Alle Artikel vom September, 2009

Russische Firmen in Deutschland bieten Jobs

18. September 2009

Eine zunehmende Rolle spielt Deutschland für russische Unternehmen. Die Gewinne aus Gas- und Ölverkäufen betragen Milliarden, zumal die Rohstoffpreise immer weiter steigen. Das machen nicht nur Firmen der Oligarchen wie Eskada, Tui oder Hochtief, aber auch kleinere Unternehmen orientierten sich immer mehr nach Deutschland. Sie sind auch ein großer Anbieter von verschiedenen Arten der Jobs.
Doch zunehmende Transparenz und professionelle Firmenauftritte würden allmählich zu mehr Vertrauen führen. Kaum eine Branche ist noch sicher vor dem Kaufrausch der Russen, die sales Jobs, online Jobs, marketing Jobs, Internet Jobs anbieten. Vor allem sind russische Unternehmen an Kooperationen interessiert, um sich selbst zu erneuern und zu entwickeln, international besser zu positionieren und ihr Sortiment mit Produkten «Made in Germany» zu erweitern und auch mehr Jobs zu verteilen, weil russische Firmen große Produzenten von Jobs sind.
Der Trend geht dabei in Richtung Diversifizierung, weg vom reinen Rohstoffdenken – wie etwa die Übernahme von Dr. Scheller Cosmetics durch die russische Kalina-Gruppe zeigte. Russland habe viel Spezialwissen, Patente, Innovationen, Entwicklungen etwa in der Biotechnologie zu bieten, die bisher nicht verwertet waren. Sie machen viele Projekte, online Jobs, Internet Jobs, sales Jobs.
Russische Firmen werben gern damit, im Ausland Betriebe vor der Insolvenz und damit Jobs zu retten. Nach Angaben des Ost-Ausschusses der Deutschen Wirtschaft hatte Russland 2000 rund 20 Milliarden Dollar im Ausland investiert. In diesem Jahr soll die 200-Milliarden-Schwelle (128 Mrd Euro) überschritten werden. Es ist klar, dass diese Unternemen Rußlands viele Jobs, Stellenangebote, Arbeitsplätze und Stellen für Migranten in Deutschland anbieten können.
Bereits jetzt gibt es ein Ungleichgewicht: während mehr als 4000 deutsche Unternehmen inzwischen in Russland vertreten sind, sind nur etwa 1300 russische Firmen in Deutschland präsent, aber das ist nur die Frage der Zeit: Je schneller sich die deutsche Wirtschaft entwickeln wird, desto mehr Russen werden ihre Finanzen und Arbeit in russische Firmen in Deutschland investieren, neue Arbeitsplätze schaffen und neue Jobs bereitstellen.

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Die Gründung von russischen Unternehmen in Deutschland

16. September 2009

Die zwei Hauptstädte von Russland Moskau und St. Petersburg werden immer teuerer, deshalb gründen viele russischen Investoren Unternehmen in Deutschland. Sie fliehen von hohen Löhnen in Russland und verschaffen Deutschland Tausende Arbeitsplätze.
Firma Jourist in Hamburg ist eine der innovativsten russischen Unternehmen in Deutschland. Gleich zwei Firmen hat 37-jährige Igor Jourist gegründet: die Jourist GmbH und die Promt GmbH. Textübersetzungsprogramme sind eine von seinen führenden Angeboten, seine Produkte bekommen bei Tests in vielen Zeitschriften ersten Platz. Sein Umsatz wächst jedes Jahr um 50%.
Igor Jourist ist einer von zahlreichen jungen Russen, die ihr Unternehmen in Deutschland gründen. Und sie gehören nicht zu Milliardären, Oligarchen oder Staatskonzernen, sondern zum Mittelstand.
Ob es um Neugründung oder Übernahme geht, russische Unternehmen sind fast in jeder Branche vertreten. Darunter fallen Softwareunternehmen wie Abbyy und Kaspersky sowie einfache Lebensmittelfirmen. Allerdings sind Gewinne in Deutschland nicht so groß wie in Russland, so kann ein Investor in Russland bis 20% Jahresrendite erwirtschaften während in Deutschland es nur 5% sind. Aber russische Unternehmen hält es nicht zurück, denn politische Stabilität in Deutschland ist ein großer Pluspunkt für Deutschland.

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Die Verantwortung der Mitarbeiter in den Firmen

14. September 2009

Eine von den vielen Anforderungen für die heutigen Mitarbeiter ist: Er soll selbst Entscheidungen treffen können und eigenverantwortlich arbeiten. Eigenverantwortliches Arbeiten ist gesucht.
Unsere Mitarbeiter sollen unternehmerisch denken und handeln.” Diese Aussage hört man oft von Unternehmensführern. Das bedeutet eigentlich Eigenverantwortung und Risikobereitschaft. Doch genau diese Eigenschaften zeigen Mitarbeiter oft nicht. Viele blicken bei ihrer Arbeit nicht über den Rand ihres Schreibtischs hinaus und haben Angst vor dem Risiko und vor Fehlern. Das hat der Göppinger Unternehmensberater Kurt Georg Scheible herausgefunden. Viele Betriebe, Firmen und Unternehmen erwarteten von ihren Mitarbeitern erst mal, dass sie die ihnen übertragenen Aufgaben erfüllen und selbstständig erfüllen können. Das taten sie dann auch. Ungewohnt ist es deshalb für viele “am Arbeitsplatz eigenständig Entscheidungen zu treffen”, sagt Hans-Werner Bormann von der WSFB-Beratergruppe, Wiesbaden: “Schließlich nahmen ihnen das Entscheiden in der Vergangenheit ihre Chefs ab.” Entsprechend hilflos reagieren viele Mitarbeiter, wenn von ihnen plötzlich gefordert wird: Entscheide selbst!
Viele junge Führungskräfte zeigen im Arbeitsalltag “ein wenig risikobereites Verhalten”, stellt Georg Kraus vom Bruchsaler Beratungsunternehmen Dr. Kraus & Partner fest. Auch sie übernehmen meist schnell die Verhaltensmuster der “alten Hasen”. Die Ursache laut Kraus: “Im Arbeitsalltag sammeln sie meist rasch die Erfahrung: Eigenverantwortliches Arbeiten wird zwar propagiert, doch wenn ich zu viel davon zeige, wird dies sanktioniert. Das berufliche Fortkommen fördert es nicht. Wenn ich mich zu oft in fremde Sachen einmische, gelte ich als nicht teamfähig und schwer integrierbar. Und treffe ich Fehlentscheidungen, stehe ich schnell am Pranger.”
Dass selbst Führungs(Nachwuchs)kräfte diese Erfahrung machen, liegt für Roland Jäger auch daran, “dass es vielen Unternehmensführern vor der Vorstellung, viele kleine Unternehmer in der eigenen Organisation zu haben, graut”. Der Managementtrainer aus Wiesbaden hat festgestellt, dass sie befürchten, das Unternehmen dann nicht mehr kontrollieren und steuern zu können. Sie haben verinnerlicht: Führung muss auf dem hierarchischen Prinzip sein: Wer oben ist, hat das Sagen, wer unten ist, muss machen, was gesagt wird. Auf solchen Unternehmen muss jemand (Mitarbeiter), der nicht gehorsam war, bestrafft werden. Denn dies stellt nach Auffassung so manches Managers seine Entscheidungskompetenz und Macht infrage.
Viele Vorgesetzte betrachten es auch als ihr Privileg, über die Weitergabe von Informationen zu entscheiden. Und glauben, es sei ihr Recht, in das Tagesgeschäft ihrer Mitarbeiter hineinzuregieren. Dabei müsste die Forderung nach mehr Eigenverantwortung eigentlich mit einem Rückzug des Vorgesetzten aus dem Tagesgeschäft verbunden sein. Wenn unternehmerisches Denken und Handeln in einer Organisation verankert werden sollen, ist deshalb auch ein Umdenken in den Chefetagen nötig, sagt Kurt Georg Scheible. Doch viele Personalentwicklungskonzepte setzen den Fokus einseitig auf die Mitarbeiter: “Übersehen wird, dass auch Vorgesetzte die Fähigkeit entwickeln müssen, Mitarbeiter unternehmerisch denken und handeln zu lassen!” Eigenverantwortliches Arbeiten der Mitarbeiter sei auch eine Frage der Unternehmens- und Führungskultur.

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Deutschland braucht ausländische Spezialisten

14. September 2009

Thomas Heilmann, Geschäftsführer bei Scholz & Friends und Online-Unternehmer, der neue Internet-Sprecher der CDU, redet über Green Cards, Flatrates und bis zu 1,2 Millionen neue Jobs in der IT-Branche. Er betont, dass es eine ganze Reihe von Fragen gibt, die unbeantwortet sind. Nicht nur von der CDU, sondern von allen politischen Parteien und insbesondere von der Bundesregierung. Zum Beispiel: Wie viel Wertschöpfung kann die Wirtschaft schaffen, wie viele Arbeitsplätze bringt das, was heißt das für die Steuergesetzgebung, was bedeutet das an Anforderungen für unser Bildungssystem, für den Wettbewerbsdruck? Deutschland muss anfangen, die Fragen zu stellen. Erste Priorität hat das Thema Bildung. Im Herbst gibt es einen kleinen Parteitag der CDU zur Bildung. Herr Heilmann behauptet, dass man nicht 400-seitige Ordner zusammenstellen soll, sondern Konzepte entwickeln, die in praktischer Politik münden. Nach Heilmanns Ansicht, geht es nicht um ideologische Grundsatzentscheidungen, sondern um Sachverstand, der bisher fehlte. Drei Punkte haben bisher dazu geführt, dass es so was wie eine Internet-Revolution in Deutschland überhaupt gibt: die Einführung der kleinen Aktiengesellschaft, der neue Markt und das Refinanzierungsprogramm für Venture Capital über die Kreditanstalt für Wiederaufbau. Es hat mehr Einfluss auf die Wirtschaft Deutschlands gehabt als alles andere. Man soll das Motto verwenden: Nicht mit Begriffen um sich werfen, sondern konkret werden. Das bedeutet: knochenharte Arbeit, die auch weitestgehend nicht in der Öffentlichkeit stattfinden wird. Der Import von ausländischen Spezialisten und Fachkräften ist sicher eine wichtige Maßnahme. Aber das ist nicht der Schlüssel zur Lösung des Problems. Sie müssen das Arbeitskräftepotenzial, das sie haben, darauf vorbereiten, dass sie einen neuen Job kriegen. Aber dieses Problem haben alle Länder. Die Debatte um die Green Card ist ein reiner Stellvertreterkrieg. Aber es ist natürlich nützlich, wenn wir ausländische Spezialisten sagen, sie sind hier willkommen, weil durch sie weitere Arbeitsplätze entstehen und vorhandene gesichert werden. Aber die Debatte um die Green Card, wie sie jetzt geführt wird, ist ein gelungener PR-Coup von Schröder.

Das Thema Internet hat eine kulturelle Dimension, die die ganze Gesellschaft erfasst. Wir müssen schon aufpassen, dass die Gesellschaft nicht gespalten wird. Das ist sicher eine sozialpolitische Herausforderung. In Finnland gibt es zum Beispiel Sozialwohnungen mit Internet-Anschluss. Man braucht auch Mediennutzungskompetenz. Wenn Deutschland in den nächsten fünf Jahren das schaffen wird, was in den USA bereits heute geschafft wurde, hält Heimann 1,2 Millionen neue Arbeitsplätze für möglich. Deutschland braucht ausländische Spezialisten. Aber das ist eben nur ein Detail des Problems. Wichtiger ist die Frage nach dem Bildungsstandort Deutschland. Warum studieren so wenige Ausländer hier? Da ist doch eine eindeutige Reaktion des Marktes auf die Frage, was man von unseren Hochschulen hält. Es geht um die Integration aller Ausländer und diese Frage wird meines Erachtens zu Recht gestellt.

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Festangestellte und Leiharbeiter in Deutschland

07. September 2009

Leiharbeit ist für viele Arbeitslose eine Möglichkeit wieder in die Arbeit zu finden. Jedoch sind die Gewerkschaften mit solcher 2-Klassen–Mentalität nicht einverstanden, vor allem was den Lohn betrifft. Aber es gibt nicht nur negative Beispiele.
So ist die Auftragslage im Mercedes-Werk in Wörth ausgezeichnet und das Unternehmen kann sich erlauben, neben 11 000 fest angestellten Arbeitern 900 Leiharbeiter einzustellen. Diesen Leiharbeitern geht es gut, denn sie bekommen den gleichen Stundenlohn wie ein fest angestellter Arbeiter.
Leiharbeit hat aber nicht ohne Grund einen schlechten Ruf. In Deutschland gibt es schon 750 000 Zeitarbeiter und die Zahl steigt. Nachdem im Jahr 2004 die Leiharbeit im Zuge der Hartz-Gesetze dereguliert wurde, ist die Zahl der Leiharbeiter zwei Mal größer geworden. Nach Schätzung des Chefs des Deutschen Gewerkschaftsbundes Michael Sommer arbeiten im Lohn-Dumping-Bereich etwa 20% der Beschäftigten und manche von ihnen bekommen einen Lohn unter fünf Euro. Außerdem behandeln manche Unternehmen dieLeiharbeiter als Arbeiter zweiter Klasse. So wurden Schutzausrüstungen oder Essenmarken oft nicht gestellt, Kündigungsfristen nicht eingehalten und Schichtzuschläge häufig nicht ausgezahlt. Einige Unternehmen setzen, um zu Kosten zu sparen, Leiharbeiter als Fachkräfte ein, registrieren sie aber als Helfer.
Eine schlechte Erfahrung mit Zeitarbeit hat der 47-jährige gelernte Drucker Werner H. gemacht. Er empfindet Leiharbeit als „moderne Sklaverei“. Werner wurde von seiner Zeitarbeitsfirma an ein Unternehmen vermittelt, wo er Lampen verpacken musste, für 7 Euro pro Stunde, während Festangestellte das Doppelte bekamen. Nachdem drei Monate später ein Bandscheibenvorfall geschah, warf die Zeitarbeitsfirma Werner H. raus und jetzt ist er arbeitslos.
Helfried D. hatte mehr Glück, er hat einen neuen Job bei Mercedes in Wörth als Monteur gefunden. Er hat sich zuerst als Festangestellter beworben, wurde aber aus gesundheitlichen Gründen abgelehnt. Er wurde für Schichtarbeit als ungeeignet anerkannt. Aber dank dem gemeinnützigen Personaldienstleiter Gabis GmbH, der ihn an Mercedes vermittelte, kann Helfried im Mercedes Werk im Schichtdienst arbeiten. Mit einem Stundenlohn von 16 Euro bekommt er genauso viel wie andere Mitarbeiter. Dass Helfried kein Weihnachtsgeld und keine Altersvorsorge bekommt, stört ihn nicht besonders. „Hauptsache ich habe Arbeit“, sagt er. Auch das Arbeitsklima zwischen Festangestellten und Leiharbeitern im Vergleich mit anderen Betrieben ist sehr gut.
Nach Ansicht des Mercedes-Werkleiters Martin Daum ist Einsatz von Leiharbeiter sehr wichtig. Mit ihrer Hilfe kann das Unternehmen flexibel auf Schwankungen der Auftragslage reagieren und gleichzeitig die Stammbelegschaft sichern. Denn bei Mercedes besteht für die Zeitarbeiter die Möglichkeit, fest angestellt zu werden. Immerhin wurden seit 2003 von 2800 Leiharbeitern 1700 fest angestellt.

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Die Beschäftigten in der Telearbeit

04. September 2009

Arbeitnehmer,die von zu Hause aus arbeiten, sind viel weniger gestresst, aber es besteht das Risiko für sie, im Unternehmen Aufstiegschancen zu verpassen. Ob Telearbeit wirklich besser ist als Arbeit im Büro eines Unternehmens oder Firma ist eine umstrittene Frage. Laut der Statistik gaben 65 Prozent der im Unternehmen Beschäftigten an, dass sie durch die Arbeit gestresst sind, wohingegen nur 43 Prozent der Mitarbeiter, die mindestens 20 Stunden in der Woche von zu Hause aus arbeiten, über Stress klagten.
Das ist das Ergebnis einer Befragung von 749 Führungskräften und Mitarbeitern in Großbritannien. Aber die Mitarbeiter, die von zu Hause aus arbeiten, haben Angst, keine Gelegenheit zum Networking zu haben und in Vergessenheit zu geraten und sind damit gestresst. Dafür seien diese Mitarbeiter jedoch weniger Konflikten mit Chef gefährdet und profitierten von einem besseren Ausgleich zwischen Beruf und Familie.
Jedoch haben viele Mitarbeiter Angst, durch die Telearbeit den Anschluss zu verpassen. Projektleiter Tom Redman, Professor für Personalwesen an der Durham Business School, sagte: “Einige haben Angst, dass ihr Gesicht im Unternehmen in Vergessenheit gerät, nur weil es nicht zu sehen ist.“ Die Ergebnisse belegten jedoch, dass sich weder Mitarbeiter noch die Unternehmen diesbezüglich Sorgen machen müssten.
Aber in Wirklichkeit ist bei den Unternehmen kaum ein Unterschied zwischen den beiden Arbeitnehmergruppen: 69 Prozent der Beschäftigten im Betrieb und 67 Prozent der Mitarbeiter mit einem Home Office gaben an, sich stark mit dem Unternehmen zu identifizieren.

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Informatiker und IT-Spezialisten gesucht

01. September 2009

Die Informationstechnologie ist aus kaum einem Bereich des täglichen Lebens wegzudenken. Es mangelte an Informatiker in den vergangenen Jahren. Zu wenige junge Leute begannen ein entsprechendes Studium, die Absolventenzahlen sind niedrig. Aber seitdem hat es nicht wesentlich geändert und Informatiker auch in der derzeitig schwierigen konjunkturellen Lage keine großen Kündigungswellen fürchten müssen. Informatiker und IT-Spezialisten werden immer noch gesucht auch wenn die Firmen und Unternehmen etwas vorsichtiger sind in ihrer Einstellungspolitik”, bestätigt Sörge Drosten, Leiter der Informatostechnologie Abteilung beim Kölner Consultingunternehmen Kienbaum.

Informatiker besitzen nach wie vor eine Schlüsselqualifikation der digitalen Wirtschaft“, so Marco Zingler, Vorsitzender der Fachgruppe Agenturen im Bundesverband Digitale Wirtschaft (BVDW) in Düsseldorf. “Im Vergleich zu vielen anderen Berufen in der Dienstleistung haben IT-Spezialisten weiterhin gute Chancen zum Job finden.” Über schlechtes Gehalt müsse sich kaum ein Informatiker beklagen. “Es wird ordentlich bezahlt, aber die verrückten Gehälter aus der New Economy gibt es nicht mehr”, so Shahd. Junge Spezialisten stehen nach Auskunft der Experten die Unternehmenstüren weiterhin offen. “Man sollte sich von solchen immer wiederkehrenden Schweinezyklen nicht beeinflussen lassen. Informatiker sind gesucht, werden gesucht, werden immer gesucht werden”, betont auch Drosten. Aber: Mit dem Studium allein kommen sie nicht mehr weit. “Man darf sich nicht nur eindimensional in seinem Fach bewegen”, sagt Shahd, wichtiger denn je sei, Wissen über den Tellerrand hinweg zu erwerben. Besonders die “Bindestrich-Informatiker” oder Wirtschaftsingenieure mit IT-Schwerpunkt hätten gute Karten auf dem Arbeitsmarkt. Eine hohe Spezialisierung hingegen könne auch Nachteile haben, sagt Drosten: “Da kann man einen richtig guten und hoch dotierten Job bekommen oder man ist in einer Nische, die gerade voll ist. Dann muss man sich auf die allgemeinen Informatik verlassen.” Am wichtigsten ist bei der Stellensuche, aber Erfahrung aus der Praxis, denn je mehr Erfahrungen man bereits gesammelt hat, umso schneller ist man im Unternehmen zu arbeiten. Wichtig ist deshalb, frühzeitig Kontakte aufzubauen, über Praktika oder auch bei Rekrutierung.

Ein Beruf mit Zukunft ist die IT-Sicherheit. Von den Folgen der Finanzkrise in Deutschland ist dieser Bereich nach Einschätzung von Experten nicht direkt betroffen. Hacker Angriffe steigen nach Angaben des Institutes für Internet-Sicherheit in Gelsenkirchen auf. Gleichzeitig würden sie professioneller und dadurch schwerer abzuwehren sein. Weil viele Unternehmen und Firmen das erkannt haben, seien sie auf entsprechend qualifizierte Informatiker und IT-Sicherheitsexperten angewiesen. Die Nachfrage werde auch dadurch verstärkt, dass sich viele Verantwortliche in den Unternehmen für das Thema verantwortlich fühlten. Sowohl kleinere Betriebe als auch DAX -Unternehmen und große Dienstleister suchten IT-Sicherheitsfachkräfte.

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Haushaltshilfe Jobs: Putzhilfe, Babysitter, Gartenhelfer

01. September 2009

Minijobs in Privathaushalten sind eine spezielle Form der einfachen Beschäftigung und sind immer besonders gefragt. Vielen Familien, Singles oder Alleinerziehenden fehlt die Zeit alle anfallenden in dem Haushalt Arbeiten zu erledigen, wenn sie nach einem langen Arbeitstag im Büro, im Betrieb oder in der Schule nach Hause kommen. Auch ältere Menschen brauchen manchmal Hilfe beim Einkaufen, Aufräumen, Abwaschen, Kochen, Putzen, Staubsaugen und Wäsche bügeln. Dafür brauchen Sie Putzhilfe. Das ist schon viel Arbeit. Auch für die Erziehung der Kinder soll noch genug Zeit bleiben.Dafür brauchen sie Babysitter und Nanny. Der Minijobber übernimmt diese haushaltsnahen Dienstleistungen, die normalerweise Familienmitglieder ausführen. Der Arbeitgeber zahlt geringere Pauschalbeiträge als bei gewerblichen Minijobs. Die Pauschalbeiträge zur Renten- und Krankenversicherung belaufen sich auf jeweils 5 Prozent. Hinzu kommen Umlagen zum Ausgleichsverfahren nach dem Aufwendungsausgleichsgesetz in Höhe von 0,1 Prozent, Beiträge zur gesetzlichen Unfallversicherung in Höhe von 1,6 Prozent, gegebenenfalls noch eine einheitliche Pauschsteuer in Höhe von 2 Prozent. Die Beiträge zur Unfallversicherung werden zusammen mit den anderen Abgaben von der Minijob-Zentrale erstmalig am 15. Juli 2006 für das erste Halbjahr 2006 eingezogen. Der Beitrag für die Unfallversicherung beträgt bundeseinheitlich 1,6 Prozent des Arbeitsentgelts.
Bei haushaltsnahen Dienstleistungen, sei es Kinderbetreuung, Gartenarbeit, Reinigung, können Sie als Privathaushalt 10 Prozent der im Laufe eines Jahres entstandenen Kosten von Ihrer Steuerschuld absetzen. Achtung: Es sind maximal 510 EUR pro Jahr steuerlich absetzbar.

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Aufenthaltserlaubnis für ausländische Bürger

01. September 2009

Jetzt können geduldete Ausländer wissen, in welchen Fällen sie bleiben dürfen. Und auch über Sanktionen, mit welchem “Integrationsverweigerer” rechnen müssen. Und Änderungen, die Vergabe von Visa oder Aufenthaltserlaubnis betreffen. Und noch eine interessante Frage: Welche Regeln gelten künftig für ausländische Unternehmer in Deutschland? Der Bundestag hat das neue Zuwanderungsgesetz verabschiedet. Nun können Ausländer auf ein Bleiberecht hoffen. Gleichzeitig müssen die Immigranten schärfere Regeln haben.

Zehntausende Ausländer in Deutschland bekommen bessere Chancen auf ein dauerhaftes Bleiberecht. Der Bundestag verabschiedete mit der Mehrheit von Union und SPD das neue Zuwanderungsgesetz, dass Richtlinien der EU umsetzt. Demnach erhalten seit Jahren geduldete Ausländer ein Bleiberecht, wenn sie bis Ende 2009 Arbeit finden und ihre Familie weitgehend ohne Staatshilfe ernähren können.

Das Gesetz sieht aber auch eine Verschärfung des Zuwanderungsrechts vor. So wird der Nachzug von Ehepartnern erschwert, um Frauen vor Zwangsehen zu schützen. Ausländer, die sich gegen Integrationskurse sperren, müssen mit einer Kürzung des Arbeitslosengeldes II um 30 Prozent rechnen. Grundgedanke dieses Gesetzes ist das Prinzip des Förderns und Forderns. Dazu gehört auch, dass die Integrationsverweigerung in Zukunft schärfer geregelt wird. Nicht alle Menschen, die zuwandern, sind auf Dauer eine Bereicherung. Man müsse dafür sorgen, dass mehr hoch qualifizierte Spezialisten aus dem Ausland ins Land kämen.

Das Gesetz legt das Mindestalter für den Nachzug von Ehepartnern auf 18 Jahre fest und verlangt zumindest grundlegende Deutschkenntnisse des nachkommenden Partners. Ausgenommen sind Ausländer aus Staaten wie USA, Japan und Australien mit wenig Integrationsbedarf. Jugendlichen Serientätern droht bei schweren Straftaten ebenfalls die Ausweisung. Außerdem werden Regelungen von Visa aus Sicherheitsgründen verschärft.

Der SPD-Politiker Fritz Rudolf Körper unterstrich, auch die Bundesländer müssten ihre Hausaufgaben beim Thema Integration machen. Nach Ansicht der Kritiker gehen viele Regelungen über die EU-Vorgaben hinaus, verschlechtern die Lage der Migranten und erschweren die Immigration. Es fehle ein Konzept der Steuerung der Zuwanderung. Die Opposition kritisierte zudem die speziellen Anforderungen an türkische Immigranten. Der Staat ziehe sich von Hilfsangeboten zurück und fordere von den Zuwanderern stattdessen Anpassung unter Strafandrohung. “Das ist schäbig, schädlich, schändlich”, bemängelte der Grünen-Politiker Josef Philip Winkler.
Die Länder wollen die Sprachförderung ausländischer Kinder aller Altersstufen ins Zentrum ihrer Integrationspolitik stellen. Ziel sei ein einheitliches Bildungskonzept vom Kindergarten bis zur Uni, sagte Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff bei einer Länderkonferenz in Berlin. Bei ihrem halbjährlichen Treffen wollten die Länder ihren Beitrag zum nationalen Integrationspakt beschließen. Um alle Migrantenkinder mit Förderangeboten erreichen zu können, wollen sie in den kommenden fünf Jahren ihre Lehrer fortbilden. Zudem wollen sie in den Verwaltungen mehr Immigranten einstellen. Bei einem Integrationsgipfel war vor einem Jahr die Erstellung eines gemeinsamen Konzeptes von Bund und Ländern verabredet worden.

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