Alle Artikel der Kategorie Arbeitsmarkt
Die Entwicklung der europäischen Wirtschaft
Der Aufschwung der europäischen Wirtschaft gewinnt weiter an Fahrt. Die EU-Staaten nehmen weniger neue Schulden auf. Deutschland hat die stärkste Volkswirtschaft in der europäischen Zone. Das Bruttoinlandsprodukt wird im laufenden Jahr in der EU um ca. 1,8% und im nächsten Jahr um etwa 2% steigen. In Deutschland werden in diesem Jahr knapp 2,6% BIP-Wachstum und 2012 rund 2% erwartet. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird sich auch verbessern.
“Die wichtigste Botschaft unserer Prognose: Der Wirtschaftsaufschwung in Europa steht auf soliden Füßen und wird sich trotz der jüngsten externen Turbulenzen und Spannungen auf dem Markt für staatliche Schuldtitel weiter fortsetzen. Die öffentlichen Defizite gehen deutlich zurück. Jetzt ist es entscheidend, diese Wachstums- und Konsolidierungstrends zu unterstützen und dafür zu sorgen, dass sie sich in mehr und besseren Arbeitsplätzen niederschlagen”, sagt Olli Rehn, Wirtschafts- und Währungskommissar.
Deutschland und einige kleinere, exportorientierte EU-Mitgliedstaaten verzeichnen einen soliden Konjunkturaufschwung.
Die Lage der Staatsfinanzen ist besser geworden. Es wird damit gerechnet, dass sich das gesamtstaatliche Defizit in der Europäischen Union von 6,4% des Bruttoinlandsprodukts im vergangenen Jahr auf 4,7% im laufenden Jahr und 3,8% im nächsten Jahr verringert. Für den europäischen Raum wird eine ähnliche Entwicklung erwartet.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Neue Arbeitsplätze bei IT- und Forschungsunternehmen
Die Lage in der Wirtschaft Deutschlands ist gut. Die deutsche Industrie will in diesem Jahr rund 80 000 neue Arbeitsstellen schaffen. Bei industrienahen Dienstleistern und bei IT- und Forschungsunternehmen entstehen neue Arbeitsplätze, auch dank der Wirtschaftslage. Die Exportindustrie wächst. Unternehmen, die im Ausland investierten, spüren Aufschwung und haben hohe Beschäftigungspläne.
Viele Unternehmen haben volle Auftragsbücher. Damit haben sie dem deutschen Arbeitsmarkt im März trotz der Krise in Japan einen sehr kräftigen Frühjahrsaufschwung gegeben – und die Erwerbslosigkeit um 102 000 auf von 3,2 Mio. sinken lassen.
Arbeitsmarktforscher und die Bundesagentur für Arbeit sehen heute kein Ende des Job-Booms. Im Jahresdurchschnitt werde die Arbeitslosenzahl um ca. 320 000 sinken.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Jobs für junge Arbeitskräfte
Ab 1. Mai werden sich viele neue Möglichleiten auf dem deutschen Arbeitsmarkt öffnen. Es werden junge und gut ausgebildete Arbeitskräfte erwartet.
Jetzt kommen mehr fleißige Fachkräfte. Junge Handwerker aus Polen oder Tschechien sehen große Chancen in deutschen Betrieben und besetzen leer stehende Lehrstellen, wo sie zu erfahrenen Fachleuten ausgebildet werden.
Deutschland braucht dringend Arbeiter. Man braucht vor der Öffnung des Arbeitsmarkts keine Angst zu haben, denn in Deutschland gehen momentan die Arbeitskräfte aus, die Arbeit gibt es dagegen in großen Mengen. Die Zahl der freien Stellenangebote wird in den nächsten Jahren noch wachsen. Im Niedriglohnsektor gibt es keine allzu großen Risiken. Für kritische Branchen wurden Branchenlöhne festgelegt. Im Baugewerbe und in der Gebäudereinigung gibt es Mindestlöhne. Ein Mindestlohn wurde auch in der Pflegebranche und in der Zeitarbeit eingeführt. Diese Einführung war deshalb sehr wichtig, damit keine die über das Ausland nach Deutschland importierende Dumpinglöhne entstehen.
Deutschland profitiert am meisten von Europa, da Deutschland in den Markt Europas zwei Drittel seiner Güter exportiert. Deutschland und Europa sind ein großer gemeinsamer Arbeitsmarkt. Die Arbeitnehmerfreizügigkeit wird Deutschland mehr Vorteile bringen.
„Wir wollen ja selber vom europäischen Markt profitieren -, aber ganz klar soziale Leitplanken einführen und eisern kontrollieren, was Schwarzarbeit oder Unterlaufung der Mindestlöhne angeht. Da unsere Behörden noch mal genau hinschauen lassen, wer schwarzarbeitet, wer illegal dieses System ausnutzt, der kriegt die Rote Karte. Das geht nicht. Da müssen wir ganz eisern sein und hinterher sein zu kontrollieren“, sagte Bundesministerin Ursula von der Leyen.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Gute Handwerker und ausgebildete Fachkräfte gesucht
Die Bundesagentur für Arbeit teilt mit, dass die Erwerbslosenzahl zum Frühjahrsbeginn erneut gesunken ist.
„Die anhaltend große Arbeitskräftenachfrage ist ein wichtiger Indikator für den unverminderten Konjunkturaufschwung und für den Erfolgskurs der unionsgeführten Koalition in der Arbeitsmarkt- und Wirtschaftspolitik“, sagt Karl Schiewerling, der arbeitsmarkt- und sozialpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion.
Langzeitarbeitslose müssen auch arbeitsvermittelt werden. „Die enorme Nachfrage nach Arbeitskräften muss seine positive Wirkung auch bei Langzeitarbeitslosen entfalten können. Deshalb ist der ungebremste Nachfrage-Boom genau der richtige Zeitpunkt, die Instrumente für eine erfolgreichere Arbeitsvermittlung noch wirksamer zu gestalten. CDU und CSU unterstützen daher mit Nachdruck die Ziele der Bundesarbeitsministerin bei ihrer anstehenden Neuordnung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente“, so Schiewerling.
Reformetappen der Union. „Die Neuordnung der Instrumente ist der dritte Reformschritt auf dem Weg zur “Arbeitsmarktpolitik mit Wirk- und Langfrist-Garantie”. Im Fokus stehen dabei gerade die bislang Benachteiligten auf dem Arbeitsmarkt. Die Schritte 1 und 2 waren die Jobcenter-Reform und die Neufassung der Regelsätze samt großem Bildungspaket. Mit diesen drei Reform-Schritten unterstreicht die Union ihre arbeitsmarkt- und sozialpolitische Kompetenz für die Menschen nachhaltig“, erklärt Karl Schiewerling.
Die nächste Neuordnung der arbeitsmarktpolitischen Instrumente hat vier Vorteile:
1. klare Orientierung an den wirklichen Bedürfnissen;
2. große Passgenauigkeit;
3. hohe Effizienz der Maßnahmen;
4. Bessere Vor-Ort-Kompetenz in den Arbeitsagenturen und Jobcentern in Deutschland.
Ziele der Union. „Die Politik der Union orientiert sich genau an diesen Zielen, damit die Menschen möglichst schnell und nachhaltig wieder in einen Job vermittelt oder qualifiziert werden können. Wir wollen der Herausforderung des Fachkräftemangels begegnen. Denn wir brauchen gute Handwerker und ausgebildete Fachkräfte in der Dienstleistung. Mögliche Mitteleinsparungen sind hingegen keine Zielvorgabe für die Reform der Instrumente“, berichtet Schiewerling.
Die Neuordnung gibt die Möglichkeit, den unnötigen und teuren Bürokratismus loszuwerden. Die Mittel für die Eingliederung und berufliche Rehabilitation von Menschen mit Behinderung werden nicht gekürzt. Die Union wird Menschen mit sozialer oder körperlicher Benachteiligung auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Berufsleben begleiten.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Deutschland altert
Das Buch von Thilo Sarrazin „Deutschland schafft sich ab“ müsste genau genommen umbenannt werden und den Titel tragen „Deutschland altert“. Deutschland wird es wohl immer geben, aber es wird über kurz oder lang sicher überfüllt mit alten Menschen sein. Immer mehr alte Menschen werden dann nicht mehr in der Lage sein, die derzeitige Wirtschaftsleistung zu erhalten. Der Staat muss für Rente, Pflege und Umbauten immer mehr Geld ausgeben. Aus rund 80 Millionen Menschen werden dann mal eben rund 60 Millionen werden. So viele Menschen lebten auch Anfang der 30ger Jahre in Deutschland, nur waren diese wesentlich jünger. Ein Land kann auch mit rund 60 Millionen Einwohnern gut zurechtkommen, doch wenn davon über die Hälfte älter als sechzig Jahre sind, könnte dies zu erheblichen Problemen führen.
Immer weniger Erwerbstätige müssen dann die Kosten für die ältere Generation schultern. Das Heer der Unproduktiven wird immer größer. Rentner, Kranke, Arbeitslose, Kinder, Studenten und Hausfrauen müssen versorgt werden. Diese Situation wird sich auf alle Bereiche der Gesellschaft auswirken.
So wird auf dem Arbeitsmarkt ein eklatanter Mangel an Fachkräften zu spüren sein. Hinzu kommt, dass schon heute immer mehr hoch qualifizierte Facharbeiter das Land verlassen und gutes Geld im Ausland verdienen können. Wohlstand kann nur erhalten werden, wenn man diesen auch erarbeiten kann. Doch ohne ausreichende Fachkräfte wird sich auf lange Sicht der heutige Wohlstand nicht halten lassen.
Deutschland muss jetzt vor allem im Bildungssystem die Weichen für eine Eliteförderung stellen. Das allgemeine Bildungssystem muss so schnell wie möglich vereinheitlicht werden. Deutschland braucht keine sechzehn Kultusministerien.
Deutschland benötigt gut ausgebildete Zuwanderer. Diese sollten vor allem aus Osteuropa rekrutiert werden und nicht aus bildungsfernen Gebieten der arabischen Welt. Eine Zuwanderung in unsere, vor dem Kollaps stehende Sozialsysteme, sollte nicht weiter forciert werden.
Deutschland altert – die Politik muss dagegen steuern.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Arbeitsagentur Hotline
In Deutschland wagen jedes Jahr rund 400.000 Menschen den Sprung in die Selbstständigkeit. Endlich sein eigener Chef sein, das ist der häufigste Wunsch von vielen Angestellten. Doch stehen den zahlreichen Unternehmensgründungen auch diverse Pleiten gegenüber. Oft haben die Gründer die Marktsituation deutlich überschätzt. Die gewünschte Kundenzahl bleibt hinter den Erwartungen zurück. Schnell sind deshalb die finanziellen Mittel verbraucht und die Bank sperrt die Kreditlinie.
Unternehmer sollte zum Start immer darauf achten, dass sie ihre Kosten gering halten. Am Anfang sind die Büromiete und die Gehälter der Angestellten die größte Position in der BWA. Darüber hinaus müssen Steuern und Sozialabgaben pünktlich gezahlt werden. Zahlt man zu spät, drohen Versäumniszuschläge.
Steuert ein Unternehmen in die Insolvenz oder muss dieses aufgrund der schlechten Geschäftslage Mitarbeiter entlassen, ist das für alle Beteiligten ein großer Schock.
In solchen Fällen sollte man sich immer an die Agentur für Arbeit wenden. Auf der Arbeitsagentur Hotline werden Fragen zum Thema Arbeitslosigkeit kompetent und schnell beantwortet.
Die Hotline-Telefonnummer lautet
01801 – 555 111
und kostet nur 3,9 Cent pro Minute bei Anrufen aus dem deutschen Festnetz. Wer die Arbeitsagentur Hotline in der Mittagspause von seinem Handy aus anrufen muss, der zahlt pro Minute maximal 42 Cent.
Trotz mancher Beschwerde über die kostenpflichtige Hotline muss man an dieser Stelle erwähnen, dass erstens die Kosten gering sind und dass man zweitens die Anrufer besser auf die einzelnen Arbeitsagenturen verteilen kann. Ruft man beispielsweise aus dem Großraum München auf der Arbeitsagentur Hotline an, dann wird man auch an die Arbeitsagentur München weitergeleitet. Anhand der Anrufernummer kann die Software erkennen, aus welchem geografischen Gebiet der Anrufer stammt. Eine intelligente Anruferverteilung ist durch die 01801 Nummer möglich. Durch diese Maßnahme werden lange Wartezeiten auf der Arbeitsagentur Hotline vermieden.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Hohe Einstellungsbereitschaft der Unternehmen
Der Bedarf an Arbeitskräften ist höher als im Vorkrisenjahr 2007. Besonders bei Zeitarbeitsfirmen gibt es eine große Nachfrage nach Mitarbeitern. In den Branchen Handel, Gastronomie, Bau und Gesundheit würde neues Personal gesucht, meldete die Bundesagentur für Arbeit. Der Stellenindex (ein Indikator für die Nachfrage nach Arbeitskräften in Deutschland) stieg um sechs Punkte auf 166 Zähler und erreichte damit einen neuen Höhepunkt. Der Index übersteigt damit das Maximum des letzten Aufschwungs aus dem Jahr 2007. Wie hoch die Einstellungsbereitschaft sein wird und wie sich die Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt in den nächsten Monaten entwickeln wird, ist noch unklar. Die Betriebe melden hohe Bereitschaft, neue Arbeiter einzustellen. Außerdem berichten sie, Probleme zu haben, ausreichend (hoch-)qualifizierte Fachkräfte zu finden. Die meisten Jobs, die bei der Bundesagentur für Arbeit (BA) gemeldet sind, sind Vollzeitstellen.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Unternehmen brauchen qualifizierte Arbeitskräfte
Auf dem Arbeitsmarkt gibt es kaum noch ein Unternehmen, das nicht dringend auf Mitarbeitersuche ist. Hoch qualifizierte Arbeiter brauchen sich in den kommenden Jahrzehnten nicht vor Arbeitslosigkeit zu fürchten. Für Arbeitnehmer mit geringer oder keiner Qualifikation wird es schwer mit Arbeitsuche werden. Innerhalb von nur zwei Wochen meldeten drei deutsche Unternehmen, dass sie neue Arbeiter einstellen wollen. Der Software-Dienstleister Itelligence plant 150 neue Jobs, Phoenix Contact (elektrische Verbindungs- und elektronische Interfacetechnik, industrielle Automatisierungstechnik) hat freie Arbeitsstellen in fast allen Bereichen, und der IT-Dienstleister Syskoplan AG (Softwareintegrator, Beratungspartner und Outsourcing-Dienstleister) sucht 130 neue Mitarbeiter. Die meisten Unternehmen brauchen gut ausgebildete, qualifizierte Arbeitskräfte.
Kategorien: Arbeitsmarkt, Uncategorized
Transfergesellschaft für Firmen Unternehmen
PEAG Transfer, Deutschlands größter Anbieter von Beschäftigtentransfer, vermittelte im Jahr 2010 über 3.000 Arbeitnehmer.
“Wir konnten unseren Teil dazu beitragen, dass nicht noch mehr Menschen durch die Krise arbeitslos geworden sind, wenn betriebsbedingte Entlassungen anstanden”, erläutert Gerd Galonska, Geschäftsführer der PEAG. “Wir werden ausschließlich an unseren Vermittlungserfolgen gemessen und eine durchschnittliche Vermittlungsquote von 60 Prozent spricht für sich.” Aber auch die Mitarbeiter, die nicht direkt vermittelt werden konnten, hätten deutlich bessere Perspektiven: “Wir haben sie bis zu einem Jahr lang beraten und weiterqualifiziert. Damit verfügen sie über eine bessere Ausgangsbasis und haben größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.”
Im Jahr 2010 hat PEAG Transfer 172 Firmen, Klein- und Mittelunternehmen betreut. “Es ist auch vorwiegend der Mittelstand, der neue Arbeitsplätze schafft und Mitarbeiter einstellt.”
Man sollte sich an eine Transfergesellschaft wenden, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind, die Belegschaft zu halten. “Aber wenn Unternehmen aus finanziellen oder praktischen Gründen keine andere Handlungsmöglichkeit mehr haben, ist eine Transfergesellschaft eine sinnvolle Lösung.” Es komme aber immer auf die Beratungsqualität an. “Wir arbeiten mit sehr kleinen Einheiten. Ein Transfer-Berater betreut maximal 50 Betroffene. Dadurch können wir häufigen persönlichen Kontakt und eine intensive, vermittlungsorientierte Zusammenarbeit gewährleisten.” Ziel sei es die Menschen so schnell, wie möglich wieder in den ersten Arbeitsmarkt zu integrieren. “Das ist uns 2010 wieder sehr gut gelungen”, erläutert Galonska.
Kategorien: Arbeitsmarkt
Neue Arbeitsplätze in der Arbeitnehmerüberlassung
In Berlin wurde der millionste Zeitarbeitsvertrag des Jahres 2010 unterschrieben: Britta Steffen, die Literaturwissenschaftlerin und PR-Fachfrau, wird als Mitarbeiterin des Personaldienstleisters Manpower tätig sein. “Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein Personaldienstleister wichtige Türen öffnen kann, um an eine Stelle zu kommen, die man selbst so nicht erreicht. Und bei Manpower wurde mein Potenzial erkannt”, freut sich Frau Steffen über den Erfolg.
Im Jahr 2010 entstand jeder zweite neue Arbeitsplatz in der Arbeitnehmerüberlassung. Die Branche ist damit wieder der Jobmotor für Deutschland wie schon in den Jahren 2006 und 2007. “Der unbefristete Arbeitsvertrag mit Frau Steffen, den wir symbolisch als den millionsten Arbeitsvertrag 2010 unterzeichnet haben, macht deutlich, dass die Zeitarbeit boomt. Die dringend benötigte internationale Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen am Standort Deutschland wird zu einem Großteil durch die Flexibilität geschaffen, die das Modell Zeitarbeit bietet”, sagt Kerstin Hattar, Mitglied der Manpower Geschäftsleitung.
Die Zahl von einer Million Arbeitsverträgen wurde schneller erreicht als ursprünglich erwartet. Die Branche wächst seit dem 2. Vierteljahr 2009 wieder kontinuierlich. Nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. (IW) gab es im Oktober 2010 923.000 Zeitarbeitnehmer in Deutschland. Das entspricht einem Anstieg von 40% seit Jahresanfang 2010 beziehungsweise einem durchschnittlichen monatlichen Zuwachs von rund 4%. Für 2011 erwartet die Branche weiterhin ein großes Wachstum.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland hat durch Personaldienstleister an Flexibilität gewonnen. Ein weiteres Plus der Zeitarbeit zeigte sich während der Wirtschaftskrise: Die schützende Wirkung für die Stammmitarbeiter in den Kundenunternehmen.
“2010 haben bei Manpower ca. 35.000 Menschen einen neuen Job erhalten. Je nach Qualifikation werden zwischen 20 und 30 Prozent später vom Kundenunternehmen übernommen”, so Kerstin Hattar weiter. Aktuell sucht Manpower bundesweit über 1.600 Bewerber – für nahezu alle Branchen und Qualifikationsniveaus. Der Vertrag mit Britta Steffen symbolisiert auch einen Wandel der Arbeitnehmerüberlassung. Im Vergleich zu früheren Jahren “nimmt der Anteil der Spezialisten, Akademiker und Fachkräfte deutlich zu”, kommentiert Thomas Koch, Niederlassungsleiter von Manpower in Berlin.
Auf Zeitarbeit kommen in Deutschland weniger als 2% der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnisse. Der europäische durchschnittliche Wert liegt von über 2,5%. In Großbritannien sind rund 5% der Beschäftigten in der Arbeitnehmerüberlassung tätig, in Belgien, Frankreich und den Niederlanden liegt der Anteil über 2%. “Manpower ist in der Lage, in regulierten wie stark deregulierten Märkten Modelle anzubieten, die eine notwendige Flexibilität bieten. Für Frankreich gibt es mit dem sog. Agenturmodell eine komplett andere Lösung als in Deutschland”, legt Hattar dar.
Kategorien: Arbeitsmarkt, Branchen, Jobs, Uncategorized, Unternehmen in Deutschland, Zeitarbeit

