Alle Artikel vom Mai, 2010

Der Bedarf an Informatikern, Mathematikern und Technikern in Deutschland

29. Mai 2010

Die Sicherung des Bedarfs von Fachkräften ist eine strukturelle Herausforderung für den Wachstumsweg der Volkswirtschaft in Deutschland. In der Krise darf man das nicht außer Sicht lassen.

Bis zu dem Jahr 2020 wird der zusätzliche Bedarf an Arbeitskräften um 1,8 Mio. steigen (Studie des Instituts zur Zukunft der Arbeit). Die Hauptgründe für diesen Bedarf an Arbeitskräften liegen im sozialen Wandel der Einzelstrukturen und den zunehmenden Qualifikationsanforderungen wegen des technischen Fortschritts.

Der erstrangige Handlungsbedarf besteht also bei den MINT-Qualifikationen (Informatiker, Mathematiker, Techniker, Naturwissenschaftler), die infolge von strukturellem und langfristig anhaltendem Fachkräftemangel entstanden sind. Vor spezielle Herausforderungen sind Klein- und Mittelunternehmen gestellt.

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Baltische Ingenieure auf dem Arbeitsmarkt

28. Mai 2010

Deutschland öffnet seinen Arbeitsmarkt für hoch qualifizierte Ingenieure und andere Arbeitnehmer aus den EU- und Baltikumländern. Jetzt können deutsche Firmen Ingenieure und andere Fachkräfte aus Estland, Litauen, Lettland, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Slowenien, Polen und Ungarn bei sich beschäftigen. Großbritannien, Irland und Schweden öffneten bereits 2004 den neuen EU-Staaten ihren Arbeitsmarkt. Ab 2006 haben die Balten freien Zugang auch zu den Arbeitsmärkten Finnlands, Spaniens, Griechenlands, Portugals und Italiens. Im Mai 2007 kam auch Holland zu der Länderzahl, wo ausländische Arbeitskräfte eine Arbeit finden können. Frankreich, Dänemark, Belgien und Luxemburg sind vorsichtiger und lassen ihre Arbeitsmärkte für die Tätigkeitsausübung von Fachleuten aus dem Ausland nur allmählich öffnen. Eine Übergangsfrist für neue Mitgliedstaaten hat auch Österreich eingeführt. Ingenieure haben eine sehr wichtige Bedeutung für den deutschen Arbeitsmarkt. Der Arbeitsstellenmarkt in Deutschland mangelt an Ingenieuren, besonders im Bereich Elektrotechnik. Deshalb öffnet die deutsche Regierung langsam ihren Arbeitsmarkt für die Migranten aus Osteuropa und den Baltischen Ländern, um den Mangel an Fachkräften und Facharbeitern, die Arbeitslosigkeit und die demografische Krise zu bekämpfen.

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Das Lebensniveau und die Berufschancen für Arbeiter

28. Mai 2010

Eine Untersuchungsstudie hat gezeigt, welche Regionen in Deutschland das höchste Lebensniveau und die besten Berufschancen für Fach- und Führungskräfte haben. Dabei wurden solche Aspekte in Betracht gezogen wie Beschäftigungsentwicklung, Arbeitslosenquote der Arbeitskräfte, Kaufkraft, Chancengleichheit, Arbeitgeberattraktivität, Internationalität und Lebensqualität.
In der Stadt Jena ist ein großer Anteil an qualifizierten Facharbeitern. Dort befinden sich auch die zukunftsorientierten Arbeitsplätze.

Die Fach- und Führungskräfte werden in 2 Gruppen geteilt: Die innovativen Arbeiter (Informatiker, Mathematiker, Techniker, Ingenieure) und die lenkenden Arbeiter (Manager, Geschäftsführer, Juristen, Berater, Hochschullehrer, also Spitzenpersonal). Die Zweiten greifen die innovativen Ideen der Ersten auf und setzen sie um.

In Jena ist jeder vierte Bürger Student. Sie stellen den hoch qualifizierten Nachwuchs dar. Die Jenenserinnen besetzen außergewöhnlich viel Fachkräftestellen und Führungskräftestellen. Zum Wirtschaftswachstum tragen zum Beispiel die Gründungen von Privatunternehmen und Ausgründung aus Forschungsinstituten bei. Die Jener Industrie und Biotechnologie wird von solchen Firmen vertreten wie Carl Zeiss, Jenoptik u.a.

Das Jahreseinkommen pro Person Jahr beträgt um 2383 Euro weniger als das bundesdurchschnittliche, das bei 18.055 Euro liegt. Der eine hohe Qualifikation besitzende Migrantenanteil in Jena ist gering.

Die Landeshauptstadt von Bayern München befindet sich ganz oben, denn sie hat das höchste Lebensniveau unter den deutschen Städten. In Berlin, Hamburg und Stuttgart haben die jungen Fach- und Führungskräfte ebenfalls gute Karrierechancen. Hinter ihnen folgen Frankfurt am Main, Darmstadt, Köln, Bonn, Mannheim und Düsseldorf.

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Deutsche und ausländische Saisonkräfte

27. Mai 2010

Die Ernte verfault auf den Obstfeldern, da die Arbeit in der Branche der Landwirtschaft als Erntehelfer bei den Deutschen nicht so beliebt ist.

Das warme Frühlingswetter hat dazu gebracht, dass die Früchte schnell reif geworden sind, deswegen mussten dringend Zeitarbeiter her.
Landwirt Heinrich Mougin aus Grömitz (Kreis Ostholstein) klagt: “Uns fehlen die Leute. Die neue Sozialversicherungspflicht für ausländische Erntehelfer hat viele unserer polnischen Stammkräfte so verunsichert, dass sie gar nicht mehr kommen. Und die Arbeitsagentur ist nicht in der Lage, uns kurzfristig zuverlässige deutsche Arbeitskräfte für die Ernte und den Verkauf zu vermitteln.” Mougin würde mindestens 150 Helfer brauchen, um sein Erntefeld mit einer Fläche von 40 Hektar zu ernten. “Die Haupterntezeit beginnt auch gerade erst, aber es wird knapp”, sagt der Landwirt.
Für die Erntesaison in Schleswig-Holstein werden etwa 11.000 Erntehelfer gebraucht. 10% von den Arbeitskräften werden aus Deutschland sein. “Wenn Landwirte ihren Bedarf beim regionalen Arbeitgeberservice anmelden, können wir üblicherweise noch am gleichen Tag Bewerber aus dem Pool informieren und vermitteln”, sagt der Pressesprecher der Regionaldirektion, Horst Schmitt.
Die Landwirte werden ja auch deutsche Saisonkräfte bei sich einstellen. “Aber die müssen dann auch schnell einsatzbereit und zuverlässig sein”, sagt er. “Bei uns beginnt die Ernte morgens um 4 Uhr. Wenn ein Erntehelfer um 7 Uhr anruft und sagt, er komme heute nicht, weil er verschlafen hat und sein Auto nicht anspringt, wird es problematisch”, sagt Mougin.

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Russische Firmen in Deutschland

27. Mai 2010

Da solche russischen Städte wie Moskau oder Sankt Petersburg teurer werden, gründen die russischen Investoren Unternehmen in Deutschland und schaffen Tausende Arbeitsstellen.
Der 37- jährige Igor Jourist, einer von den innovativsten Unternehmern in Deutschland, hat 2 Firmen in Hamburg gegründet: die Jourist Verlags GmbH und die Promt GmbH. Er tritt als führender Anbieter von Übersetzungsprogrammen auf. Die Verlage von Fachzeitschriften erkennen seine Produkte an und geben ihm in den durchgeführten Tests stets den 1. Platz. “Wir sind sehr zufrieden”, erzählt der Unternehmer.
Viele russische Bürger versuchen ihr Glück auf dem Gebiet Deutschlands und gründen Tochtergesellschaften und eigenständige Firmen. Dank ihnen finden Tausende von Arbeitern eine Jobstelle. “Die Leute, die jetzt kommen, haben ihr Geld ehrlich verdient”, meint Jourist. “Nicht mit Öl oder Gas, sondern mit neuen Produkten.”
Die Businessmänner aus Russland investieren dort, wo es günstig ist – das ist, hauptsächlich Deutschland.

“Deutsche Firmen stehen ganz oben auf der Kaufliste russischer Unternehmen”, teilt Klaus Mangold mit, der Präsident des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft. Nach dem schnellen Wachstum der Wirtschaft sind genug Geldmittel zum Investieren da. “Die Kassen sind voll”, schildert PwC-Experte Kast.

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Stellenangebote und Nebenjobs für Migranten

27. Mai 2010

In den 1980er Jahren begann die Arbeitsmigration.
Die wichtigsten Herkunftsländer waren Rumänien, Moldawien, die Ukraine und Albanien, zum anderen Marokko und Tunesien sowie einige Staaten Westafrikas und Lateinamerikas. Der Grund dieser Zuwanderung war der Fall des Eisernen Vorhangs und die vereinfachten Einreisemöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger aus Mittel- und Osteuropa. Zum anderen spielten die Entstehung irregulärer Arbeitsmärkte in Westeuropa sowie der ökonomische Aufschwung in Südeuropa eine wichtige Rolle. Eine Beschäftigung finden irreguläre Migrantinnen und Migranten in erster Linie in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, als Haushaltshilfe und Pflegekraft sowie im Gastgewerbe.

Zu diesen Bereichen mit Stundenlohnzahlung steht die einheimische Arbeitskraft in vielen Regionen nicht mehr zur Verfügung, es mangelt generell an solchen örtlichen Arbeitern. Mehrere Länder Europas, insbesondere Belgien, Griechenland, Italien, Portugal und Spanien reagierten auf diesen Zustrom von
Arbeitskräften mit groß angelegten Regularisierungsprogrammen. Insgesamt erhielten zwischen 1995 und 2006 im Rahmen dieser Programme mehr als 3,2 Millionen Migranten eine Arbeits- und
Aufenthaltserlaubnis. Länder wie Großbritannien, Irland und Schweden öffneten für diese EU-Bürger zugleich ihren Arbeitsmarkt, während die Neuzuwanderer aus den neuen EU-Mitgliedsstaaten in Deutschland, Frankreich oder Österreich zwar nun ein Aufenthaltsrecht, aber noch keinen Zugang zum legalen Arbeitsmarkt besitzen.

Durch die Globalisierung und Modernisierung von der Ökonomie und den Bildungssystemen stieg in dem letzten Jahrzehnt auch die Zahl von Managern, Spezialisten, Forschern und Studierenden. Besonderes wächst die Zahl ausländischer Studierender an europäischen Hochschulen. Zugleich erhöhte sich die Zahl der europäischen Firmen, die in mehr als einem Land tätig sind; und damit auch die Zahl jener Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die innerhalb derselben Firma, aber in unterschiedlichen Ländern tätig sind.

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Die Erweiterung des Arbeitsmarktes für die Ingenieure

26. Mai 2010

Die besten Perspektiven auf der Jobbörse heute und in der Zukunft werden Maschinenbau- und Elektrotechnik-Ingenieure haben. Der Arbeitsmarkt für Ingenieure erweitert sich immer mehr. So wurden in den ersten drei Quartalen dieses Jahres um ca. 5.000 mehr Fach- und Führungskräfte gesucht. Innovative Technologien lassen die Nachfrage nach qualifizierten Mitarbeitern steigern.

Der Maschinen- und Anlagenbau hat hierzulande eine lange und namhafte Tradition. Deutschland ist der dritte Maschinenproduzent in der Welt und diese Branche wächst weiter: Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau lag um vier Prozent über dem Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Bereich ist eine Hightech-Branche, die Maschinen stecken voller Software, Elektronik und Sensorik. Kein Wunder, dass qualifiziertes Personal im Ingenieurbüro besonders gefragt ist. Aber auch im Anlagen- und Sondermaschinenbau, in der Forschung und der Elektroindustrie sowie in der pharmazeutischen und chemischen Industrie gibt es Tausende von Arbeitsplätzen. In der Umwelttechnik will Deutschland sich weiter etablieren – dazu werden qualifizierte Verfahrenstechniker und Maschinenbau-Ingenieure gebraucht. So können sich die Personalsuchenden dieser Branche zu den Rekrutierern gesellen, die sich nach Anlagenbauern, Chemie- oder Elektronik-Ingenieuren umschauen. Die Ingenieure für den Vertrieb sind auch gefragt. Sogar diese Ingenieure, die ein Praktikum haben, verdienen auch nicht schlecht.

Es wird bis 2010 ein Defizit von fast 50.000 Ingenieuren auf dem deutschen Arbeitsmarkt und Stellenmarkt geben. Die deutschen GmbHs brauchen viele Ingenieure und haben freie Stellen. Und schaut man sich die anstehende demografische Entwicklung und Globalisierung an, so führt kein Weg an den Engpässen bei der Rekrutierung des geeigneten europäischen Personals vorbei. Abgesehen von der gebeutelten Baubranche suchen alle Branchen, die Ingenieure beschäftigen, nach Spezialisten. Der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) stellt fest, dass Ingenieurinnen und Ingenieure langfristig zu den am stärksten nachgefragten Akademikern zählen werden. Und immer das immer steigende Gehalt widerspiegelt das.

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Der Mangel an Erntehelfern

26. Mai 2010

Keiner erntet den Kohl. Der Erntehelfermangel hat seine Folgen. Das Gemüse und das Obst verrotten auf den Erntefeldern, die Bauern erleiden Ertragseinbußen.

Den reifen Blumenkohl hat weder ein Bauer noch ein Erntehelfer vom Feld geerntet. Den Gemüsebauern bleibt nichts anderes übrig, als die Pflanzen unterzupflügen. Viele Obst- und Gemüsebauer befinden sich in der gleichen Lage: „Wir haben nach wie vor das Problem, dass wir zu wenig osteuropäische Saisonarbeitskräfte kriegen“, schildert Andrea Adams vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Pfalz Süd. Die Unterstützungen von der Politik bringen kein befriedigendes Resultat. Der Mangel an ausländischen Erntehelfern hat seine Folgen: „Die Leute haben definitiv Ertragseinbußen“, sagt Herbert Netter vom Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau zur Lage vieler Obstbauern. „Die kriegen ja nicht alles runter.“

Der Helfermangel ist bei jeder Saison zu merken: Viele Arbeitskräfte gehen in die Niederlande oder nach Großbritannien. Dort haben sie die Gelegenheit, länger zu arbeiten als in Deutschland und auch einen größeren Lohn zu bekommen. Aus Polen kommen die meisten Erntehelfer, die in Deutschland gut entlohnte Jobs auf den Bauernhöfen finden.

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Stellenangebote und Jobs für Immigranten

25. Mai 2010

Die EU-Länder, für welche eine Überalterung und eine niedrige Geburtsrate charakteristisch sind, sind schon vor langer Zeit zu einem Magnet für die Migranten aus der ganzen Welt geworden. „Die Migranten streben dorthin zu geraten, wo ihre Verwandten und Bekannten leben, was den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert. Sowie in die großen Städte, wo die Arbeitsplätze in der Industrie und dem Bedienungsbereich ständig entstehen“, – glaubt Professor Saskija Sassen, Professor der Soziologie der Chicago-Universität und London Schule für Wirtschaft, studiert das Phänomen der Migration in den europäischen Ländern. Es ist offenbar, dass die Migration sehr wichtig für Europa im wirtschaftlichen Sinne ist. „Schon im Laufe von einigen Jahrzehnten sind für die europäischen Länder zwei untereinander verbundene demografische Tendenzen- die Überalterung und das Schrumpfen der Bevölkerung“, – erklärt Charles Dschenkins, Direktor der Abteilung Westeuropas des Britain Institute Economist Intelligence Unit (EIU). Da die Migranten meistenteils junge Menschen sind, ergänzt ihr Nebenfluss die Verkleinerung der Arbeiterzahl, die noch eine größere Rentnerzahl ernähren müssen”. Im Jahr 1950 betrug die Einwohnerzahl in Europa, die älter als 65 Jahre sind bloß 8,2 %, 1970 – 10,5 %, in 2001 – schon 16,2 %. Es wird erwartet, dass bis 2025 die Rentner in Europa 21 % aufzählen werden, und bis 2050 – 27,6 % von der ganzen Bevölkerung. In den meisten europäischen Ländern ergibt sich die Rente von den Steuern der Beschäftigten. Da die Zahl der Rentner wächst, wird die Belastung auf die Arbeiter höher. Die europäischen Länder können heute nur mit Hilfe der Arbeitskraft aus dem Ausland überleben. “Die Bereiche, die schwer zu mechanisieren sind, z.B. der Bau, die Landwirtschaft und so weiter – sind genau die Bereiche, wo ausländische Arbeitskraft genutzt wird.“- erklärt Natalie Tocci von CEPS. Die Häuser auf den Straßen in Portugal und Italien werden schon lange von den Ukrainern und Türken gebaut. Die Ausländer, oft als Erntehelfer sind billiger als die lokale Arbeitskraft. Und viele osteuropäische Bürger finden Arbeit in solchen Regionen, wo die Arbeitslosenquote auf dem ersten Platz war. „Die Ausländer sind oft mit der Arbeit beschäftigt, die nicht gut genug für die örtliche Arbeitskraft ist, z.B. die Arbeit im landwirtschaftlichen Bereich oder Putzhilfe“- kommentiert Charles Jenkins von EIU.
„Es gibt die verbreitete Meinung, dass Ausländer nur mit unqualifizierter Arbeit beschäftigt sind. Das war früher in den 50-60er Jahren so. Aber heutzutage ändert sich die Situation grundsätzlich. Westeuropa ist an den sogenannten VIP-Migranten und hoch qualifizierten Spezialisten interessiert, die für europäische Ökonomie und Wirtschaft sehr nützlich sind. Das sind Programmierer, Ingenieure, Wissenschaftler, Finanzbuchhalter, Manager, Ärzte, Krankenschwester, Lehrer. An einem Mangel an diesem Personal leidet heutzutage Westeuropa auch.” – erklärte Hiser Grebb, Analytikerin des London Zentrums der europäischen Reform (CER). Deutschland hat das Programm nach der Heranziehung der Fachkräfte (vor allem, Programmierer) in die Wirtschaft des Jahres 1999 geschaffen – nach diesem Programm wurden 20 Tausend Greencards im Jahr verteilt. Unter den qualifizierten Ausländern, die in Europa arbeiten, gibt es viele Russen.
Deswegen hört der Ausländerzufluss in Europa nicht auf. Nach sieben Jahren werden nach dem EU-Beitritt die Einwohner der osteuropäischen Länder das Recht einer freien Reise durch die EU-Länder bekommen, was den Migrationsprozess in den Westen wesentlich erleichtern wird.

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Die Zahl der Beschäftigten Menschen in Deutschland

21. Mai 2010

Die Zahl der Deutschen, die regelmäßig arbeiten, ist im dritten Quartal so stark gefallen wie seit zehn Jahren nicht mehr. Wer noch einen Job hat, arbeitet im Schnitt länger als früher. Wiesbaden- In den Daten zur Arbeit, die das Statistische Bundesamt am Dienstag vorlegte, gibt es gute und schlechte Nachrichten gleichzeitig. So stellte das Amt fest, dass gesamtwirtschaftlich im dritten Quartal weiterhin abgebaut wurde. Aber wie schon im Vorquartal hat sich das Tempo des Abbaus verlangsamt.

Interessant ist vor allem eine Zahl: Die Zahl der arbeiten Menschen hat sich im Vorjahresvergleich abermals verringert. Nach vorläufigen Berechnungen fiel die Anzahl um 1,2 Prozent oder 479.000 auf knapp 38,3 Millionen. Das sei der stärkste Rückgang der Erwerbstätigkeit seit 1993, so die Statistiker.

Im Gewerbe, Gewerbe ohne Baubranche arbeiteten im dritten Quartal etwa 230.000 Menschen weniger als vor einem Jahr, ein Minus von 2,8 Prozent. Im Baugewerbe fielen 5,6 Prozent der Jobs weg, insgesamt waren es 139.000. In der Land- und Forstwirtschaft sank die Zahl der Beschäftigten um 11.000, minus 1,1 Prozent. Der Job-Schwund war hier ähnlich hoch wie im zweiten Quartal. Demgegenüber verlangsamte er sich in der Dienstleistung, etwa im Handel, Gastgewerbe und Verkehr. Hier waren 99.000 Personen weniger beschäftigt, ein Minus von 0,4 Prozent.

Vom Rückgang der Erwerbstätigen im dritten Quartal 2003 waren besonders stark die eingestellten Arbeitnehmer betroffen. Ihre Zahl verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf rund 34,1 Millionen Personen. Die Zahl der Selbstständigen und mithelfenden Familienangehörigen hingegen stieg um 1,3 Prozent auf fast 4,2 Millionen. Hier zeigen sich nach Einschätzung der Statistiker die Effekte der sogenannten Ich-AGs, die Selbstständigkeit von Kleinstunternehmern fördern.

Zugleich nahm die durchschnittliche Arbeitszeit pro Arbeiter weiter zu. Das hat das Institut für Arbeitsmarkt- Arbeit für das dritte Quartal berechnet. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der geleisteten Arbeitsstunden im Quartal nach provisorischen Zahlen um 0,1 Prozent auf 366 Stunden. Ausschlaggebend sind zwei Faktoren: Die Zahl der Krankmeldungen ging zurück, zugleich gehen mehr Deutsche einer Nebenerwerbstätigkeit nach.

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