Alle Artikel vom Februar, 2010
Hartz 4 Leistungen. Fraktion FDP
Die Debatte um die Aussagen des FDP Politikers und Bundesaußenministers Guido Westerwelle über die Situation von Hartz-IV-Leistungsempfängern in Deutschland zieht ungeahnte Kreise. Wie der Focus jüngst berichtete, wurde der Politiker von einem Hartz-IV-Empfänger aus Niedersachsen wegen Diskriminierung und Beleidigung angezeigt. Der Hartz-IV-Empfänger aus dem Landkreis leer fühlte sich durch die Aussagen des Spitzenpolitikers der FDP persönlich angegriffen und beleidigt. Die Anzeige wird derzeit von der zuständigen Staatsanwaltschaft Aurich geprüft.
Sicherlich hat sich Guido Westerwelle mit seinen unglücklich gewählten Aussagen und Formulierungen rund um das Sozialsystem in Deutschland keine Freunde innerhalb eines Teils der Bevölkerung gemacht, die auf die regelmäßigen Zuwendungen durch den deutschen Staat angewiesen sind.
Sind Hartz-IV-Leistungen überholt und untragbar? Oder eine Pflicht und Schuldigkeit des Staates an seinen Bürgern?
Die Bevölkerung hierzulande spaltet sich nach diesen Aussagen Westerwelles in zwei Lager. Für die einen ist Deutschland kein „Wohlfahrtsstaat“, für die anderen seien die Aussagen des Politikers überzogen und an der Realität vorbei. Geld solle nur für entsprechende Arbeit ausgezahlt werden, so tönt es aus Kreisen der Hartz-IV-Gegner.
Laut Meinung der Hartz-IV-Gegner müsse jeder Mensch in Deutschland selbst für ein ausreichendes Einkommen sorgen. Hartz-IV sei keine Dauerlösung, auf der man sich bis zum Erreichen des Renteneintrittsalters ausruhen könne.
Befürworter von Hartz-IV hingegen mahnen die Regierung, dass die Leistungssätze nach wie vor viel zu niedrig angesetzt seien und nicht ausreichend Arbeit vorhanden sei, damit jeder Bürger hierzulande über ausreichend Geld für die Bewältigung des alltäglichen Lebens verfügen könne.
In jedem Fall ist die Debatte um Sozialleistungen durch den Staat wieder einmal erhitzt worden. Bereits vor einigen Wochen entbrannte eine öffentliche Diskussion, ob der Leistungsanspruch von Kindern von Hartz-IV-Empfängern erhöht werden solle. Die Aussagen von Westerwelle sind somit Wasser auf die Mühlen der Presse und Medien.
Der Arbeitsmarkt in Deutschland. Die deutsche Presse
Mitteleuropäische Fachkräfte interessieren sich nicht oder haben wenig Interesse (wie die Pläne der Bundesregierung gezeigt haben) an der Arbeit in Deutschland, besonders im Maschinenbau und in den elektrotechnischen Branchen auf deutschem Arbeitsmarkt. Das sind die Ergebnisse einer Umfrage der Deutschen Presse in den neuen EU-Ländern. Tschechien, die Slowakei, Slowenien oder das Baltikum haben auch nicht genügend qualifizierte Arbeitskräfte, die Möglichkeiten dort Arbeit oder Stellen zu kriegen sind auch hoch, es gibt eine Vielfalt von Jobs. Die baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen besprechen selbst die Strategien, Gastarbeiter anzuwerben.
In der SLOWAKEI gibt es Mangel an hoch qualifizierten Arbeitskräften, die Chancen die Stellen und Arbeit auf dem heimischen Arbeitsmarkt sind deshalb nicht schlecht. Im EU-Vergleich sind die Löhne aber eher niedrig (850 Euro brutto). Fazit der Industrie- und Handelskammer in Bratislava: Die meisten Slowaken, die zu einem Wechsel bereit sind, haben diesen bereits vollzogen.
In TSCHECHIEN berichten auch die heimischen Unternehmen, es gebe zu wenig Absolventen in den genannten Studiengängen. Entsprechend sind die Löhne in diesen Berufsgruppen in jüngster Zeit über dem durchschnittlichen gestiegen. Die Qualität der akademischen Ausbildung gilt als hoch und international konkurrenzfähig. Insgesamt haben Ingenieure keine Lust das Land zu verlassen und woanders Arbeit zu suchen, da sie auch in Tschechien gute Perspektiven für Stellen haben. Die Deutsch-Tschechische Industrie- und Handelskammer in Prag vermittelte zwar einzelne Fachkräfte nach Deutschland. Allerdings handelte es sich um junge Ingenieure, die Jobstellen bei deutschen Firmen im Grenzgebiet angetreten haben.
In SLOWENIEN suchen weniger als zwei Prozent der Techniker Arbeit in Deutschland. Sie vereint 5700 Ingenieure. Ingenieure in Slowenien haben keine Probleme bei der Jobsuche, da es im aufstrebenden EU-Neumitglied „genug Arbeit und Stellen für alle“ gebe.
In den baltischen Staaten ESTLAND, LETTLAND/strong> und LITAUEN boomt die Wirtschaft. Faktisch herrscht Vollbeschäftigung und insbesondere im Bau gibt es Mangel an qualifizierten Arbeitskräften.
Rund drei bis vier Millionen Rumänen arbeiten derzeit bereits im Ausland.
In UNGARN gibt es laut Ferenc Ronkai, Geschäftsführer der Budapester Ingenieurkammer, keine arbeitslosen Ingenieure. Das Anfangsgehalt liege zwischen 600 und 800 Euro. Ronkai glaubt, dass ungarische Ingenieure nur nach Deutschland gehen, wenn sie dort mindestens das Doppelte verdienen. Denn vielen ginge es darum, Geld nach Hause zu schicken. Das könnte aber schwierig werden, weil in Deutschland das Leben teurer sei als in Ungarn, sagt Ronkai.
In BULGARIEN ist die Ausbildung von Ingenieuren traditionell gut. An der Technischen Universität in Sofia sind Computersysteme und Kommunikationstechnik in diesem Jahr die begehrtesten Fachrichtungen.
Diese Information bedeutet tatsächlich, dass der deutsche Arbeitsmarkt für Osteuropa Arbeitnehmer frei ist, da die wirtschaftliche Situation in Russland, der Ukraine, Weißrussland nicht sehr stabil ist. Deshalb haben osteuropäische Arbeitskräfte auf deutschem Arbeitsmarkt schöne Möglichkeiten, Arbeitsstellen und Arbeit zu kriegen.
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Das Ende der Krise. Die Industrie in Deutschland
Kann es sein, dass die Krise vorbei ist? Der so genannte Index des geschäftlichen Klimas, der von dem Wirtschaftsinstitut in München bestimmt wird, hat zum ersten Mal seit Juli 2008 die höchste Ebene erreicht. Ende 2009 haben die Unternehmen, die an der Forschung teilgenommen haben, praktisch eigenstimmig mitgeteilt, dass sich ihre wirtschaftliche Lage auch verbessert hat und sie schauen in das Jahr 2010 mit Optimismus. Im Dezember ist der Index des geschäftlichen Klimas von 93,9 auf 94,7 Punkte hinaufgestiegen, was die Erwartungen der Analytiker übertroffen hat. Der industrielle Sektor, der Handel und der Bau können jetzt auch freier atmen. Die Industrie setzt große Hoffnungen auf den Export.
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Haushaltshilfe im Privathaushalt
Der Bereich der Haushaltshilfe erfasst alle Tätigkeiten, die zum Führen eines Haushaltes gehören. Dazu gehören, vor allem Kinderbetreuung, Essenszubereitung, Wohnungsreinigung, Kleiderpflege. Der Aufgabenbereich richtet sich nach dem individuellen und tatsächlichen Hilfebedarf. Die Leistungen können beispielsweise nur in eingeschränktem Umfang gewährt werden, wenn der Haushalt noch teilweise geführt werden kann oder es gibt jemanden, der zu bestimmten Zeiten den Haushalt führen kann.
Haushaltshilfe kann von den Krankenkassen in verschiedenen Formen erbracht werden. Die erste Möglichkeit besteht darin, dass die Krankenkasse eine Haushaltshilfe in Form einer Ersatzkraft stellt. Dabei kann es sich um spezielle Angestellte der Krankenkasse handeln oder um Mitarbeiter von Institutionen, mit denen die Krankenkasse Verträge abgeschlossen hat. Im Einzelfall werden die Kosten für eine selbst beschaffte Ersatzkraft in angemessenem Umfang von 8 Euro pro Stunde bzw. 64 Euro je Tag.
Anspruch auf Haushaltshilfe kann wegen Krankenhausbehandlung, medizinischer Vorsorgeleistungen, einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme oder wegen einer Mutter-Kind-Kur bestehen, wenn wegen einer dieser Leistungen die Weiterführung des Haushaltes nicht möglich ist. Auch wenn aus medizinischen Gründen die Mitaufnahme mit einem Kind im Krankenhaus notwendig ist, besteht Anspruch auf Haushaltshilfe. Voraussetzung dafür ist es aber, dass im Haushalt ein Kind unter 12 Jahren lebt und keine andere Person, die im gleichen Haushalt lebt, diesen weiterführen kann. Eine Ausnahme hiervon bilden Kinder, die behindert und auf Hilfe angewiesen sind, in diesen Fällen gilt die Altersgrenze nicht.
Haushaltshilfe wird in der Pflegeversicherung als “hauswirtschaftliche Versorgung” bezeichnet. Die hauswirtschaftliche Versorgung umfasst Hilfen beim Einkaufen, Kochen, Reinigen der Wohnung, Spülen, Wechseln und Waschen der Wäsche und Kleidung und dem Beheizen der Wohnung. Der Leistungsanspruch ist an das Vorliegen einer Pflegestufe gebunden, wobei der Hilfebedarf gleichzeitig teilweise mitbegründend für eine Pflegestufe ist. Die Hilfeleistung ist Bestandteil der Pflegesachleistung, die in der Regel von ambulant tätigen Pflegediensten erbracht wird.
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Teilzeitarbeit. Die arbeitstätigen Männer und Frauen
Die Teilzeitarbeit ist die Prärogative der Frauen. Fast die Hälfte (47,2%) der arbeitenden Frauen in Deutschland arbeitet teilzeitlich.
Unter den Müttern mit Kindern unter 18 Jahre sind es sogar fast zwei Drittel (65,5%).
Für die Männer ist die Teilzeitarbeit im Gegenteil etwas Exotisches: Nur 8,3 % arbeiten teilzeitlich. Wenn sie minderjährige Kinder haben, liegt die Teilnahme sogar nur bei 5,5%.
Auch unterscheiden sich deutlich die Gründe für die Teilzeitarbeit. 73,4% der Frauen haben die geringere geschäftliche Form aufgrund der familiären oder persönlichen Verpflichtungen gewählt. Während die Männer die Teilzeitarbeit vor allem aus den Produktionsgründen (18,8%) gewählt haben, oder weil sie parallel mit Arbeit lernen oder seine Qualifikation erhöhen (11,3%). Die familiären Gründe nennen nur 11%.
Viele Frauen, die Teilzeit arbeiten, fühlen sich offenbar abhängig vom Fluss der Informationen. 71,2% erklärten, es bedrückt sie nicht, rechtszeitig informiert zu sein über die Entscheidungen, die Veränderungen oder die Pläne auf die Zukunft. 81% klagen darüber, dass sie nicht alle Neuigkeiten für die Tätigkeit haben.
Fast jeder zweiter, der in Teilzeit arbeitet (43,9%), beklagt sich über die schlechte Zusammenarbeit mit den Kollegen. Und fast ebenso viele (41,4%) beklagen sich über die fehlende Unterstützung seitens des unmittelbaren Vorgesetzten.
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Geringfügige Beschäftigung im Minijob
Legale Beschäftigung von Putzfrau, Babysitter oder Handwerker schützt nicht nur vor Stress, sondern kann auch von der Steuerlast ordentlich befreien.
Dabei haben die Privathaushalte drei Möglichkeiten, Haushaltshilfen legal zu beschäftigen: sozialversicherungspflichtig fest angestellt, als Minijobber oder Hilfskraft, selbstständig arbeiten und eine Rechnung stellen. Abhängig von der Form der Anstellung richtet sich die Höhe der Sozialabgaben und auch die Summe, damit die Steuerlast gesenkt werden kann.
Wird eine Haushaltshilfe sozialversicherungspflichtig beschäftigt, kann man dann Ausgaben bis zu 20 000 Euro mit zwölf Prozent– höchstens also 2400 Euro– direkt von der Steuerschuld absetzen.
Vorausgesetzt wird, dass es sich nicht um eine geringfügige Beschäftigung handelt. Das heißt aber zugleich, dass die bürokratischen Hürden für den Arbeitgeber höher sind als bei der Anstellung eines Minijobbers, da der Vertragspartner nicht einfach über die Minijob-Zentrale angemeldet werden kann.
Außerdem muss der Arbeitgeber die Haushaltshilfe bei der zuständigen Krankenkasse anmelden und die Sozialversicherungsbeiträge an diese abführen. Seit 2006 muss dies elektronisch erfolgen. Die Beiträge tragen Arbeitgeber und Haushaltshilfe jeweils zur Hälfte. Es sind etwa 19,9 Prozent für die gesetzliche Rentenversicherung, 4,2 Prozent für die Arbeitslosen- und 1,7 Prozent für die Pflegeversicherung und je nach Krankenkasse um 14,5 Prozent Krankenversicherung. Das Gehalt für die Haushaltshilfe wird individuell nach Lohnsteuerkarte versteuert.
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Haushaltshilfe aus dem Ausland. Aufgaben der Haushaltshilfe
Haushaltshilfe übernimmt hauswirtschaftliche Aufgaben sowie notwendige pflegerische Alltagshilfen. Dazu gehören einfache Hilfestellungen bei der Körperpflege, Ernährung, Ausscheidung und Mobilität. Dadurch wird den Pflegebedürftigen ermöglicht, weiter in ihrer gewohnten Umgebung zu leben.
Auf der Grundlage von Verfahrensabsprachen mit den Arbeitsverwaltungen in Polen, der Tschechischen Republik, der Slowakischen Republik, in Ungarn, Slowenien, Rumänien und Bulgarien können ausländische Haushaltshilfen nach Deutschland vermittelt werden.
Die gleiche Person kann bis zu drei Jahre beschäftigt werden. Es können nur sozialversicherungspflichtige Vollzeittätigkeiten zugelassen werden. Die Entlohnung muss den tariflichen Bedingungen entsprechen und der Arbeitgeber hat für eine angemessene Unterbringung Sorge zu tragen. Dabei ist das mindest brutto Entgelt von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich:
Baden-Württemberg 1.302,00 Euro
Bayern 1.280,77 Euro
Berlin 1.309,00 Euro
Brandenburg 1.309,00 Euro
Bremen 1.099,00 Euro
Hamburg 1.353,00 Euro
Hessen 1.261,00 Euro
Mecklenburg-Vorpommern 1.174,00 Euro
Niedersachsen 1.327,00 Euro
Nordrhein-Westfalen 1.333,00 Euro
Oldenburg 1.222,35 Euro
Rheinland-Pfalz 1.261,00 Euro
Saarland 1.261,00 Euro
Sachsen 1.342,00 Euro
Sachsen-Anhalt 1.342.00 Euro
Schleswig-Holstein 1.174,00 Euro
Thüringen 1.342,00 Euro
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Die Aufgaben der Kinderbetreuer
Der Kinderbetreuer hat ein breites Spektrum von Aufgaben: Mit den Kindern spielen, ihnen vorlesen oder sie beschäftigen, Hausaufgaben betreuen, spazieren gehen, kleine Mahlzeiten zubereiten, Windeln wechseln, die Kinder baden, ins Bett bringen und vieles mehr. Außerdem solle ein Babysitter viel Geduld, Einfühlungsvermögen und Verantwortungsbewusstsein mitbringen. Der Umgang mit Kindern sollte ihnen Spaß machen und auch unvorhergesehene Ereignisse dürfen ihn nicht aus der Fassung bringen.
Säuglinge oder Kleinkinder benötigen eine erfahrene Betreuungsperson und nur kurze Zeit beaufsichtigt werden sollten. Größere Kinder können auch von jugendlichen Babysittern versorgt werden. Dabei soll beachtet werden, dass die jugendlichen Babysitter mindestens 13 Jahre alt sein müssen, wenn sie tagsüber babysitten und ab 15 Jahren dürfen sie laut Jugendarbeitsschutzgesetz bis 20 Uhr.
Fortbildungen wie der “Babysitterführerschein” oder ein Erste-Hilfe-Kurs sind zwar nützlich, geben aber keine Garantie für ein gutes Gelingen. Bei der Auswahl der Kandidatin soll man sich eher auf sein Gefühl verlassen.
Das Gehalt wird individuell ausgehandelt und ist von Region zu Region unterschiedlich. Grundsätzlich sind es fünf bis acht Euro pro Stunde. Babysitter fallen genauso wie Au-pair-Betreuerinnen unter die Bezeichnung “Haushaltshilfen” und müssen deshalb innerhalb einer Woche beim zuständigen Unfallversicherungsträger gegen einen geringen Jahresbeitrag angemeldet werden, damit sie unfallversichert sind. Dazu sollte der Babysitter selbst eine erweiterte Haftpflichtversicherung abschließen. Es sie muss speziell für die “Betreuung im Auftrag” abgeschlossen oder erweitert werden.
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Der Aufgabenbereich und die Verantwortung der Babysitter
Wenn in früheren Zeiten das Zusammenleben mehrerer Generationen unter einem Dach oder zumindest in einem Umfeld eine ständige Kinderbetreuung gewährleistete, ist es heute für viele Eltern oder Elternteile eine Herausforderung, ihre Zeit gleichberechtigt auf Arbeitswelt und Familienleben zu verwenden. Eine Hilfe findet sich in Gestalt des Babysitters. Es ist eine Betreuungskraft, die zu Eltern nach Hause kommt und dort in der Abwesenheit der Eltern auf Kinder in der für sie gewohnten Umgebung aufpasst.
Der Aufgabenbereich eines Babysitters kann sehr weit sein, angefangen bei der Nachmittagsbetreuung im Anschluss an die Schule oder aber in den Abendstunden, was oft mit der Zubereitung des Abendessens bis zur Schlafenszeit verbunden ist.
Bei dem ersten Kennenlernen von Kind und Babysitter ist auf jeden Fall die Anwesenheit der Eltern ein muss. Besteht bei dem Bewerber die Motivation nicht nur aus dem bloßen Interesse an einem Nebenverdienst, sondern zeigt sich bei dem Babysitter ehrliche Freude mit Kindern die Zeit zu verbringen und tut er dies deswegen auch liebevoll, so ist dies als gutes Zeichen zu werten. Da die Betreuung mit viel Verantwortung verbunden ist, soll der Bewerber auch solche persönliche Eigenschaften aufweisen wie Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Ernsthaftigkeit. Außerdem soll ein Betreuer in Problemsituationen besonnen und vernünftig mit unvorhergesehenen Situationen umgehen zu können und einen klaren Kopf zu behalten. Der Kinderbetreuer soll auch viel Geduld und genügend Feinfühligkeit haben.
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Stundenlohn der Babysitter. Nebenjob für Studenten
In der Welt ist kaum etwas umsonst. Auch die Betreuung von Kindern hat seinen Preis. Babysitting ist vor allem ein guter Nebenverdienst für Jugendliche und Studenten.
Grundsätzlich ist die Bezahlung von Babysittern eine Verhandlungssache und wird individuell ausgehandelt. Dabei spielen bei der Frage nach der Höhe des Stundenlohnes regionale Unterschiede sowie die finanzielle Situation der Eltern eine Rolle. Auch das Alter des Babysitters sowie die zu erledigenden Aufgaben und der Anspruch in der Betreuung sind wichtig. Tageszeit und Ausbildungsstand des Babysitters lassen den Stundenlohn nochmals variieren.
Einige jüngere Babysitter arbeiten schon für drei bis vier Euro die Stunde. Für die Jugendliche im Alter von 16 bis 18 Jahren ist ein Stundenlohn von fünf bis acht Euro die Stunde üblich. In Ballungsgebieten wie Hamburg oder München werden vereinzelt sogar 10-15 Euro pro Stunde verlangt und abhängig von der Qualifizierung des Babysitters auch gezahlt. Die Bezahlung selber erfolgt direkt im Anschluss an die Betreuung bar auf die Hand.
Wird das Kind von einer Tagesmutter betreut und findet es regelmäßig über einen längeren Zeitraum statt, ist Bezahlung pro Stunde geringer. Üblich sind hierbei Stundensätze von 3,50 – 4,50 Euro oder Tagessätze von 20,- Euro.
Nicht verhandelbar ist die Frage nach der Sicherheit und der Versicherung. Unfälle bei der Betreuung oder auf dem Weg zum Job können nie ausgeschlossen werden, denn man hat es mit Kindern zu tun. Deshalb sollen Eltern des Kindes entsprechend dafür sorgen, dass der Babysitter gesetzlich unfallversichert ist. Diesen Schutz übernimmt die Haftpflichtversicherung. Babysitter gelten hierbei ebenso wie Au-pair-Mädchen und Jungen als „Haushaltshilfen“, welche gegen Bezahlung Kinder betreuen. Innerhalb einer Woche müssen sie beim zuständigen Unfallversicherungsträger gegen einen geringen Jahresbeitrag gemeldet sein. Für die Versicherung des Arbeitsweges gibt es den „Haushaltsscheck“. Es ist ein Formular, das es bei der Minijob-Zentrale gibt.
Auch der Babysitter selbst soll eine erweiterte Haftpflichtversicherung abschließen. Denn normale Haftpflichtversicherung greift in diesem Fall nicht, da es sich beim Babysitting um „Betreuung im Auftrag“ und „gegen Entgelt“ handelt.
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