Normalverdienst in Deutschland
Der Niedriglohnsektor ist für sehr viele Menschen in Deutschland der Einstieg in eine Beschäftigung, die besser bezahlt wird.
Pro Jahr steigen über 24,% aller Geringverdiener in den Status der Normalverdiener auf. Niedrige Löhne sind in Deutschland für Millionen Menschen vor allem Einstiegslöhne.
Der Niedriglohnsektor schützt vor Armut. Nur unter 17% der Menschen in diesem Beschäftigungsbereich befinden sich an der Armutsgrenze. Die Arbeitslosen sind mehr armutsgefährdet als die Geringverdiener, da die Jobs im Niedriglohnsektor häufig zusätzliche Verdienste zum Haushaltseinkommen sind.
In den vergangenen Jahren ist der Niedriglohnsektor größer geworden, aber nicht auf die Kosten der Normalverdiener. Zu den Normalverdienern gehören Beschäftigte mit einem Stundenlohn oberhalb der Niedriglohnschwelle von 9 Euro. Der Sektor der Normalverdiener blieb relativ konstant bei ca. über 44% der Erwerbsbevölkerung. In den letzten Jahren ist dieser Sektor leicht angestiegen.
Dies ist das Ergebnis des Gutachtens “Der Niedriglohnsektor in Deutschland: Entwicklung, Struktur und individuelle Erwerbsverläufe”, welches das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) erstellt hat.
Kategorien: Arbeitnehmer