unterschied zwischen den Einkommen geringer als in anderen Staaten, was sich nun ändert. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat festgestellt, dass sich die Lohnschere in den letzten zehn Jahren so schnell geöffnet hat, wie es in keinem anderen Industrieland zu beobachten war.

Das durchschnittliche Einkommen (brutto) eines vollzeitbeschäftigten Arbeiters beträgt 3077 Euro im Monat. Die Gehaltstabelle wurde im Jahr 2006 vom Statistischen Bundesamt zusammengestellt. In der Tabelle sind nicht alle Berufe enthalten. Die angeführten Beschäftigten sind im öffentlichen Dienst tätig.

(Summe in Euro)

Piloten 6927
Geschäftsführer 6106
Abgeordnete (Landtag, BW) 5824
Rechtsanwälte 5506
Unternehmensberater 5250
Maschinenbauingenieure 5201
Physiker 5163
Mathematiker 5163
Elektroingenieure 5160
Amtsleiter 5109
Leitende Verwaltungsfachleute 5109
Richter 5043
Staatsanwälte 5043
Lehrer (Schule) 4959
Informatiker 4583
Meteorologe 4483
Bauingenieure 4349
Pfarrer 4346
Industriemechaniker 4150
Lehrer (Erwachsenenbildung) 4959
Feuerwehrmänner 4053
Übersetzer 4053
Werbefachleute 3882
Versicherungsfachleute 3881
Flugzeugmechaniker 3791
Grafiker/Designer 3680
Bankfachwirte 3628
Fotografen 3616
Feinmechaniker 3567
Sozialarbeiter 3470
Buchhalter 3427
Groß- u. Außenhandelskf.leute 3409
Museumspädagogen 3386
Zahntechniker 3384
Redakteure 3283
Verlagskaufleute 3269
Kapitänleutnant 3188
Arbeitsvermittler 3187
Erzieher 3180
Verbraucherberater 3137
Technische Zeichner 3135
Fleischer 3092
Bürokaufleute 3087

DURCHSCHNITTSLOHN
3077

Ärzte (Krankenhaus) 3040
Köche 2980
Maschinenschlosser 2859
Finanzbeamte 2852
Feinwerkmechaniker 2828
Baumaschinenführer 2780
Lokführer 2762
Kellner 2762
Reiseleiter 2723
Chemikanten 2715
Augenoptiker 2697
Kranführer 2665
Postboten 2650
Elektriker 2633
Warenprüfer 2592
Zugbegleiter 2577
Straßenbauer 2567
Bergleute2562
Fliesenleger 2557
Kommissare 2534
Altenpfleger 2533
Maurer 2533
Physiotherapeuten 2493
Busfahrer 2493
Kfz-Mechaniker 2482
Immobilienkaufleute 2480
Lastwagenfahrer 2465
Reisebürokaufleute 2418
Krankenpfleger 2405
Werkspförtner 2385
Polizisten 2375
Dachdecker2368
Klempner 2355
Tischler 2342
Maler 2339
Kunststoffverarbeiter 2292
Diätassistenten 2292
Elektrogerätemontierer 2264
Lagerarbeiter 2226
Konditor 2182
Bäcker 2164
Möbelpacker 2146
Zahnarzthelfer 2068
Buchhändler (Einzelhandel) 2006
Gärtner2005
Müllwerker 1995
Arzthelfer 1963
Unteroffiziere 1907
Apothekenhelfer 1905
Floristen 1871
Gebäudereiniger 1863
Verkäufer 1841
Schneider 1722
Hotelfachleute 1519
Zimmermädchen 1487
Friseure 1178

Quelle: http://asset1.stern.de/media/pdf/gehaltsliste_01.pdf

http://www.stern.de/wirtschaft/arbeit-karriere/karriere/stern-gehaltsreport-wer-verdient-wie-viel-in-deutschland-593547.html

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