Alle Artikel vom August, 2010
Umsatzsteigerung in der mittelständischen Wirtschaft
Die Entwicklung des Umsatzes der Einkaufsgemeinschaften in der mittelständischen Wirtschaft hat im zweiten Vierteljahr 2010 die eigenen Erwartungen übertroffen. Dies zeigt die aktuelle Umfrage des Zentralverbands Gewerblicher Verbundgruppen (ZGV) und des Wirtschaftsmagazins „Der Handel“ (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main). Fast drei Viertel (74%) der befragten Kooperationen zeichnen zuwachsende Umsätze in letzter Zeit aus. Nur die Hälfte der Unternehmen hatte in der letzten Befragung im Jahresanfang mit Umsatzsteigerungen gerechnet.
Zu den Mitgliedern der Verbundgruppen gehören ungefähr 320 Einkaufs-, Marketing- und Dienstleistungskooperationen wie Intersport (Sportartikelhändler), Edeka (Zusammenschluss selbstständiger Einzelhandelskaufleute des Lebensmittelhandels), der Handelskonzern Rewe (Lebensmittelhandel und Touristiksparte), Euronics (Elektrowarenhändler) und Vedes (Fachhandelsorganisation für Spiel und Freizeit). Die Konjunkturumfrage des ZGV wird jedes Vierteljahr unter den Mitgliedern durchgeführt. Insgesamt haben sich 70 Verbundgruppen aus 17 verschiedenen Branchen mit 121.000 beigetretenen Unternehmen beteiligt.
In der nächsten Zeit erwarten um die 55% der Verbundgruppen eine positive Geschäftsentwicklung. 61% der Anschlusshäuser der Kooperationen hatten ansteigende Umsätze zu verzeichnen: Im ersten Vierteljahr 2010 war dies nur bei 30% aller Unternehmen zu beobachten.
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Anstieg der Autoproduktion in Deutschland
Die globale Autoindustrie profitiert weiter von der steigenden Nachfrage in China. Für dieses Jahr prognostiziert das Automotive Institute der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC) gegenüber 2009 eine Steigerung der allgemeinen Personenkraftwagenproduktion um ungefähr 20% auf rund 68,7 Mio. Autos. Das im Vorkrisenjahr 2008 erreichte Niveau von 66 Mio. Fahrzeugen würde damit überschritten sein. Bislang sind die Branchenexperten für das laufende Jahr 2010 von einem Produktionsanstieg auf 65 Mio. Pkws ausgegangen.
“Das bemerkenswerte Fertigungsplus ist zum größten Teil auf die starke Nachfrage in China und anderen Schwellenländern zurückzuführen. Allerdings spielt auch ein gewisser ‘Basiseffekt’ eine Rolle. So haben die Hersteller im Krisenjahr 2009 ihre Produktion stark gedrosselt und ihre Pkw-Bestände gezielt reduziert. Um die im laufenden Jahr unerwartet gute Nachfrage befriedigen zu können, mussten sie die Fertigung seit Jahresbeginn 2010 wieder deutlich hochfahren”, kommentiert Felix Kuhnert, Leiter des Bereichs Automotive bei PricewaterhouseCoopers. Diese Entwicklung lässt sich an der intensiven Steigerung der Kapazitätsauslastung im Durchschnitt von 66,7% im Jahr 2009 auf vermutlich 75,7% in diesem Jahr ablesen.
Der wichtigste Antrieb der Branche des Kraftwagenbaus ist der chinesische Markt. Dort legte der Pkw-Absatz zwischen Januar und Mai gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2009 um über 50% auf rund 5,8 Mio. Pkws zu. Die deutschen Hersteller profitieren auch vom Autoboom in China. Bis Ende Mai exportierten sie weltweit circa 1,83 Mio. Automobile und damit ungefähr 50% mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. In Deutschland sank die Zahl der neuen Zulassungen auf 1,26 Millionen Fahrzeuge.
“Der chinesische Markt bietet für die Automobilhersteller weitere Wachstumschancen. Jedoch darf nicht vergessen werden, dass der Automobilmarkt in China Ende 2008/ Anfang 2009 einen Absatzrückgang zu verzeichnen hatte. Ein Förderprogramm, das teilweise bis heute andauert, hat die Absätze im Krisenjahr mehr als stabilisert”, erläutert Felix Kuhnert.
In der EU verlassen in diesem Jahr ungefähr 15,19 Mio. Automobile das Werk, also rund 400.000 mehr als im Jahr 2009. Der Standort Deutschland trägt 4,92 Mio. Autos zur europäischen Branchenbilanz bei, rund 100.000 Fahrzeuge mehr als im Jahr 2009. Die Produktion in Osteuropa dürfte sich dynamischer entwickeln, wo viele Pkw-Hersteller aus der Europäischen Union fertigen lassen. Dort prognostizieren die Experten eine Steigerung gegenüber dem Jahr 2009 um 50% auf gut 2,7 Mio. Fahrzeuge.
Die PwC AG in Deutschland ist eine der führenden Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften. Sie hat ein Umsatzvolumen von rund 1,37 Mrd. Euro und beschäftigt 9.000 Mitarbeiter. An 29 Fertigungsstandorten arbeiten zahlreiche Experten für nationale und internationale Mandanten. PwC bietet Service in den Bereichen Wirtschaftsprüfung und prüfungsnahe Dienstleistungen, Steuerberatung sowie Deals und Consulting an.
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Als Minijobber im Privathaushalt arbeiten
Minijobs in privaten Haushalten sind eine Form der geringfügigen Beschäftigung z.B. für Studenten.
Vielen Familien, Alleinerziehenden oder Singles fehlt die Zeit, alle dringenden Hausarbeiten zu erledigen, wenn sie nach einem langen anstrengenden Arbeitstag im Unternehmen oder im Büro nach Hause kommen. Auch bejahrte Menschen, bzw. Rentner brauchen Unterstützung. Lebensmittel einkaufen, Wohnung oder Haus aufräumen, Geschirr spülen, Frühstück, Mittagessen und Abendessen zubereiten, Putzen, Staubsaugen, Waschen und Bügeln sind die nötigen Haushaltspflichten. Für die Erziehung der Kinder braucht man auch genug Zeit.
Der Minijobber übernimmt die von den Familienmitgliedern ausführenden Dienstleistungen. Im Gegensatz zu gewerblichen Minijobs zahlt der Arbeitgeber geringere Pauschalbeiträge. Die Pauschalbeiträge zur Rentenversicherung und Krankenversicherung betragen jeweils 5%. Dazu kommen noch Umlagen zum Ausgleichsverfahren in Höhe von 0,1% und eine einheitliche Pauschalsteuer in Höhe von 2%. Die Beiträge für die Unfallversicherung betragen bundeseinheitlich 1,6% der Arbeitsentlohnung. Die Einnahmen werden im Haushaltsscheckverfahren durch Einzugsvollmacht vom persönlichen Konto des Arbeitgebers von der Minijob-Zentrale eingezogen.
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Der Umsatz im deutschen Großhandel
Nach vorläufigen Resultaten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) wurde im deutschen Großhandel im zweiten Vierteljahr 2010 nominal 12,2 Prozent und real 7,1 Prozent mehr umgesetzt als im zweiten Vierteljahr 2009.
Der Großhandel mit Rohstoffen, Halbfabrikaten und Maschinen, der ein Anzeiger für die Entwicklung des Exports und der Industrieproduktion ist, setzte im zweiten Vierteljahr 2010 nominal 17,1% und real 8,9% mehr als im zweiten Vierteljahr 2009 um.
Im Großhandel mit Konsumwaren lagen die gesamten Umsätze nominal um 6,6 Prozent und real um 4,9 Prozent über dem Niveau des zweiten Vierteljahrs 2009.
Der Großhandel in Deutschland setzte während Juni 2010 nominal 15,1 Prozent und real 10,3 Prozent mehr um als im Juni 2009. Im Juni 2010 lag der Umsatz nominal um 1,3 Prozent und real um 1,2 Prozent höher als im Mai (unter Berücksichtigung von Saisoneffekten).
In den ersten 6 Monaten 2010 wurde im Großhandel nominal 9,5 Prozent und real 5,7 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2009 umgesetzt.
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Aufträge im Bauhauptgewerbe
Das Statistische Bundesamt (Destatis) teilte mit, dass im Mai 2010 die Zahl der Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe (Betriebe von Unternehmen mit über 20 beschäftigten Arbeitern) im Vergleich zum Monat Mai letzten Jahres preisbereinigt um 0,5 Prozent gesunken sind. Dabei stieg die Nachfrage im Hochbau um 0,7 Prozent, im Tiefbau dagegen sank sie um 1,5 Prozent.
Der Gesamtumsatz ist im Mai dieses Jahres um 1,0 Prozent gegenüber dem Mai im Vorjahr auf circa 6,8 Mrd. Euro zurückgegangen. Ende Mai 2010 hatten im Hochbau und Tiefbau 699 000 Bauarbeiter einen Job; das waren ca. um 9 000 Arbeiter (1,2 Prozent) weniger als im letzten Jahr.
Zwischen Januar und Mai 2010 ist die Zahl der Auftragseingänge der Bauhauptleistungen preisbereinigt um 5,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2009 gestiegen. Der Gesamtumsatz des Bauhauptgewerbes betrug in den ersten fünf Monaten 2010 24,4 Mrd. Euro und befand sich um 9,5 Prozent unter dem Niveau der Monate Januar-Mai 2009. Die Zahl der tätigen Arbeiter ist in den ersten fünf Monaten um 0,9 Prozent gesunken.
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Airbus-Unternehmen profitiert vom Auftragsboom
Deutschland nimmt sich bestimmte Anteile bei der Produktion von Airbus-Maschinen, was 12.000 Arbeitsstellen in Hamburg sichert.
Gute Nachrichten für die rund 12.000 Airbus-Beschäftigten in Hamburg: Bei der Produktion des Hauptmodells A320, sichert sich Deutschland auf Kosten des französischen Flugzeugbauers zusätzliche Anteile.
Der Airbus-Produzent plant, die Produktion seines wichtigsten Modells um 20% steigern. Statt den bisher 34 Jets pro Monat will der Airbus-Konzern bis August 2011 auf 38 kommen und im ersten Vierteljahr 2012 auf 40. Die Flugzeuge werden in Hamburg, Toulouse und in China gebaut.
Von dieser Steigerung der Produktion profitiert vor allem Hamburg: Die Zahl der heute auf Finkenwerder endmontierten 17 Flieger der A320-Familie wird künftig bis auf 22 steigen. Im chinesischen Werk Tianjin soll sich die Fertigungsquote von den heutigen 2 auf 4 Maschinen im Monat verzweifachen, in Toulouse entstehen aber nur noch 14 anstatt den bisherigen 15 Jets.
„Der Hochlauf der Fertigung sichert die Arbeitsplätze in Hamburg“, sagte eine Firmensprecherin. Es ist aber nicht geplant, mehr Arbeiter als ohnehin geplant zu beschäftigen. Stattdessen werden solche Steigerungen der Effizienz wie eine Verkürzung der Durchlaufzeiten in der Herstellung genutzt, um die Steigerung der Mengen möglichst mit dem bestehenden Werkspersonal bewältigen zu können.
Wenn es nötig ist, wird das Werk zu internen Umbesetzungen greifen. Vor der Wirtschaftskrise erreichte das Airbus-Unternehmen eine Rate von 36 Fliegern im Monat. Zu der auf 40 Maschinen geplanten Ausweitung kam es jedoch nicht.
Airbus verweist auf „die ungebrochen starke Nachfrage nach den ökoeffizienten Flugzeugen der A320-Familie“. 206 neue Jets-Bestellungen waren auf der Luftfahrtmesse in Farnborough gemacht worden.
Im Ganzen hat Airbus für die Modelle der A320-Familie über 2.200 Aufträge. „Dies alles sind klare Indizien für einen starken und positiven Erholungstrend am Markt“, sagte Airbus-Manager Tom Williams.
Neben der Boeing 737-Familie gilt die A320-Familie mit den Modellen A318, A319, A320 und A321 als eine der besten Flugzeugserien für die Passagierbeförderung der Welt. 4300 Exemplare wurden weltweit ausgeliefert. Von den 498 im Jahr 2009 produzierten Airbus-Maschinen waren 402 Flugzeuge aus der A320-Familie. An der Produktion dieser seit 22 Jahren gebauten Modellreihe sind 60 Prozent der Airbus-Mitarbeiter beteiligt.
Hamburg ist das Leitwerk für die A320-Familie, wo alle Familienmitglieder gebaut werden können. In Toulouse wird nur das Modell A320 hergestellt. Langfristig soll dieses Montageband nach Hamburg kommen.
Die Airbus-Werker in Toulouse haben kein Grund zur Besorgnis um ihre Zukunft. Dort ist die Produktion der Langstrecken-Jets gebündelt: Die Modelle der Familie A330 und A340, der A380 und A350. Airbus teilte ebenfalls mit, dass der Bau der A330/A340 vorläufig bei 8,5 Maschinen pro Monat bleiben wird.
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Baltischer Energiesektor und Energiemarkt
Der Energiesektor und die Energieversorgung, sowie der Energiemarkt sind für die baltischen Länder sehr wichtig. Die drei baltischen Staaten müssen zusammen einen Weg finden, wie man die Abhängigkeit vom russischen Energiesektor reduzieren oder vermeiden könnte, um relativ frei auf dem Energiemarkt der Welt zu sein. Moskau gebrauche seinen Energiesektor als eine politische Waffe, meint der Präsident Litauens, Valdas Adamkus. “Die Energiefrage ist für alle drei von extrem großer Bedeutung, nicht nur für Litauen und auch nicht nur im politischen Sinne. Die Leistungsfähigkeit unserer Industrie und unsere Lebensqualität hängen davon direkt ab. Unabhängigkeit im Energiesektor bedeutet auch politische Unabhängigkeit”, sagte Adamkus. Adamkus vertritt die Meinung, dass sich die baltischen Länder in dieser Frage auf einheitliche Unterstützung der EU verlassen sollten. Dies wiederum bedeutet, dass die EU einen einheitlichen Energiemarkt haben muss. Adamkus gestand, es sei schwierig, zu einer Übereinstimmung bezüglich dem geplanten Bau eines neuen Atomkraftwerkes in Litauen zu kommen. “Wir haben immer noch keine klare Vorstellung über den Betrieb des Kraftwerkes, über die Teilung der Anteile, das Management und das wichtigste – wie viel von der generierten Energie an die baltischen Staaten geht und wie viel nach Polen fliessen wird,” kommentierte Adamkus. Ebenfalls sei wichtig, den Umwelteinfluss des Kraftwerkes zu überprüfen. Die baltischen Energiefirmen Lietuvos Energija, Latvenergo und Eesti Energia einigten sich im vergangenen Jahr über den Bau eines neuen Atomkraftwerkes in Litauen. Laut Plänen soll der Bau bis 2015 abgeschlossen werden.
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